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Kulturnachrichten

Mittwoch, 19. März 2014

Tolkiens Übersetzung des altenglischen Epos "Beowulf" erscheint

Wie hat JRR Tolkien wohl das "Hwæt" übersetzt?

Am 22. Mai wird die Frage beantwortet, berichtet der "Guardian": Dann erscheint zum ersten Mal Tolkiens englische Übersetzung des "Beowulf". Das altenglische Epos beginnt mit dem vieldiskutierten Wort "Hwæt" - es wurde schon mit "hört" und "so" übersetzt. Im "Beowulf" geht es um einen skandinavischen Helden, der erst das Monster Grendel und dann dessen Mutter tötet. Das Epos entstand etwa zwischen 800 bis 1000 nach Christus und ist nur in einem einzigen Dokument in der British Library erhalten. Tolkien hatte das Heldengedicht vor fast 90 Jahren übersetzt, sein Sohn editierte jetzt das Manuskript.

Sanierung des Hauses von Frau von Stein bleibt ungewiss

Weimar bezweifelt, dass der spanische Investor sein Wort noch halten kann.

Eigentlich sollte Juan-Javier Bofill bis Ende diesen Jahres das Haus sanieren, in dem die Goethe-Vertraute Charlotte von Stein im 18. Jahrhundert lebte. Weimar hatte dem Spanier das Gebäude 2008 für 325.000 Euro verkauft. Er hatte sich verpflichtet, dort unter anderem eine Künstlerpension und ein Café einzurichten. Jetzt gab die Stadt bekannt, dass sie die Rückabwicklung des Kaufvertrags und eine Vertragsstrafe vorbereite. Die "Thüringische Landeszeitung" hatte berichtet, dass die Bauarbeiten an dem Haus still stehen.

Pariser Buchsalon Kontroverse um Autoren aus Gastland Argentinien

Wen schickt Argentinien zum Pariser Buchsalon?

Darüber entfaltet sich gerade eine Kontroverse. Argentinien sendet als Gastland 30 Autoren zu der größten französischen Buchmesse. Einige argentinische Schriftsteller kritisieren aber in der französischen Zeitung "Le Monde": Auf der Liste stünden keine Gegner der Politik von Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner. Der Buchsalon sieht sich deswegen nicht in der Pflicht. Der Hauptkurator der Messe sagte der Deutschen Presse-Agentur, das sei ein rein argentinisches Problem. Man wolle nicht zum Austragungsort der Fehde zwischen Anhängern und Gegnern der Regierung werden.

Der Buchsalon in Paris beginnt am 21. März. Auch 18 Verlage aus Deutschland nehmen daran teil.

Pressefreiheit auf der Krim in Gefahr, meint Komitee zum Schutz von Journalisten

Die Pressefreiheit auf der Krim ist in Gefahr.

Das meint das "Komitee zum Schutz von Journalisten". Allein in den zwei Tagen nach dem Referendum auf der Halbinsel seien sechs Journalisten angegriffen, festgenommen oder massiv in ihrer Arbeit behindert worden. Reporter seien von bewaffneten Unbekannten geschlagen und beraubt worden. Das Komitee forderte die Behörden auf der Krim auf, die Journalisten frei arbeiten zu lassen.

Wiener Burgtheater Karin Bergmann ist neue Intendantin

Karin Bergmann kennt das Haus seit 20 Jahren.

Die 60-jährige Kulturmanagerin ist zur Intendantin des finanziell gebeutelten Wiener Burgtheaters bestimmt worden. Bergmann kehrt dafür aus dem Ruhestand zurück - zuvor hatte sie bereits in verschiedenen Funktionen am Burgtheater gearbeitet. Sie tritt die Nachfolge von Matthias Hartmann an, der im Zusammenhang mit der Finanzaffäre an der Bühne entlassen worden war. Dem Haus drohen Steuernachzahlungen in Millionenhöhe; die Buchführung wird von Eperten als "völlig undurchsichtig" bezeichnet. Bergmann wird das Burgtheater zunächst bis zur Spielzeit 2015/2016 leiten.

Kommission in Pakistan soll Schutz von Journalisten verbessern

Pakistan ist eines der gefährlichsten Länder der Welt für Journalisten.

Die pakistanische Regierung will nun eine spezielle Kommission einrichten, um Pressevertreter zu schützen. Das sagte Premierminister Nawaz Sharif zu. Der Sonderausschuss soll Maßnahmen vorschlagen, wie die Sicherheit von Journalisten besser garantiert werden kann. Auch bei den Friedensverhandlungen mit den Taliban soll die Freiheit von Journalisten ins Programm aufgenommen werden.

Im aktuellen Ranking zur Pressefreiheit der Organisation "Reporter ohne Grenzen" liegt Pakistan weit hinten - auf Platz 158 von 180 Ländern.

Grimme-Preis: ARD hat die Nase vorn

Die ARD ist die große Gewinnerin beim diesjährigen Grimme-Preis.

Acht der zwölf verliehenen Auszeichnungen gehen an Produktionen des Senderverbundes, zum Teil gemeinsam mit Arte. Das gab das Grimme-Institut in Düsseldorf bekannt. In der Kategorie "Film" werden zum Beispiel der Krimi "Mord in Eberswalde" oder die Literaturverfilmung "Grenzgang" geehrt. Das ZDF wurde ebenfalls mit drei Preisen ausgezeichnet - der im Vorfeld als Favorit gehandelte Weltkriegs-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" ging aber leer aus. Bei den privaten Sendern wurde nur die Pro7-Show "Circus HalliGalli" in der Kategorie "Unterhaltung" ausgezeichnet.

Der Grimme-Preis ist der renommierteste Fernseh-Preis in Deutschland. Er wird in diesem Jahr am 4. April verliehen - zum 50. Mal.

Kritik an designiertem Chef der Münchner Philharmoniker wegen Unterstützung für Putin

Waleri Gergijew muss sich von seinem Appell distanzieren - sonst kann er nicht 2015 Chef der Münchner Philharmoniker werden.

Dieser Meinung sind die Grünen im Münchner Stadtrat. Gergijew hatte einen Appell unterzeichnet, der sich für die Krim-Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin ausspricht. Die Grünen fordern deshalb ein Gespräch zwischen dem russischen Dirigenten und dem Münchner Kulturreferenten. Gergijew gilt als enger Freund von Putin. Das Kulturreferat wollte sich nicht zur politischen Einstellung des Dirigenten äußern.

Schulatlanten Keine neuen Bücher wegen Krim-Status

Wegen der Krim wird die Weltkarte nicht neu gedruckt.

Dass die Halbinsel jetzt zu Russland gehört, wird sich nicht so schnell in deutschen Schulatlanten finden. Ein Sprecher des Diercke-Verlags sagte dem "Tagesspiegel", dafür würden keine neuen Atlanten gedruckt. Zunächst werde verkauft, was da ist. Der veränderte Status der Halbinsel werde erst dann Eingang in die Bücher finden, wenn die Bundesregierung ihn offiziell bestätigt habe. Auch der Westermann-Verlag will seine Atlanten erst einmal im Handel lassen.

Alexander-Pustovalov-Chor soll nicht im polnischen Posen auftreten dürfen

Der Alexander-Pustovalov-Chor wurde einst von der Roten Armee der Sowjetunion gegründet.

Heute sind die rund 60 Mitglieder des Chors mit Sitz in Kiew ukrainische Staatsbürger und bekennen sich zur Ukraine. Wegen der Krim-Krise wollen polnische Politiker der regierenden Bürgerplattform nun trotzdem verhindern, dass sie Ende des Monats in Posen singen dürfen. Sie begründen dies unter anderem damit, dass der Chor in Uniformen auftritt, die an die der Roten Armee erinnern. Die polnischen Veranstalter zeigten sich empört: Es gehe ausschließlich um die musikalischen Qualitäten des Chors.

Kulturstaatsministerin Grütters wirbt um mehr Geld für Preußenstiftung

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz sollte nach Ansicht von Monika Grütters mehr Geld bekommen.

Die Kulturstaatsministerin sagte der "Süddeutschen Zeitung", die Sanierung der Museumsinsel in Berlin sei bisher trotz langer Bauzeiten ohne Preissteigerungen beschlossen worden. Außerdem gebe es ein Interesse, möglichst rasch zu bauen. Außerdem warnte Grütters, Zwänge im Budget dürften nicht zu Kürzungen in den Kulturetats führen. Diese Haushalte seien klein und sensibel und eigneten sich nicht für Sanierungen.

Schweiz: Erben wollen mit Referendum Rückgabe von Raubkunst erreichen

Es ist zwar klar, dass es sich um Raubkunst handelt - zurückgeben will ein Schweizer Museum das Bild aber trotzdem nicht.

Deswegen versuchen die Erben jetzt, genügend Unterschriften für ein lokales Referendum zu sammeln. Wie die "New York Times" berichtet, geht es um ein Gemälde von John Constable, das der jüdischen Familie im Zweiten Weltkrieg abgenommen wurde. Es hängt inzwischen in einem Museum in La Chaux-de-Fonds an der Grenze zu Frankreich. Das wiederum argumentiert, es habe beim Ankauf nicht gewusst, dass es sich um Raubkunst handele. Deswegen müsse das Bild nach schweizerischem Recht nicht zurückgegeben werden. Der Gründer des Holocaust Art Restitution Project" begrüßte die Initiative. Sie werde in jedem Fall auf den unzureichenden Umgang der Schweizer Behörden mit Raubkunst aufmerksam machen.

Zum Artikel der "New York Times" gelangen sie hier.

Norwegen: Historische Liste von "Vaterlandsverrätern" sorgt für Kontroverse

Auf dieser Liste wollen die meisten Norweger die Namen ihrer Angehörigen wohl lieber nicht wiederfinden.

Der Verlag "Vega" plant die Veröffentlichung von 16.000 Personen, die im Zweiten Weltkrieg mit den deutschen Besatzern kollaboriert haben. Die Liste wurde bisher im Staatsarchiv unter Verschluss gehalten. Ein Mitarbeiter des norwegischen Holocaustforschungszentrums warnte vor einer Hexenjagd: Terje Emberland sagte, die Nachkommen hätten ein Recht auf Persönlichkeitsschutz. Außerdem seien viele der Beschuldigten nie verurteilt worden. Autor Erik Veum verteidigte die Veröffentlichung der unredigierten Fassung. Es handele sich um ein wichtiges historisches Dokument.

Die Liste wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von der Polizei erstellt, um Ermittlungen gegen mögliche Kollaborateure einzuleiten.

Architekten protestieren gegen geplanten Abriss von Schuchow-Radioturm

Der Schuchow-Radioturm in Moskau gilt als Pendant zum Eiffel-Turm in Paris.

Eine Gruppe von Architekten will ihn vor dem Abriss bewahren. Unter anderem haben Rem Kohlhaas und Elizabeth Diller einen offenen Brief an den russischen Präsidenten Wladimir Putin unterzeichnet. In dem Schreiben heißt es, der 1922 errichtete Turm sei der größte aus Stahlfachwerk weltweit. Er sei das Meisterwerk seines Konstrukteurs und gehöre zum Stadtbild Moskaus. - Die Fernseh-Behörde in Russland hatte Ende Februar entschieden, den Turm abzureißen. Er war in den vergangenen Jahren zunehmend verfallen.

Doris Dörrie: Wir sind Teil einer narzisstischen Gesellschaft

Wenn wir nicht aufpassen, dann werden wir wie Narziss - fasziniert von unserem Spiegelbild - in den See stürzen und ertrinken.

Das prognostiziert die Regisseurin Doris Dörrie in einem Beitrag für das Philosophie-Magazin "Hohe Luft". Die Menschen ließen sich heute immer öfter von ihrem Spiegelbild erpressen. So inszenierten sie sich etwa im Internet mit Abbildern ihrer selbst, findet Dörrie. Man erfinde jemanden, der viel interessanter und attraktiver sei. Unbewusst versuche man dann aber, sich diesem erfundenen Selbstbild anzunähern. Für Dörrie eine Tendenz, die am Ende dazu führen könnte, dass man sich selbst verliert.

Erziehungswissenschaftler kritisiert fehlenden politischen Willen zur Inklusion

"Solange Menschen mit Beeinträchtigungen ausgegrenzt und stigmatisiert werden, ist Inklusion nicht zu machen."

Das sagte der Erziehungswissenschaftler Georg Feuser im Deutschlandradio Kultur. Er kritisierte, für den schnellen Ausbau des gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nicht-behinderten Kindern fehle der politische Wille. Eine Hürde sieht Feuser auch im selektierenden Schulsystem. Die Vorsitzende des Expertenkreises der Unesco-Kommission, Ute Erdsiek-Rave, bezeichnete Inklusion im Deutschlandfunk als "Mega-Thema der Bildungspolitik". Sie betonte im Deutschlandfunk, dass in den vergangenen Jahren nicht überall die notwendigen Vorkehrungen getroffen worden seien. - In Bonn beginnt heute ein zweitägiger Gipfel der Deutschen Unesco-Kommission zur Inklusion.

Drehstart für "Krieg der Sterne"-Fortsetzung im Mai

Die Handlung ist 30 Jahre nach der "Rückkehr der Jedi-Ritter" angesiedelt.

Wie Macher der "Star Wars"-Reihe über Twitter bekannt gaben, soll der nächste Teil ab Mai in London gedreht werden. Der Kinostart von Episode VII ist für Dezember 2015 geplant. Die Regie führt J.J. Abrams. "Krieg der Sterne"-Schöpfer George Lucas hatte die Markenrechte vor knapp zwei Jahren an Disney verkauft.

Vietnamesischer Blogger zu Haftstrafe verurteilt

Nach Ansicht des Gerichts in Hanoi hat er sich der "Verletzung demokratischer Freiheiten und Interessen des Staates" schuldig gemacht.

Deshalb ist der vietnamesische Blogger Pham Viet Dao zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Richter erklärte, er habe ranghohe Führer herabgewürdigt. Der Blogger hatte regierungskritische Artikel im Internet veröffentlicht. Die kommunistische Führung Vietnams war zuletzt verstärkt gegen Dissidenten vorgegangen.

ARD-interner Finanzausgleich: Metzger sieht Zukunft von Radio Bremen gesichert

Mit dem Beschluss der Ministerpräsidenten für einen höheren Finanzausgleich innerhalb der ARD ist die Zukunft von Radio Bremen gesichert.

So sieht es der Intendant des Senders, Jan Metzger. Er sagte, dadurch könne man das Budget von derzeit jährlich 90 Millionen Euro um 10 Millionen erhöhen. - Die Ministerpräsidenten der Länder hatten in der vergangenen Woche beschlossen, dass der Finanzausgleich ab 2017 steigen soll. Über die Entscheidung stimmen noch die Landes-Parlamente ab. Neben Radio Bremen würde auch der Saarländische Rundfunk von der Umverteilung profitieren.

54 Briefe von Caspar David Friedrich wieder in Greifswald

"Du hast mir und meiner Frau durch die zugeschickten Heringe eine wahrhaft größte Freude gemacht."

Das schrieb Caspar David Friedrich am 26. März 1818 an seinen Bruder Heinrich. Der Brief des romantischen Malers ist jetzt wieder in seiner Geburtsstadt Greifswald angekommen. 54 Briefe von und an Friedrich hat das Pommersche Landesmuseum Ende des vergangenen Jahres aus Privatbesitz gekauft. Sie seien ein ganz wichtiger Baustein für die Greifswalder Friedrich-Sammlung und Forschung, sagte die Vize-Direktorin des Museums, Birte Frenssen, bei der Vorstellung der Dokumente. Man schaue in das private Leben von Caspar David Friedrich.

Zu sehen ist der Briefwechsel in einer Ausstellung im Landesmuseum ab dem 30. August, wenn Greifswald den 240. Geburtstag Friedrichs mit einer Festwoche feiert.

Chefredakteur von politischer Zeitung in Swasiland muss ins Gefängnis

Sie waren wegen kritischer Artikel in einem Politik-Magazin in Swasiland angeklagt.

Jetzt hat ein Gericht in Mbabane einen Menschenrechtsanwalt und den Chefredakteur der politischen Zeitung "The Nation" zu sieben Tagen Gefängnis verurteilt. Die beiden hatten einen kritischen Kommentar über einen hohen Regierungsbeamten veröffentlicht, der wegen verschiedener Vergehen vor Gericht stand. - "The Nation" ist das einzige politische Magazin in Swasiland. Die Pressefreiheit in dem südafrikanischen Binnenstaat ist stark eingeschränkt.

Mexiko: Zahl der Übergriffe auf Journalisten hat zugenommen

2013 war für Journalisten in Mexiko ein besonders gefährliches Jahr.

Die Menschenrechtsorganisation "Article 19" hat einen deutlichen Anstieg der Übergriffe auf Medienvertreter in dem mittelamerikanischen Land registriert. Die Organisation teilte in London mit, es habe 330 Fälle gegeben - und damit mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. In mehr als der Hälfte der Fälle steckten die Behörden hinter den Angriffen. - Die Gewalt gegen Journalisten steht unter anderem im Zusammenhang mit der Drogenkriminalität in Mexiko. Seit der Jahrtausendwende sind dort 87 Reporter getötet worden.

Deutscher Kulturrat schließt sich Kampagne für Ai Weiwei an

Die Kampagne "Reisefreiheit für Ai Weiwei" bekommt immer mehr Zulauf.

Jetzt hat sich auch der Deutsche Kulturrat der Initiative für den chinesischen Künstler und Dissidenten angeschlossen. Geschäftsführer Olaf Zimmermann sagte, solange die chinesischen Behörden den Reisepass Ai Weiweis einbehielten, sei dieser ein Gefangener im eigenen Land. Mit der Kampagne fordern zahlreiche Persönlichkeiten des kulturellen Lebens Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, sich bei den deutsch-chinesischen Konsultationen Ende des Monats in Berlin für die Reisefreiheit des Künstlers einzusetzen.

Hintergrund sind mehrere deutsche Weiwei-Ausstellungen Anfang April sowie der beginnende Vorlesungsbetrieb an der Universität der Künste in der Hauptstadt, wo Ai Weiwei eine Professur hat.

"Los Angeles Times" lässt Erdbeben-Meldung von Computer-Programm verfassen

Können Computer die Arbeit von Journalisten machen?

Im Fall einer Erdbeben-Meldung der "Los Angeles Times" zumindest einen Teil davon. Die Zeitung hat die erste Online-Nachricht über das Beben am Montag von einem Software-Programm verfassen lassen. Dessen Entwickler Ken Schwenke sagte dem Online-Dienst "Slate", er habe den fertigen Text nur prüfen und veröffentlichen müssen. - Das Computer-Programm kann die menschliche Arbeit allerdings noch nicht vollständig ersetzen. Es fügt nämlich nur automatisch die Eckpunkte aus Mitteilungen der US-Erdbebenwacht in ein vorgefertigtes Formular ein.

"Blurred Lines" laut Musikverband beliebtester Song 2013

Kein anderes Lied war im vergangenen Jahr so beliebt wie "Blurred Lines" von Robin Thicke.

Wie der Branchenverband IFPI mitteilte, wurde der Titel weltweit 14,8 Millionen Mal heruntergeladen und über Streaming-Dienste aus dem Netz abgespielt. Auf Platz zwei landete "Thrift Shop" von Macklemore und Ryan Lewis. Platz drei belegte Avicii mit "Wake Me Up".

Offener Brief: Opernmitarbeiter in Lyon gegen Rückkehr Serge Dornys

Die Opern-Mitarbeiter in Lyon wollen Serge Dorny nicht zurück.

Nach dem Aus des Belgiers als Intendant der Semperoper in Dreden versuchen sie mit einem offenen Brief, seine Rückkehr zu verhindern. In dem Schreiben an die französische Kulturministerin Aurélie Filipetti beklagen sie ein schlechtes Betriebsklima unter Dornys Leitung. - Der 52-Jährige stand 10 Jahre an der Spitze der Opéra de Lyon. Im September hätte er an die Semperoper wechseln sollen. Dort wurde ihm aber noch vor Antritt gekündigt.

Rolling Stones sagen Australien-Tour ab

Eigentlich wollten die "Rolling Stones" insgesamt 14 Konzerte in Australien und Neuseeland spielen.

Die Tour haben sie jetzt kurzfristig abgesagt. Die Band schreibt auf ihrer Homepage, es tue ihr leid und sie hoffe auf Verständnis. Grund für die Entscheidung ist der Tod der Mode-Designerin L'Wren Scott. Die Lebensgefährtin von Mick Jagger war am Montag leblos in ihrer Wohnung in New York gefunden worden. Die 49-Jährige hatte unter anderem Kleider für Madonna und die US-amerikanische First Lady Michelle Obama entworfen.

Regisseur Talal Derki: Niemand wird den Zivilisten helfen

Syrien droht ein neues Afghanistan zu werden.

So lautet die Einschätzung des syrischen Regisseurs Talal Derki. Er sagte der "tageszeitung", den Großmächten fehle es am politischen Willen, um einzugreifen, und das Assad-Regime fördere einen Religionskrieg. Derki meint, sei man Assad erst los, werde der Kampf gegen die Islamisten weitergehen. Es falle ihm schwer diesen Satz zu sagen, aber niemand werde den Zivilisten helfen. Talal Derki hat in seinem Dokumentarfilm "Homs - ein zerstörter Traum" einen jungen Mann begleitet, der sich im Laufe der vergangenen drei Jahre von einem beliebten Fußballer zum Anführer im Häuserkampf entwickelte.

Deutsche Museen wollen sich mehr mit Geschichte von Einwanderern befassen

Die Museen in Deutschland wollen sich mehr mit der Geschichte von Einwanderern beschäftigen.

Das ist das Ergebnis einer Tagung des Arbeitskreises Migration des Deutschen Museumsbundes. Jochen Oltmer vom Institut für Migrationsforschung in Osnabrück sagte, obwohl seit den 1950er Jahren immer mehr ausländische Arbeitskräfte und Flüchtlinge nach Deutschland gekommen seien, habe das Thema Migration erst seit einigen Jahren an Bedeutung gewonnen. In Zukunft müsse in Ausstellungen und Projekten noch deutlicher gemacht werden, dass Einwanderer die Gesellschaften schon immer geprägt hätten.

Neues Groß-Festival in der Nähe von Woodstock geplant

45 Jahre nach Woodstock soll es in der Region wieder ein großes Musikfestival geben.

Die US-Konzertveranstalter MCP und SFX kündigten im Internet das "Hudson Project" an, ein dreitägiges Festival für "neue Musik und Kunst". Auftreten sollen 85 Musiker und Gruppen, deren Namen aber noch nicht bekanntgegeben wurden. Das Konzert findet - in alter Woodstock-Tradition - auf dem Gelände einer Farm im Hudson-Tal statt, nur wenige Kilometer vom Ort des legendären Festivals im Jahr 1969 entfernt. Mitveranstalter des "Hudson Project" ist übrigens Michael Lang, einer der Woodstock-Begründer. In den Jahren 1994 und '99 hatte es in der Gegend bereits Woodstock-Neuauflagen gegeben.

US-Footballliga fordert von Popsängerin gut 16 Millionen Dollar wegen Stinkefingers

Die Geste könnte die britische Sängerin M.I.A. noch teuerer zu stehen kommen als gedacht.

Die Nationale Football-Liga der USA fordert jetzt 16,6 Millionen Dollar von ihr - weil sie bei einem Auftritt beim Super Bowl vor zwei Jahren ihren Mittelfinger gezeigt hatte. Wie der "Hollywood Reporter" berichtet, hat die NFL die ursprüngliche Forderung damit um satte 15 Millionen Dollar erhöht. - M.I.A.s Stinkefinger war 2012 auch für die rund 100 Millionen Zuschauer im Fernsehen zu sehen gewesen.

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Karl der GroßeKunstsinniger Barbar
Eine Figur Karls des Großen steht am 16.06.2014 in Aachen (Nordrhein-Westfalen) im Centre Charlemagne. Die Ausstellung "Karl der Große, Macht, Kunst, Schätze" ist vom 20.06.2014 bis zum 21.09.2014 in Aachen zu sehen.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Er war einer der Gründungsväter Europas: Karl der Große hat die karolingische Renaissance eingeleitet. Eigentlich sei es ihm aber nur um die Legitimierung seiner Macht gegangen, meint Kunsthistoriker Michael Imhof. Mehr

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