Das Feature, vom 26.02.2019, 19:15 Uhr

LandwirtschaftDie dünne Haut der Erde

2011 und 2018: extreme Trockenheit in Mecklenburg Vorpommern. 2017: extreme Niederschläge in Schleswig-Holstein. Im ersten Fall wurde die Ackerkrume einfach weggeblasen, im zweiten Fall stand das Wasser wochenlang kniehoch auf den Feldern. Die Ernten waren jeweils schlecht. Und schuld daran war nicht das Wetter.

Pflanzenreste als Mulchauflage für das Bodenleben, dazwischen die jungen Winter-Weizenpflanzen (Hartwig Callsen)
Pflanzenreste als Mulchauflage für das Bodenleben, dazwischen die jungen Winter-Weizenpflanzen (Hartwig Callsen)

So gegensätzlich die beiden Naturereignisse auch scheinen mögen, bilden sie nach Meinung von Naturschützern dieselbe Problemlage ab: Humusschwund als Folge industrieller Bearbeitung: Monokulturen, zu schweres Gerät, fehlende Fruchtfolgen, chemische Dünger, großzügiger Einsatz von Herbiziden und Insektiziden.

Die Böden sind den Wetterkapriolen nicht mehr gewachsen. Viele Bauern müssen Ackerboden nachkaufen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner will bis Herbst 2019 eine umfassende Ackerbaustrategie vorstellen.

Die Autorin besichtigt die Lage vor Ort und fragt, warum Landwirte mit der kostbaren Humusschicht sorglos umgehen.

Die dünne Haut der Erde
Warum Bauern den Boden unter ihren Füßen verlieren
Von Nora Bauer

Regie: die Autorin
Es sprachen: Ulrike Schwab und Robert Dölle
Ton und Technik: Michael Morawietz und Katrin Fidorra
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Dlf/SR 2019

Nora Bauer, geboren 1960, lebt in Köln. Radio-Autorin und Regisseurin.

Die dünne Haut der Erde (PDF)

Die dünne Haut der Erde (Textversion)

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