Alle sechs Folgen

 

Das Jahr 1988: Stolze Ingenieure aus Dresden präsentieren ihrem Staatschef Erich Honecker ein funktionstüchtiges Muster des 1-Megabit-Chips. Im Uranbergwerk „Willi Agatz“ erfahren die Kumpel, wie ihre Zukunft mit der Mikroelektronik verknüpft sein wird. Und beim ökologischen Arbeitskreis packt ein Whistleblower aus.

DDR Staatschef Erich Honecker mit dem ersten 1-Megabit-Chip am 12. September 1988 in Berlin (dpa / picture alliance/akg-images / Montage: Bens) DDR Staatschef Erich Honecker mit dem ersten 1-Megabit-Chip am 12. September 1988 in Berlin (dpa / picture alliance/akg-images / Montage: Bens)

Das Jahr 1988: Stolze Ingenieure aus Dresden präsentieren ihrem Staatschef Erich Honecker ein funktionstüchtiges Muster des 1-Megabit-Chips. Im Uranbergwerk „Willi Agatz“ erfahren die Kumpel, wie ihre Zukunft mit der Mikroelektronik verknüpft sein wird. Und beim ökologischen Arbeitskreis packt ein Whistleblower aus.

 

Das Jahr 1986: In Jena entwickeln die Dresdner Mikroelektroniker einen ehrgeizigen Plan. Doch das Embargo des Westens behindert die Entwicklung. Im Bergwerk Gittersee wird vor der Schließung im Raubbau noch rausgeholt was geht. Und im westdeutschen Hanau brechen vier Ingenieure zu einer ungewöhnlichen Dienstreise auf.

Uranbergbaubetrieb Willi Agatz, Dresden (Fuciker (Jürgen Obiegli) / Montage: Bens) Uranbergbaubetrieb Willi Agatz, Dresden (Fuciker (Jürgen Obiegli) / Montage: Bens)

Das Jahr 1986: In Jena entwickeln die Dresdner Mikroelektroniker einen ehrgeizigen Plan. Doch das Embargo des Westens behindert die Entwicklung. Im Bergwerk Gittersee wird vor der Schließung im Raubbau noch rausgeholt was geht. Und im westdeutschen Hanau brechen vier Ingenieure zu einer ungewöhnlichen Dienstreise auf.

 

Das Jahr 1987: Geräuschlose U-Boote durchkreuzen die Pläne eines Handels zwischen Japan und der DDR. Stattdessen fahren Dresdner Ingenieure nach Westdeutschland. Kurze Zeit später liefern die Westdeutschen „Spielzeug“ nach Dresden. In Gittersee, dem Standort des Uranbergwerks, wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe.

VEB Spurenmetalle Freiberg, April 1989. Der Betrieb war zu DDR-Zeiten Entwickler und Produzent von Reinststoffen und Halbleitergrundmaterial für die gesamte elektronische Bauelementeindustrie der DDR. (dpa /ZB / Wolfgang Thieme / Montage: Bens) VEB Spurenmetalle Freiberg, April 1989. Der Betrieb war zu DDR-Zeiten Entwickler und Produzent von Reinststoffen und Halbleitergrundmaterial für die gesamte elektronische Bauelementeindustrie der DDR. (dpa /ZB / Wolfgang Thieme / Montage: Bens)

Das Jahr 1987: Geräuschlose U-Boote durchkreuzen die Pläne eines Handels zwischen Japan und der DDR. Stattdessen fahren Dresdner Ingenieure nach Westdeutschland. Kurze Zeit später liefern die Westdeutschen „Spielzeug“ nach Dresden. In Gittersee, dem Standort des Uranbergwerks, wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe.

 

Das Jahr 1988: Mikroelektroniker aus Ost und West feiern den Jahreswechsel gemeinsam. Doch die engen Kontakte missfallen der Stasi. Speicherchips bleiben Mangelware und werden auch gegen Gurken und Blumenkohl gehandelt. In Dresden-Gittersee entlädt sich bei einer Einwohnerversammlung der Frust der Bevölkerung.

1-Megabit-Chip (Heinz Nixdorf MuseumsForum [CC BY-NC-SA] / Montage: Bens) 1-Megabit-Chip (Heinz Nixdorf MuseumsForum [CC BY-NC-SA] / Montage: Bens)

Das Jahr 1988: Mikroelektroniker aus Ost und West feiern den Jahreswechsel gemeinsam. Doch die engen Kontakte missfallen der Stasi. Speicherchips bleiben Mangelware und werden auch gegen Gurken und Blumenkohl gehandelt. In Dresden-Gittersee entlädt sich bei einer Einwohnerversammlung der Frust der Bevölkerung.

 

Das Jahr 1989: Das Westfernsehen kommt nach Gittersee. Die Bürger werden mutiger, die Proteste gegen das Werk lauter. Noch werden Demonstranten niedergeknüppelt und ins Gefängnis gesteckt. Die Dresdner Ingenieure ahnen, dass der Wind sich dreht. Und die Kumpel in Gittersee stehen vor einer ungewissen Zukunft.

Demo DDR, Herbst 1989 (Rigo Pohl) Demo DDR, Herbst 1989 (Rigo Pohl)

Das Jahr 1989: Das Westfernsehen kommt nach Gittersee. Die Bürger werden mutiger, die Proteste gegen das Werk lauter. Noch werden Demonstranten niedergeknüppelt und ins Gefängnis gesteckt. Die Dresdner Ingenieure ahnen, dass der Wind sich dreht. Und die Kumpel in Gittersee stehen vor einer ungewissen Zukunft.

 

Die Jahre 1989/90: Das DDR-Regime gibt sich geschlagen, die Umweltbewegung feiert einen Erfolg und der ökologische Arbeitskreis bekommt einen Preis. Das Megabit-Projekt wird vorzeitig abgeschlossen und in Gittersee fahren die Kumpel ein letztes Mal in den Schacht ein. Für den Chip findet sich eine neue Verwendung.

Knapp vier Wochen nach dem 40. Jahrestag der DDR kommt es am 4.11.1989 in Ostberlin zu der bislang größten nichtstaatlichen Demonstration in der DDR. Über 500.000 Menschen gehen auf die Straße, um für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen in ihrem Land zu demonstrieren. (dpa-Bildarchiv / Wolfgang Weihs) Knapp vier Wochen nach dem 40. Jahrestag der DDR kommt es am 4.11.1989 in Ostberlin zu der bislang größten nichtstaatlichen Demonstration in der DDR. Über 500.000 Menschen gehen auf die Straße, um für mehr Demokratie, Bürgerrechte und Reformen in ihrem Land zu demonstrieren. (dpa-Bildarchiv / Wolfgang Weihs)

Die Jahre 1989/90: Das DDR-Regime gibt sich geschlagen, die Umweltbewegung feiert einen Erfolg und der ökologische Arbeitskreis bekommt einen Preis. Das Megabit-Projekt wird vorzeitig abgeschlossen und in Gittersee fahren die Kumpel ein letztes Mal in den Schacht ein. Für den Chip findet sich eine neue Verwendung.

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