Das Feature, vom 14.09.2010, 19:15 Uhr

Françafrique - eine Schule der Diktatoren

Frankreichs Afrikapolitik in der Kritik
Von Ruth Jung

<em>"Afrika ohne Frankreich ist wie ein Auto ohne Fahrer. Frankreich ohne Afrika ist wie ein Auto ohne Benzin."</em>

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (rechts) begrüßt den damaligen Staatschef von Gabun, Omar Bongo, vor dem Elysee Palast im Juli 2008. (AP)
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy (rechts) begrüßt den damaligen Staatschef von Gabun, Omar Bongo, vor dem Elysee Palast im Juli 2008. (AP)

Ein Ausspruch von Omar Bongo. Über 41 Jahre beherrschte der "dienstälteste" afrikanische Diktator das erdölreiche Gabun. Ein Veteran der sogenannten Françafrique.

Das von de Gaulle etablierte Geflecht politischer, strategischer und ökonomischer Beziehungen sichert Frankreichs Interessen in Afrika nach dem Ende des Kolonialismus.

Nachdem Omar Bongo im Juni 2009 starb, wurde offenkundig, wie tief Frankreich in Afrika in Korruption und Wahlbetrug verstrickt ist. Jacques Chirac wird vorgeworfen, er habe sich seinen Präsidentschaftswahlkampf 1981 von Omar Bongo finanzieren lassen. Eigentlich wollte Nicolas Sarkozy Schluss machen mit den Machenschaften der Françafrique.

Er rief 2010 zum "afrikanischen Jahr" aus und fordert eine tief greifende Reform. Aber wie soll die aussehen, wenn die Geschäfte bestens laufen?


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