Feature, vom 18.03.2009

Von Götz Naleppa

"Zwei Tage in Weimar und man kann auf Lebenszeit kein Quadrat mehr sehen" und "Verrat am trauten deutschen Heim" - so zeterte die bürgerliche und rechte Presse, als am 21. März 1919 - also vor 90 Jahren - das Staatliche Bauhaus Weimar gegründet wurde. Walter Gropius, sein Gründer, hielt dagegen: "Kunst und Technik - eine neue Einheit: Die Wohnung muss den Bedürfnissen des modernen Menschen dienen und exakt wie eine Maschine arbeiten".

Walter Gropius, Direktorzimmer Bauhaus Weimar, 1923 (Bauhaus-Archiv Berlin)
Walter Gropius, Direktorzimmer Bauhaus Weimar, 1923 (Bauhaus-Archiv Berlin)

Götz Naleppa stellt die 14 Jahre inneren und äußeren Kampfes um das Bauhaus anhand von Dokumenten und kritischen Kommentaren dar.

Teil 1 schildert die Weimarer Gründungsjahre, die expressionistische und mystische Phase des Bauhauses, als noch die "Kathedrale" das Ideal einer kriegsgeschädigten Generation von Meistern und Studierenden war.

Realisation: der Autor
Produktion: RIAS Berlin 1974
Länge: 53'47

Götz Naleppa, 1943 geboren, Regisseur, Medienkünstler, Übersetzer und Autor, war bis Dezember 2008 Redakteur für Klangkunst bei Deutschlandradio Kultur.

Teil 2 am 21.3. um 18:05 Uhr