Feature, vom 03.08.2013, 18:05 Uhr

Die Jagd nach Yellow Cake

Uran aus dem Erzgebirge
Von Alexa Hennings

Die Jagd nach Yellow Cake in Sachsen und in Thüringen währte 45 Jahre. Sie war verlustreich und eine Katastrophe für die Landschaft, sagen die einen. Sie war Bergmannskultur, sagen die anderen, uns ging es gut.

Riesige Abraumhalden der Wismut-Bergbaugesellschaft. (AP)
Riesige Abraumhalden der Wismut-Bergbaugesellschaft. (AP)

Zwei Tonnen Uranerz mussten aus der Erde gehauen werden, um ein Kilogramm Yellow Cake zu gewinnen: ein gelbes pulverförmiges Gemisch von Uranverbindungen, der Ausgangsstoff für Brennelemente.

1947 wurde die SAG Wismut gegründet, die Sowjetunion brauchte Uran für die Bombe.

Vor allem im Westerzgebirge, dort ist die größte Uranlagerstätte der Welt, wurde abgebaut.

Um die Folgen kümmert sich heute die Wismut GmbH. Bisher wurden sechs Milliarden Euro verbaut, um verwüstete und vergiftete Landschaften, Teiche und Flüsse, Halden und Schächte zu sanieren.

Ein Ende ist nicht abzusehen.


Regie: Wolfgang Rindfleisch
Mit: Nele Rosetz, Andreas Döhler
Ton: Holger König
Produktion: MDR 2012
Länge: 54‘28


Alexa Hennings, geboren 1961 in Dresden, Journalistik-Studium in Leipzig, seit 1992 freie Autorin. Mehrere Auszeichnungen. Lebt in Mecklenburg. Zuletzt: "Lieber Uli-Bulli - Hans Fallada und seine Söhne" (DLF/NDR 2012).

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