Herbst 1948. In der großen Lichthalle des Zoologischen Museums in Bonn versammeln sich 66 Männer und vier Frauen: die Mitglieder des Parlamentarischen Rates. Ihre Aufgabe: das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausarbeiten. Hörspiel in acht Teilen, zu hören in unserer Dlf-Audiothek.

Erste Tagung des Parlamentarischen Rates am Nachmittag des 1. September 1948 in Bonn: Neben den 65 stimmberechtigten Mitgliedern aus westdeutschen Ländern nahmen Vertreter Berlins mit beratender Stimme an der Sitzung teil. In der ersten Reihe von links nach rechts: Max Reimann, KPD; Walter Menzel, SPD; Carlo Schmid, SPD; Theodor Heuss, FDP; Hans-Christoph Seebohm, DP; unbekannt; Adolf Suesterhenn, CDU; Anton Pfeiffer, CDU; Konrad Adenauer, CDU (picture alliance / ASSOCIATED PRESS) Erste Tagung des Parlamentarischen Rates am Nachmittag des 1. September 1948 in Bonn: Neben den 65 stimmberechtigten Mitgliedern aus westdeutschen Ländern nahmen Vertreter Berlins mit beratender Stimme an der Sitzung teil. In der ersten Reihe von links nach rechts: Max Reimann, KPD; Walter Menzel, SPD; Carlo Schmid, SPD; Theodor Heuss, FDP; Hans-Christoph Seebohm, DP; unbekannt; Adolf Suesterhenn, CDU; Anton Pfeiffer, CDU; Konrad Adenauer, CDU (picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Herbst 1948. In der großen Lichthalle des Zoologischen Museums in Bonn versammeln sich 66 Männer und vier Frauen: die Mitglieder des Parlamentarischen Rates. Ihre Aufgabe: das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ausarbeiten. Hörspiel in acht Teilen, zu hören in unserer Dlf-Audiothek.

 

Es kommt, wie es kommt, sagte sich das Ehepaar Heine aus Halle an der Saale bei jedem Kind: Es wurden sieben Söhne und zwei Töchter. Vater und Mutter waren voll berufstätig - trotzdem hatten sie den Alltag im Griff. Wie das ging? An Patenonkel Walter Ulbricht lag es jedenfalls nicht.

Er ist der Sechste - von insgesamt neun Kindern einer Familie. Dirk Strobels Ehrenpate war Walter Ulbricht. (U. Strobel (privat)) Er ist der Sechste - von insgesamt neun Kindern einer Familie. Dirk Strobels Ehrenpate war Walter Ulbricht. (U. Strobel (privat))

Es kommt, wie es kommt, sagte sich das Ehepaar Heine aus Halle an der Saale bei jedem Kind: Es wurden sieben Söhne und zwei Töchter. Vater und Mutter waren voll berufstätig - trotzdem hatten sie den Alltag im Griff. Wie das ging? An Patenonkel Walter Ulbricht lag es jedenfalls nicht.

 

Im Jahre 1840 bereiste der Schweizer Naturforscher Louis Agassiz die schottischen Highlands. Dort entdeckte er im Glen Roy die Spuren eines großen Gletschers. Ab dem Moment sah er die Welt anders. Ein Paradigma, wie die Erde entstanden sei, brach in sich zusammen.

Glen Roy, Landschaft in Schottland, Großbritannien (imago / imagebroker) Glen Roy, Landschaft in Schottland, Großbritannien (imago / imagebroker)

Im Jahre 1840 bereiste der Schweizer Naturforscher Louis Agassiz die schottischen Highlands. Dort entdeckte er im Glen Roy die Spuren eines großen Gletschers. Ab dem Moment sah er die Welt anders. Ein Paradigma, wie die Erde entstanden sei, brach in sich zusammen.

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Ein Arhuaco in den kolumbianischen Anden (Foto: Łukasz Tomaszewski)
Von Schokolade und Selbstbestimmung

"Unser Konsum ist Kolonialismus"

In Kolumbien kultiviert eine indigene Community eine Kakaopflanze, die von Gourmets in Europa und Nordamerika gefeiert wird. Wie steht es dabei um die Selbstbestimmung? Łukasz Tomaszewski, Autor des Features "Schokoladenträume", über Nachhaltigkeit und journalistische Verantwortung.

Reihe: Dramaturginnen der ARD Auf dem Bild ist die Hörspieldramaturgin Lina Kokaly zu sehen. Sie lächelt freundlich in die Kamera. (Benjamin Eichler)

Lina Kokaly: Ich bin ein Serienjunkie

Lina Kokaly, Hörspieldramaturgin bei Radio Bremen, ist auf der Suche nach ungewöhnlichen Geschichten und neuen Möglichkeiten, sie im Hörspiel darzustellen. Im seriellen Erzählen sieht sie das Potenzial, komplexe Stories zu entwerfen. Gleichzeitig bringt diese Erzählform neue Herausforderungen mit sich.

Der Komponist André Damião Auf dem Bild ist der Musiker André Damiao zu sehen. Er spielt Tabletop-Gitarre und Elektronik (Marcus-Andreas Mohr)

Interventionen aus Lärm

Der brasilianische Komponist und Klangkünstler André Damião bringt elektroakustische Musik in Bewegung - und in den Stadtraum. In São Paulo hat der Künstler einen alternativen Karnevalsblock gegründet, nun ist der Bloco Ruído - die Lärm-Gruppe - auch in Halle an der Saale zu hören.

Hörspiel des Monats Januar "AUDIO. SPACE. MACHINE" Gemma Ray im Studio (wittmann/zeitblom)

"Die Mensch-Maschine-Beziehung war der Leitfaden"

„Wir waren nicht die größten Bauhaus-Fans“, sagte Hörspielmacher Christian Wittmann im Dlf. Doch die frühen Jahre des Bauhauses seien „sehr experimentell gewesen“. Diesen Einflüssen auf spätere Kunst- und Musikströmungen seien er und Partner Georg Zeitblom in dem Hörspiel „AUDIO.SPACE.MACHINE“ nachgegangen.

Hörspiel goes Game "Blowback" ist eine Kombination aus Hörspiel und App. (Torben Waleczek / Deutschlandradio)

Hörspiel zum selber Spielen

Sich berieseln lassen ist nicht. BLOWBACK ist ein Hörspielthriller plus Fortsetzung als Audio-Game. Dabei reisen Hörer*innen an den Ort des Hörspiels und ermitteln selbst. Das Wichtigste dabei? Ganz genau hinhören und das Rätsel lösen.

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Feature

 

Die Entrümpelung eines lange leer stehenden Hauses in einem früheren Leipziger Arbeiterviertel fördert ein unscheinbares Notizheftchen zutage. Es ist randvoll gekritzelt mit Liebesschwüren, Kochrezepten und vergeblichen Verabredungsversuchen. Wer hat das geschrieben und warum?

Leipzig, Henriettenstraße, 2019 (Deutschlandradio / Manuel Waltz) Leipzig, Henriettenstraße, 2019 (Deutschlandradio / Manuel Waltz)

Die Entrümpelung eines lange leer stehenden Hauses in einem früheren Leipziger Arbeiterviertel fördert ein unscheinbares Notizheftchen zutage. Es ist randvoll gekritzelt mit Liebesschwüren, Kochrezepten und vergeblichen Verabredungsversuchen. Wer hat das geschrieben und warum?

 

Eine Arbeiterin, ein Ingenieur und eine Buchhalterin: Sie haben in einer Stadt gelebt, in einem Betrieb gearbeitet - an einem Projekt: dem Fortschritt der Mikroelektronik in der DDR. Und doch könnten ihre Geschichten nicht unterschiedlicher sein.

Hans-Jürgen Straub, 2007 Vorstandsvorsitzender von X-Fab (imago/momentphoto/Robert Michael ) Hans-Jürgen Straub, 2007 Vorstandsvorsitzender von X-Fab (imago/momentphoto/Robert Michael )

Eine Arbeiterin, ein Ingenieur und eine Buchhalterin: Sie haben in einer Stadt gelebt, in einem Betrieb gearbeitet - an einem Projekt: dem Fortschritt der Mikroelektronik in der DDR. Und doch könnten ihre Geschichten nicht unterschiedlicher sein.

 

Renés Haare sind zu lang. Sein Vater Robert muss zum Schuldirektor. Roberts Haare sind noch länger. Der Direktor gibt auf: Künstler! Narrenfreiheit! So einfach ist das nicht, sagt Ruth und dichtet: „Ich will was ich will aber was ich will kann ich nicht.”

Renè Rehfeldt und Ruth Wolf-Rehfeldt (Lutz Wohlrab) Renè Rehfeldt und Ruth Wolf-Rehfeldt (Lutz Wohlrab)

Renés Haare sind zu lang. Sein Vater Robert muss zum Schuldirektor. Roberts Haare sind noch länger. Der Direktor gibt auf: Künstler! Narrenfreiheit! So einfach ist das nicht, sagt Ruth und dichtet: „Ich will was ich will aber was ich will kann ich nicht.”

 

In der Abgeschiedenheit der kolumbianischen Sierra Nevada wächst eine Kakaobohne, aus der laut Feinschmeckern "der beste Kakao der Welt" hergestellt wird. Lassen sich Gourmet-Hype und die Vorstellungen der indigenen Bevölkerung vereinbaren?

Kakaopflücker vom Stamm der Arhuacos ( Łukasz Tomaszewski) Kakaopflücker vom Stamm der Arhuacos ( Łukasz Tomaszewski)

In der Abgeschiedenheit der kolumbianischen Sierra Nevada wächst eine Kakaobohne, aus der laut Feinschmeckern "der beste Kakao der Welt" hergestellt wird. Lassen sich Gourmet-Hype und die Vorstellungen der indigenen Bevölkerung vereinbaren?

 

Es ist oft mehr als ein Spiel: Dichtungen, Kunstwerke, Musik oder Filme, die angeblich von Künstlern geschaffen worden sein sollen, obwohl es diese nie gab. Fake als künstlerische Strategie stellt oft auf raffinierte Weise jede Form von Gewissheit in Frage. Auch mit dem Ziel, schlichtweg zu unterhalten.

"Grete Penelope Mars" eine fiktive Figur, die sich die Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch ausgedacht hat (Deutschlandradio / Achim Hahn) "Grete Penelope Mars" eine fiktive Figur, die sich die Düsseldorfer Künstlerin Kristina Buch ausgedacht hat (Deutschlandradio / Achim Hahn)

Es ist oft mehr als ein Spiel: Dichtungen, Kunstwerke, Musik oder Filme, die angeblich von Künstlern geschaffen worden sein sollen, obwohl es diese nie gab. Fake als künstlerische Strategie stellt oft auf raffinierte Weise jede Form von Gewissheit in Frage. Auch mit dem Ziel, schlichtweg zu unterhalten.

 

Bosheit vergeistigt, weil sie eine Gelegenheit ist, Geist zu bekommen und fein zu werden, schreibt Friedrich Nietzsche in seinem Buch 'Jenseits von Gut und Böse'. Boshaftigkeit hat etwas mit Intelligenz, mit Verstand zu tun, mit dem Willen zu schaden, fein zu tricksen, geschickt zu täuschen, raffiniert zu manipulieren.

Zwei Frauen mit Hexenmasken blicken wild in die Kamera (dpa/Swen Pförtner) Zwei Frauen mit Hexenmasken blicken wild in die Kamera (dpa/Swen Pförtner)

Bosheit vergeistigt, weil sie eine Gelegenheit ist, Geist zu bekommen und fein zu werden, schreibt Friedrich Nietzsche in seinem Buch 'Jenseits von Gut und Böse'. Boshaftigkeit hat etwas mit Intelligenz, mit Verstand zu tun, mit dem Willen zu schaden, fein zu tricksen, geschickt zu täuschen, raffiniert zu manipulieren.

 

Seit 2008 sind die vier Zafars auf der Flucht. Als sie 2015 nach Bremen kommen, ist der Jüngste 16, die Älteste 26 Jahre alt. Sie tun alles, um eines Tages gute Bürger dieses Landes zu werden. Aber die Angst lässt die Geschwister nicht los.

Feature Freitag, 03.05.2019 - 20:10 Uhr Die Geschwister Zafar Vier junge Afghanen wollen bleiben Von Maike Hildebrand Regie: Hüseyin Michael Cirpici Produktion: Dlf 2019 (Deutschlandradio / Maike Hildebrand) Feature Freitag, 03.05.2019 - 20:10 Uhr Die Geschwister Zafar Vier junge Afghanen wollen bleiben Von Maike Hildebrand Regie: Hüseyin Michael Cirpici Produktion: Dlf 2019 (Deutschlandradio / Maike Hildebrand)

Seit 2008 sind die vier Zafars auf der Flucht. Als sie 2015 nach Bremen kommen, ist der Jüngste 16, die Älteste 26 Jahre alt. Sie tun alles, um eines Tages gute Bürger dieses Landes zu werden. Aber die Angst lässt die Geschwister nicht los.

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