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Literatur / Archiv | Beitrag vom 08.01.2006

Zwischen West und Ost

Literatur im RIAS

Ein Gespräch mit Hans-Georg Soldat

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Das RIAS-Gebäude im Jahr 1963 (DRadio)
Das RIAS-Gebäude im Jahr 1963 (DRadio)

Die Literatur hatte im RIAS einen besonderen Stellenwert. Das hatte geschichtliche Gründe - der Nachholbedarf an moderner Literatur war nach Nazizeit und Krieg besonders groß. Zum anderen ergab sich das aus dem Programmauftrag des Senders: freie Information für die Bevölkerung in der DDR.

Doch die Literatur war in der DDR zensiert, war Mittel der Indoktrination und der ideologischen Auseinandersetzung. Dem setzte die Literaturredaktion des RIAS das unzensierte Wort entgegen, brachte die in der DDR unterdrückten Autoren aus Ost wie West zu Gehör und machte immer wieder auf die Widersprüche zwischen sozialistischem Anspruch und stalinistischer Praxis aufmerksam.

Hans-Georg Soldat verantwortete diesen Teil in der Literaturreaktion des RIAS über insgesamt 27 Jahre, zwischen Ende 1967 und Anfang 1994. Im Gespräch mit Dorothea Westphal versucht er, die Voraussetzungen, Schwierigkeiten, die Höhepunkte und den Alltag dieser Jahre zu beschreiben.

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