Das Feature, vom 25.08.2009, 19:15 Uhr

Von Aureliana Sorrento

Das Viertel rund um den Stuttgarter Platz in Berlin-Charlottenburg ist das Zentrum des heutigen russischen Berlin. An jeder Ecke trifft man auf russische Feinkostläden und Supermärkte, russische Friseure, russische Kosmetiksalons, russische Gemüsehändler. Unter dem S-Bahn-Bogen lockt ein Steh-Café mit Vareniki, russischen Sahnetorten und der auf Russisch geschriebenen Begrüßung "Glücklichen Tag" zum Zwischenstopp.

Matrjoschkas lassen sich leicht nach Berlin verfrachten. (Stock.XCHNG / Monika Leon)
Matrjoschkas lassen sich leicht nach Berlin verfrachten. (Stock.XCHNG / Monika Leon)

Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verließen ehemalige Sowjetbürger in Strömen die Heimat, um den Wirren der Wendezeit zu entkommen, darunter viele, die zuvor Russisch sprachen, aber Schwierigkeiten hatten, in den neuen national bestimmten Republiken die eigene Volkszugehörigkeit zu definieren. Wie in den 20er-Jahren wurde Berlin für sie zur ersten Anlaufstelle im Westen. Mittlerweile leben zirka 100.000 russischsprachige Einwanderer in der deutschen Hauptstadt. Charlottenburg nimmt wieder Züge von "Charlottengrad" an.

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