Freistil, vom 20.09.2020, 20:05 Uhr

Fips Asmussen, der letzte AlleinunterhalterWitz, komm raus!

Treffen sich zwei Blinde. Sagt der eine: „Lange nicht gesehen". Als der Begriff „Comedy" noch nicht erfunden war, erzählte Fips Asmussen schon Witze am laufenden Band. Schmerzfrei, ohne Satire, ohne Moral, ohne Mehrwert. Im August ist der Entertainer gestorben.

Fips Asmussen bei einem Auftritt in der Kulturbrauerei in Görlitz, 2017. (Imago / Future Image)
Die Platten von James Last, deutsche Schlager und die Witz-LPs von Fips Asmussen: All das gehörte in den 1970ern in jede gut sortierte Partykellersammlung. (Imago / Future Image)

Vor allem in den 1970er-Jahren verkauften sich seine LPs und Kassetten mit Titeln wie „Kennen Sie den?" millionenfach und dienten als Stimmungshelfer in den Partykellern der alten Bundesrepublik. Anhand der Lacher nach Asmussens Gags lässt sich studieren, was die Nation einmal bewegte. Asmussens Humor schien im 21. Jahrhundert wie aus der Zeit gefallen. Und doch fand er noch immer sein Publikum - als letzter Handlungsreisender in Witzen.

Wie hat er das gemacht? Und was hat das mit ihm gemacht? Über 50 Jahre lang erzählte er Witze der eher flacheren Sorte und sein Erfolg war bis zum Schluss ungebrochen. Am 9. August 2020 ist der gebürtige Hamburger, der eigentlich Rainer Priess hieß, im Alter von 82 Jahren verstorben. Dieses Feature erinnert an einen Entertainer der besonderen Art.

Witz, komm raus!
Fips Asmussen, der letzte Alleinunterhalter
Von Oliver Kobold und Jochen Wobser

Regie: Iris Drögekamp
Es sprachen: Tim Seyfi und Sebastian Mirow
Ton und Technik: Andreas Völzing und John Krol
Redaktion Dlf: Klaus Pilger
Produktion: SWR 2017

"Witz, komm raus!". Fips Asmussen, der letzte Alleinunterhalter (PDF)

"Witz, komm raus!". Fips Asmussen, der letzte Alleinunterhalter (Textversion)

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