Das Feature, vom 03.10.2019, 10:05 Uhr

Jugend in OstdeutschlandWir waren wie Brüder

Als die Mauer fiel, war der Autor zu alt um nichts von der Vergangenheit mitbekommen zu haben, aber zu jung um mitzureden, wie die Zukunft aussehen sollte. Daniel Schulz spricht über das Aufwachsen in den 90er-Jahren, dem Jahrzehnt, in dem auch die Menschen aufgewachsen sind, die heute Hitlergrüße zeigen und brüllen.

Zwei Männer mit kahlrasierten Schädeln und freien Oberkörpern; der eine sitzt mit ausgestreckten Beinen auf dem Fahrersitz eines Autor, der andere lehnt daran und hält eine Deutschlandfahne; im Hintergrund sieht man noch eine dritte Person. Die Gesichter der drei Männer sind anonymisiert (Deutschlandradio / privat)
...Ende der 90er Jahre mit Deutschlandfahne in Dänemark... (Deutschlandradio / privat)

Er ist vor Neonazis weggelaufen und er war mit Rechten befreundet. In Ostdeutschland ging das damals zusammen. Und er spricht mit Menschen, denen es ähnlich ging: „Mit den 90er-Jahren verbinde ich persönliche Erlebnisse, die derzeit wieder hochkommen“, sagt Manja Präkels, Autorin des Buches ,Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß’, „und wenn ich im Land unterwegs bin, sehe ich jetzt oft genau die Leute bei der AfD wieder, die sich als Sieger der Kämpfe der 90er-Jahre begreifen.“

Das Feature basiert auf einem Text, der im Oktober 2018 in der taz erschien und 2018 mit dem deutschen Reportagepreis ausgezeichnet wurde.

Wir waren wie Brüder
Jugend in Ostdeutschland
Von Daniel Schulz

Regie: Barbara Plensat
Es sprach: Robert Gwisdek
Ton & Technik: Nikolaus Löwe, Martin Scholz und Bodo Pasternak
Redaktion: Mareike Maage, Wolfgang Schiller
Produktion: rbb/Dlf 2019

Daniel Schulz wurde 1979 im damaligen Bezirk Potsdam der DDR geboren. Zusammen mit Sabine Seifert leitet er das Ressort für Reportage und Recherche bei der taz. Er schreibt unter anderem über Ostdeutschland und Osteuropa.

Wir waren wie Brüder (PDF)

Wir waren wie Brüder (Textversion)

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