Das Feature, vom 23.04.2019

Glaubenskrieg um einen ChemiewaffeneinsatzGiftgas in Duma

Von Marc Thörner

Der bisher letzte Giftgaseinsatz in Syrien hat zu 40 bis 70 Toten geführt und löste einen US-geführten Luftschlag aus. Was spielte sich am 7. April 2018 in der damals umkämpften Stadt nahe Damaskus wirklich ab?

Ein Motorrad mit einer Frau und einem Mann fährt durch einen zerstörten Straßenzug. (AFP/LOUAI BESHARA)
Eine Szene aus Duma - neun Tage nach dem mutmaßlichen Giftgasangriff auf die ehemalige syrische Rebellenhochburg (AFP/LOUAI BESHARA)

Regimegegner beschuldigen das Assad-Regime, die eigene Bevölkerung zu vergiften. Fürsprecher des syrischen Machthabers werfen dagegen den von Saudi-Arabien unterstützten Oppositionellen vor, Baschar al Assad für alle Zukunft diskreditieren zu wollen. Der Untersuchungsbericht der OPCW, der Organisation für das Verbot chemischer Waffen, liegt inzwischen vor. Russland und Syrien bestreiten die Ergebnisse.

Marc Thörner recherchierte unter anderem im syrischen Duma und im Hauptquartier der oppositionellen syrischen Zivilschutzorganisation Weißhelme. Er geriet in den Fokus des syrischen Geheimdienstes und in ein Labyrinth von Propaganda, Korruption und Verschwörungstheorien. Eine Spurensuche mit aufschlussreichen Einsichten.

Produktion: Dlf 2019

Marc Thörner wurde 1964 in Hamburg geboren. Der Journalist und Sachbuchautor hat Geschichts- und Islamwissenschaften an der Universität Hamburg studiert. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Maghreb-Länder, die Golfstaaten, der Irak, Pakistan und Afghanistan. Er lebt in Hamburg und Rabat.