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Kulturnachrichten

Dienstag, 30. Dezember 2014

Geheime Liste: WestLB-Nachfolger Portigon besitzt rund 400 Kunstwerke

Die Kunstsammlung der WestLB-Nachfolgerin Portigon ist deutlich größer als bislang angenommen

Wie die "Rheinische Post" berichtete, umfasst die Kollektion rund 400 Werke. Bisher war von einem Kunstschatz mit über 200 Werken ausgegangen worden. Die konkrete Liste der einzelnen Gegenstände in Portigon-Besitz bleibe streng vertraulich, teilte ein Sprecher des Düsseldorfer Finanzministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) hatte bereits vor den Weihnachtsferien in einer Sitzung des Haushaltsausschusses auf die Sondersituation der Portigon AG hingewiesen. Da sie abgewickelt werden müsse, dürfe der Verkaufsprozess nicht behindert werden.

Luise Rainer gestorben

Die frühere Hollywood-Schauspielerin starb im Alter von 104 Jahren

Das bestätigte ihre Tochter Francesca Knittel-Bowyer. Ihre Mutter sei in ihrem Haus in London einer Lungenentzündung erlegen. Die Schauspielerin machte in den 1930er Jahren in Hollywood Furore und gewann als erste zwei Mal in Folge einen Oscar als beste Schauspielerin: 1936 für den Film "The Great Ziegfeld" und im Jahr darauf für "The Good Earth". Anschließend brach ihre Karriere allerdings abrupt ab. Sie verließ Hollywood und verbrachte den größten Teil ihres Lebens in England.

Israels Nationalbibliothek stellt deutsches Kulturgut ins Netz

Die größte israelische Bibliothek plant eine besondere Geste zum 50. Jubiläum der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland

Sie veröffentlicht 50 Dokumente der deutsch-jüdischen Zeitgeschichte. Als erstes wird ein Originalbrief des1922 von Rechtsextremisten ermordeten Politikers Walther Rathenau an den befreundeten österreichischen Schriftsteller Stefan Zweig veröffentlicht. Der Brief vom 24. Oktober 1914 ist Teil von 50 Exponaten der deutsch-jüdischen Kulturgeschichte, die die israelische Nationalbibliothek in Jerusalem von Jahresbeginn an im Wochentakt ins Internet stellt. Anlass ist das 50. Jubiläumsjahr der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Die Exponate stammen alle aus dem Zeitraum zwischen 1914 und 1989. Dazu zählt auch der Brief des ersten deutschen Botschafters in Israel, Rolf Pauls, an die Tochter des österreichisch-jüdischen Religionsphilosophen Martin Buber. Er informiert sie in dem Schreiben aus dem Jahre 1966, dass in Berlin-Zehlendorf eine Straße nach ihrem Vater benannt werden soll. Die Bibliothek - eine der größten im Nahen Osten - hat einen besonderen deutschen Schwerpunkt. Sehr viele Dokumente kommen aus Deutschland, es gibt sehr viele Verbindungen zur deutsch-jüdischen Kultur.

Choreograph William Forsythe wird heute 65 Jahre alt

Der gebürtige New Yorker zählt zu den wichtigsten zeitgenössischen Choreografen und gilt als Erneuerer des Tanzes

Forsythe leitete jahrzehntelang das Ballett in Frankfurt am Main, bis die Stadt 2004 die Tanzsparte an den Städtischen Bühnen auflöste. Der Choreograf gründete daraufhin "The Forsythe Company", die vor allem in Frankfurt, Dresden und Zürich auftritt. William Forsythe hat sich vor einigen Monaten aus gesundheitlichen Gründen aus der Leitung der Kompanie zurückgezogen, ist aber weiterhin ihr künstlerischer Berater.

Grütters akzeptiert keine Ausreden mehr bei Suche nach NS-Raubkunst

Ein Jahr nach der Enthüllung der Gurlitt-Affäre rief die Kulturstaatsministerin die Museen auf, sich bei der Suche nach NS-Raubkunst in ihren Sammlungen anzustrengen

Der öffentliche Druck sei so stark, dass sich keiner mehr herausreden kann, sagte sie. Museen könnten sich fortan auch nicht auf Geldmangel berufen. Der Bund habe die Mittel für die Provenienzrecherche im laufenden Jahr verdoppelt und ab 2015 verdreifacht, sagte Grütters weiter. Laut Umfragen des Instituts für Museumsforschung sei in rund 2300 Sammlungen in deutschen Museen ein Raubkunstverdacht nicht auszuschließen. Künftig würden die Museen nicht nur an ihrer Einkaufs- und Ausstellungspolitik gemessen werden, sondern auch daran, wie sie mit ihrer Geschichte und der ihrer Sammlungen umgingen. Am 1. Januar nimmt in Magdeburg das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste seine Arbeit auf. Im November 2013 war bekanntgeworden, dass bei dem Kunsthändlersohn Cornelius Gurlitt in München Hunderte Bilder gefunden worden waren, deren Herkunft unklar war. In Einzelfällen hat sich der Verdacht auf NS-Raubkunst mittlerweile bestätigt.

Sternsinger-Aktion startet in Paderborn

Bis zum Mittag wurden rund 2.500 Sternsinger aus ganz Deutschland erwartet

Die Feiern zur Eröffnung der 57. Sternsinger-Aktion haben am Dienstag in Paderborn begonnen. Am Nachmittag soll die Aktion mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom mit dem Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker eröffnet werden. Unter dem Motto "Segen bringen, Segen sein" ziehen rund um den 6. Januar wieder in ganz Deutschland Sternsinger von Tür zu Tür. Sie sammeln vor allem Geld für eine gesunde Ernährung für Kinder in armen Ländern. Als Heilige Drei Könige verkleidete Kinder sind in allen 27 katholischen Bistümern in Deutschland unterwegs. Sie schreiben den Segensspruch "Christus mansionem benedicat" (Christus segne dieses Haus) an die Türen und sammeln Spenden für Gleichaltrige in armen Ländern.

Lichtkunstwerk zum Ulmer Münsterturm-Jubiläum startet an Neujahr

Die Stadt Ulm lässt zur 125-Jahr-Feier des Münsterturms das gotische Bauwerk von Einbruch der Dunkelheit bis Mitternacht zum Lichtkunstwerk werden

Am 1. Januar um 17 Uhr soll die 365 Tage dauernde Lichtinstallation "Münsterscanning" starten, wie Ingo Bergmann, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Ulm, am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst sagte. Der Stuttgarter Lichtkünstler Joachim Fleischer wird das Wahrzeichen der Stadt mit beweglichen Scheinwerfern und stationären Leuchten langsam abtasten. Dadurch soll ein kontrastreiches, rhythmisches Spiel mit Konturen und Schatten entstehen. Im Jubiläumsjahr wird es weitere Kunstaktionen zum 161,5 Meter hohen Münsterturm geben. Der Turm wurde im Jahr 1890 vollendet und ist der höchste Kirchturm der Welt.

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