Ein Kunstwerk, das zum Zwanzigfachen seines Schätzpreises gekauft wurde, kommt an keine Wand. Es wandert in ein Zollfreilager, geschützt vor Feuer, Dieben und Fragen. Diskretion ist Ehrensache. Doch in den letzten Jahren wurden allerlei Machenschaften enthüllt - von Geldwäsche bis zum Handel mit Raubkunst.

Zollfreilager "ZentralDepot" in Meiningen (ZentralDepot / Andreas Gehrke) Zollfreilager "ZentralDepot" in Meiningen (ZentralDepot / Andreas Gehrke)

Ein Kunstwerk, das zum Zwanzigfachen seines Schätzpreises gekauft wurde, kommt an keine Wand. Es wandert in ein Zollfreilager, geschützt vor Feuer, Dieben und Fragen. Diskretion ist Ehrensache. Doch in den letzten Jahren wurden allerlei Machenschaften enthüllt - von Geldwäsche bis zum Handel mit Raubkunst.

 

Aus Solschenizyns Büchern weiß die Welt von Niedertracht und Menschlichkeit im System der stalinistischen Straflager. Dafür musste der Nobelpreisträger seine Heimat verlassen. Als er 1994 nach Russland zurückkehrte, ruhten die Hoffnungen der Opposition auf ihm - die er bitter enttäuschte.

Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn 1983 im US-amerikanischen Maine (imago / Leemage / Sophie Bassouls) Der russische Schriftsteller Alexander Solschenizyn 1983 im US-amerikanischen Maine (imago / Leemage / Sophie Bassouls)

Aus Solschenizyns Büchern weiß die Welt von Niedertracht und Menschlichkeit im System der stalinistischen Straflager. Dafür musste der Nobelpreisträger seine Heimat verlassen. Als er 1994 nach Russland zurückkehrte, ruhten die Hoffnungen der Opposition auf ihm - die er bitter enttäuschte.

 

Der Latinpopsong "Despacito" ist nicht nur deshalb zum größten Sommerhit aller Zeiten geworden, weil so viele Nutzer das Video in den sozialen Netzwerken geteilt haben. Hinter den Klickmaschinen steckt noch etwas ganz anderes. Ein Blick hinter die Mechanismen der Hits im Netz.

Luis Fonsis Song "Despacito" ist der meistgestreamte Song aller Zeiten. (imago - Agustin Salinas) Luis Fonsis Song "Despacito" ist der meistgestreamte Song aller Zeiten. (imago - Agustin Salinas)

Der Latinpopsong "Despacito" ist nicht nur deshalb zum größten Sommerhit aller Zeiten geworden, weil so viele Nutzer das Video in den sozialen Netzwerken geteilt haben. Hinter den Klickmaschinen steckt noch etwas ganz anderes. Ein Blick hinter die Mechanismen der Hits im Netz.

 

Für Kommissar Sejer überschlagen sich die Ereignisse: Ein Schizophrener flieht aus der Anstalt, eine Bank wird überfallen und eine alte Frau in ihrem Haus am Waldrand ermordet. Wie hängt das alles zusammen?

Holzhaus am Waldrand (imago stock&people) Holzhaus am Waldrand (imago stock&people)

Für Kommissar Sejer überschlagen sich die Ereignisse: Ein Schizophrener flieht aus der Anstalt, eine Bank wird überfallen und eine alte Frau in ihrem Haus am Waldrand ermordet. Wie hängt das alles zusammen?

Neuland

Neuland (1/6) DDR Staatschef Erich Honecker mit dem ersten 1-Megabit-Chip am 12. September 1988 in Berlin (dpa / picture alliance/akg-images / Montage: Bens)

Zurück in der Zukunft

Das Jahr 1988: Stolze Ingenieure aus Dresden präsentieren ihrem Staatschef Erich Honecker ein funktionstüchtiges Muster des 1-Megabit-Chips. Im Uranbergwerk „Willi Agatz“ erfahren die Kumpel, wie ihre Zukunft mit der Mikroelektronik verknüpft sein wird. Und beim ökologischen Arbeitskreis packt ein Whistleblower aus.

Neuland (2/6) Uranbergbaubetrieb Willi Agatz, Dresden (Fuciker (Jürgen Obiegli) / Montage: Bens)

Alles machen ohne nichts

Das Jahr 1986: In Jena entwickeln die Dresdner Mikroelektroniker einen ehrgeizigen Plan. Doch das Embargo des Westens behindert die Entwicklung. Im Bergwerk Gittersee wird vor der Schließung im Raubbau noch rausgeholt was geht. Und im westdeutschen Hanau brechen vier Ingenieure zu einer ungewöhnlichen Dienstreise auf.

Neuland (3/6) VEB Spurenmetalle Freiberg, April 1989. Der Betrieb war zu DDR-Zeiten Entwickler und Produzent von Reinststoffen und Halbleitergrundmaterial für die gesamte elektronische Bauelementeindustrie der DDR. (dpa /ZB / Wolfgang Thieme / Montage: Bens)

Investitionen

Das Jahr 1987: Geräuschlose U-Boote durchkreuzen die Pläne eines Handels zwischen Japan und der DDR. Stattdessen fahren Dresdner Ingenieure nach Westdeutschland. Kurze Zeit später liefern die Westdeutschen „Spielzeug“ nach Dresden. In Gittersee, dem Standort des Uranbergwerks, wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe.

Neuland (5/6) Demo DDR, Herbst 1989 (Rigo Pohl)

Die große Gleichzeitigkeit

Das Jahr 1989: Das Westfernsehen kommt nach Gittersee. Die Bürger werden mutiger, die Proteste gegen das Werk lauter. Noch werden Demonstranten niedergeknüppelt und ins Gefängnis gesteckt. Die Dresdner Ingenieure ahnen, dass der Wind sich dreht. Und die Kumpel in Gittersee stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Neuland (6/6) Knapp vier Wochen nach dem 40. Jahrestag der DDR kommt es am 4.11.1989 in Ostberlin zu der bislang größten nichtstaatlichen Demonstration in der DDR. Über 500.000 Menschen gehen auf die Straße, um für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen in ihrem Land zu demonstrieren. (dpa-Bildarchiv / Wolfgang Weihs)

Transformationen

Die Jahre 1989/90: Das DDR-Regime gibt sich geschlagen, die Umweltbewegung feiert einen Erfolg und der ökologische Arbeitskreis bekommt einen Preis. Das Megabit-Projekt wird vorzeitig abgeschlossen und in Gittersee fahren die Kumpel ein letztes Mal in den Schacht ein. Für den Chip findet sich eine neue Verwendung.

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Hörspiel

Das Hörspiel zu Babylon Berlin Der nasse Fisch - Das Hörspiel zu Babylon Berlin (Deutschlandradio / Nova)

Der nasse Fisch

Die Hörspiel-Serie zum TV-Event ist eine Zeitreise ins Berlin der 20er Jahre. Kommissar Gereon Rath stößt bei seinen Mordermittlungen in ein Wespennest. Und dabei ahnt er nicht, dass das personifizierte Böse jeden seiner Schritte genau beobachtet.

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Feature

 

Velbert bei Essen, 1940. Nachts leuchtet es hell, eine Eisenbahn dreht ihre Runden um Industrie-Sheddächer, oder etwas, das von oben so aussieht. In Wirklichkeit ist alles Attrappe. Die Krupp'sche Nachtscheinanlage ist nur eine von vielen streng geheimen Scheinanlagen im Zweiten Weltkrieg.

Leitbunker Krupp'sche Nachtscheinanlage Velbert (Holger Bräutigam) Leitbunker Krupp'sche Nachtscheinanlage Velbert (Holger Bräutigam)

Velbert bei Essen, 1940. Nachts leuchtet es hell, eine Eisenbahn dreht ihre Runden um Industrie-Sheddächer, oder etwas, das von oben so aussieht. In Wirklichkeit ist alles Attrappe. Die Krupp'sche Nachtscheinanlage ist nur eine von vielen streng geheimen Scheinanlagen im Zweiten Weltkrieg.

 

In der Jugend eine Folk-Ikone mit sirenenhaftem Sopran. 30 Jahre später eine lebende Legende mit brüchigem Alt. Was an Joni Mitchell fasziniert, berührt, manchmal auch verstört, das erzählt ihre Stimme.

Joni Mitchell im Jahr 2013 in Toronto, Kanada  (picture-alliance / dpa / Aaron Vincent Elkaim) Joni Mitchell im Jahr 2013 in Toronto, Kanada  (picture-alliance / dpa / Aaron Vincent Elkaim)

In der Jugend eine Folk-Ikone mit sirenenhaftem Sopran. 30 Jahre später eine lebende Legende mit brüchigem Alt. Was an Joni Mitchell fasziniert, berührt, manchmal auch verstört, das erzählt ihre Stimme.

 

Zwei Menschen, ein Himmel. Über Israel und Palästina. Kann der Himmel nicht ein geeinter, utopischer Raum sein? Der palästinensische Meteorologe Ayman Mohsen und die israelische Kriminologin Anat Berko stehen im Mittelpunkt einer Sendung jenseits der Frontlinien, über den Köpfen der Menschen.

Kraniche ziehen am Himmel an einem Halbmond vorbei (imago/photo2000) Kraniche ziehen am Himmel an einem Halbmond vorbei (imago/photo2000)

Zwei Menschen, ein Himmel. Über Israel und Palästina. Kann der Himmel nicht ein geeinter, utopischer Raum sein? Der palästinensische Meteorologe Ayman Mohsen und die israelische Kriminologin Anat Berko stehen im Mittelpunkt einer Sendung jenseits der Frontlinien, über den Köpfen der Menschen.

 

Angst und Misstrauen beherrschen seit fast 20 Jahren das Verhältnis zwischen Juden und Moslems in europäischen Großstädten. Die einen sind wütend über die Behandlung von Palästinensern durch Israel, die anderen fühlen sich stellvertretend für den jüdischen Staat zu Zielscheiben von Hass und Gewalt gemacht.

Rabbiner Elias Dray aus Amberg und Ender Cetin, islamischer Theologe aus Berlin, besuchen regelmäßig im Rahmen des Bildungs- und Begegnungsprojektes "meet2respect" Berliner Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern. (imago / epd-bild / Christian Ditsch) Rabbiner Elias Dray aus Amberg und Ender Cetin, islamischer Theologe aus Berlin, besuchen regelmäßig im Rahmen des Bildungs- und Begegnungsprojektes "meet2respect" Berliner Schulklassen mit mehrheitlich muslimischen Schülern. (imago / epd-bild / Christian Ditsch)

Angst und Misstrauen beherrschen seit fast 20 Jahren das Verhältnis zwischen Juden und Moslems in europäischen Großstädten. Die einen sind wütend über die Behandlung von Palästinensern durch Israel, die anderen fühlen sich stellvertretend für den jüdischen Staat zu Zielscheiben von Hass und Gewalt gemacht.

 

Der Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland einer der häufigsten gynäkologischen Eingriffe: Rund 100.000 Mal im Jahr lassen Frauen abtreiben. Die wenigsten sprechen darüber, kaum ein Arzt bekennt sich dazu, denn Abtreibung ist strafbewehrt. Hinter dem Tabu hat sich gefährliches Unwissen angestaut.

Eine junge Frau auf einem Steg blickt ins Wasser (imago) Eine junge Frau auf einem Steg blickt ins Wasser (imago)

Der Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland einer der häufigsten gynäkologischen Eingriffe: Rund 100.000 Mal im Jahr lassen Frauen abtreiben. Die wenigsten sprechen darüber, kaum ein Arzt bekennt sich dazu, denn Abtreibung ist strafbewehrt. Hinter dem Tabu hat sich gefährliches Unwissen angestaut.

 

August Strindberg nannte diese Menschen seinen unpersönlichen Bekanntenkreis: Ob auf dem Arbeitsweg, in der Kantine oder beim Gassigehen - unbekannte Bekannte sind Menschen, die sich regelmäßig begegnen, ohne einander anzusprechen. Aber was passiert, wenn man es doch einmal tut?

Von oben sind mehrere Menschen auf einer Einkaufsstraße zu sehen, darunter zwei modisch gekleidete, junge Frauen mit Einkaufstüten in der Hand - aufgenommen am 26.05.2017 in Berlin im Stadtteil Steglitz. (dpa / Wolfram Steinberg) Von oben sind mehrere Menschen auf einer Einkaufsstraße zu sehen, darunter zwei modisch gekleidete, junge Frauen mit Einkaufstüten in der Hand - aufgenommen am 26.05.2017 in Berlin im Stadtteil Steglitz. (dpa / Wolfram Steinberg)

August Strindberg nannte diese Menschen seinen unpersönlichen Bekanntenkreis: Ob auf dem Arbeitsweg, in der Kantine oder beim Gassigehen - unbekannte Bekannte sind Menschen, die sich regelmäßig begegnen, ohne einander anzusprechen. Aber was passiert, wenn man es doch einmal tut?

 

Walter Hagemann wurde 1945 erster Redakteur der Münchner "Neuen Zeitung". Er zählte zu den Gründungsmitgliedern der CSU, wurde Direktor des Instituts für Publizistik an der Universität Münster. Eigentlich eine klassische konservative Karriere - hätte er nicht auch gegen die Atombewaffnung protestiert.

Professor Walter Hagemann am Rednerpult, 1958 (SZ Photo / Max Scheler) Professor Walter Hagemann am Rednerpult, 1958 (SZ Photo / Max Scheler)

Walter Hagemann wurde 1945 erster Redakteur der Münchner "Neuen Zeitung". Er zählte zu den Gründungsmitgliedern der CSU, wurde Direktor des Instituts für Publizistik an der Universität Münster. Eigentlich eine klassische konservative Karriere - hätte er nicht auch gegen die Atombewaffnung protestiert.

 

Im Arbeitszeugnis für Niels Högel stand: "In kritischen Situationen handelte er überlegt und sachlich richtig." So schrieb das Klinikum Oldenburg im Jahr 2002. Kurz zuvor war ihm wegen Mordverdachts gekündigt worden. Wieso verhinderte niemand, dass er danach im Klinikum Delmenhorst weiter mordete?

Der Flur eines Krankenhauses (imago stock&people) Der Flur eines Krankenhauses (imago stock&people)

Im Arbeitszeugnis für Niels Högel stand: "In kritischen Situationen handelte er überlegt und sachlich richtig." So schrieb das Klinikum Oldenburg im Jahr 2002. Kurz zuvor war ihm wegen Mordverdachts gekündigt worden. Wieso verhinderte niemand, dass er danach im Klinikum Delmenhorst weiter mordete?

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Magazin

otic - das Studentenradio Sybella Perry von otic. radio (Sybella Perry)

Wo Radio-Essay auf Live-Elektronik trifft

Live-Lesungen, Hörspiele und Klangkunst: Das otic. radio an der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) bewegt sich zwischen aufwendigen Produktionen und amateurhaften Versuchsanordnungen. Ein Angebot nicht nur für die Studierenden, sondern für alle, die sich für radiophone Experimente begeistern.

Ausstellung "Radiophonic Spaces" "Radiophonic Spaces" Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, 2018 (HKW / Katy Otto)

Wachmacher nicht nur für die Ohren

Das Berliner Haus der Kulturen der Welt ist kein ethnologisches Museum. Aber wer es derzeit betritt, könnte meinen, dass ein Schamane das Radio zum Gegenstand eines archaischen Kults erkoren hat. Doch es geht auch um Kritik: Wer darf im Radio sprechen - und wer nicht? Fragt der Künstler Anton Kats.

Hörspielmagazin: Gespräch Uranbergbaubetrieb Willi Agatz, Dresden / DDR-Staatschef Erich Honecker mit erstem 1-Megabit-Chip 1988 (Collage) (Fuciker (Jürgen Obiegli) / picture alliance/akg-images / Collage: Bens)

"Neuland" - sechsteilige Feature-Serie im Dlf

Anhand des Kosmos der Mikroelektronik erzählt die Autorin Dörte Fiedler in sechs Teilen ein Stück deutsch-deutsche Wirtschafts- und Sozialgeschichte aus den letzten Jahren der DDR und der Wendezeit. Im Gespräch mit Sabine Küchler berichten sie und Redakteur Wolfgang Schiller über die Entstehung der Feature-Serie.

Klang macht Geschichte Die Klangkünstlerin Marie Guérin steht vor einer Wand im Halbmondlager in Wünsdorf und nimmt mit einem Mikrofon auf. (Anne Kropotkine)

Und plötzlich singen Geister

Die französische Klangkünstlerin Marie Guérin tourt im November und Dezember mit einer Performance durch Deutschland. Im Interview spricht sie über bretonische Kriegsgefangene, die aus dem Ersten Weltkrieg in die Gegenwart funken.

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Kriminalhörspiel

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Wurfsendung

Klangkunst