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Kulturnachrichten

Dienstag, 20. Oktober 2020

Zwei Gitarren von Van Halen werden versteigert

Zwei Gitarren des kürzlich verstorbenen Rock-Musiker Eddie Van Halen unter den Hammer. Das Auktionshaus Julien's Auctions erklärte, eine E-Gitarre der Serie EVH Charvel Art von 2004 werde ebenso versteigert wie eine E-Gitarre, die Van Halen gemeinsam mit einem Gitarrentechniker in seinem Heimstudio gebaut hatte. Die Versteigerung findet am 4. und 5. Dezember statt. Je Instrument wird ein Erlös zwischen 60.000 und 80.000 Dollar erwartet. Der Gitarrist starb am 6. Oktober an Krebs. Er wurde 65 Jahre alt.

Angriff auf Kunstwerke in Berlin bereits Anfang Oktober

Nach Recherchen von "Die Zeit" und Deutschlandfunk wurde am 3. Oktober 2020 auf der Berliner Museumsinsel einer der umfangreichsten Angriffe auf Kunstwerke und Antiken in der Geschichte Nachkriegsdeutschlands verübt. Mindestens 70 Objekte wurden im Pergamonmuseum, im Neuen Museum, in der Alten Nationalgalerie und an anderen Standorten mit einer öligen Flüssigkeit bespritzt. Diese Flüssigkeit hinterließ sichtbare Flecken auf ägyptischen Sarkophagen, Steinskulpturen und Gemälden des 19. Jahrhunderts. Mehr als zwei Wochen lang wurden darüber weder die Öffentlichkeit noch andere möglicherweise gefährdete Museen informiert. Auf Anfrage bestätigten die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Polizei Berlin Beschädigungen und ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung. Zu den Motiven ist bisher nichts bekannt.

SZ bittet für Text über Igor Levit um Entschuldigung

Die Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung hat den Musiker Igor Levit und die SZ-Leser um Entschuldigung gebeten. Hintergrund ist ein Artikel, der am 16. Oktober unter der Überschrift "Igor Levit ist müde" im Feuilleton erschienen war. Darin geht es um Levit als Pianisten sowie um sein politisches Engagement und seine Äußerungen in sozialen Netzwerken. Laut SZ sei es ein "subjektiver, stellenweise sehr polemischer Text" gewesen. Auf der Homepage schreibt die Zeitung, dass manche Leserinnen und Leser den Text als antisemitisch empfinden würden, etliche sähen Levit als Künstler und Menschen herabgewürdigt. Auch er selbst sehe das so. Die SZ schreibt wörtlich: "Das tut uns leid, und deswegen bitten wir Igor Levit persönlich wie auch unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung."

Britischer Musiker Spencer Davis gestorben

Der britische Rockmusiker Spencer Davis ist tot. Er starb nach Angaben seines Managers im Alter von 81 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Davis war 1963 Gründer der Spencer Davis Group, mit der er weltweit Erfolge gefeiert hatte. Mit Hits wie „Keep on Running“, „Somebody Help Me“ und „Gimme Some Lovin’“ prägte die Band nachhaltig den Sound der 1960er Jahre mit. Als Manager einer Plattenfirma förderte er später Künstler wie Robert Palmer und Bob Marley.

Politisches Drama eröffnet die Hofer Filmtage

Mit dem Drama "Und morgen die ganzen Welt" von Julia von Heinz haben am Dienstagabend die Hofer Filmtage begonnen. Darin geht es um eine Jura-Studentin, die mit ihren Freunden gegen den Rechtsruck im Land kämpft, vor Gewalt nicht zurückschreckt und entscheiden muss, wie weit sie für ihren Widerstand gehen will. Der künstlerische Leiter des Festivals, Thorsten Schaumann, erklärte, der Film sei für ihn starkes, wichtiges und vor allem aktuelles Kino. Bis Sonntag werden laut den Veranstaltern sowohl im Kino als auch online rund 70 Spiel- und Dokumentarfilme und mehr als 50 Kurzfilme gezeigt. Die Hofer Filmtage zählen zu den wichtigen Filmfestivals im deutschsprachigen Raum und sind bekannt für die Entdeckung junger Talente.

Jüdisches Museum Frankfurt mit Festakt eröffnet

Mit einem Festakt ist am Dienstagabend das sanierte und erweiterte Jüdische Museum Frankfurt eröffnet worden. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte bei der Feier in der Alten Oper Frankfurt, das Museum setze Maßstäbe für die Zukunft. In einer Zeit, in der Antisemitismus schleichend und offen zutage trete, sei die Wiedereröffnung ein Zeichen des Selbstbewusstseins von Jüdinnen und Juden sowie aller Menschen, die Hass und Hetze entgegen träten. Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) nannte das Museum ein "strahlendes Ausrufezeichen" gegen Hass, Antisemitismus, Erniedrigung, Einschüchterung und "alles, was Menschen kleinmachen will". Von 2015 bis 2020 wurde das Haus umfassend renoviert und daneben ein Neubau errichtet. Dieser bietet Platz für Sonderausstellungen, eine öffentliche Bibliothek, ein koscheres Restaurant und einen Museumsshop.

EU-Forschungsminister wollen Forscher schützen

Angesichts von zunehmenden Anfeindungen gegen Wissenschaftler haben die EU-Forschungsminister den Wert der Wissenschaftsfreiheit in Europa hervorgehoben. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) und weitere Minister unterzeichneten die "Bonner Erklärung zur Forschungsfreiheit". Darin heißt es unter anderem: "Wir verpflichten uns gemeinsam zum Schutz der Forschungsfreiheit, insbesondere in Zeiten, in denen weltweit und auch in Europa immer häufiger von Verletzungen dieser Freiheit berichtet wird." Die europäische Gesellschaft müsse sich vor die Wissenschaftler stellen, forderte Karliczek. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass sie sich zurückzögen.

Künstler K. H. Hödicke beschenkt Münchner Museen

Münchner Museen können sich über eine bedeutende Schenkung freuen. Sie erhalten Werke von K. H. Hödicke. Der Künstler zählt neben Jörg Immendorff, Sigmar Polke, Georg Baselitz und Gerhard Richter zu einem der wichtigsten Vertreter der deutschen Nachkriegsmalerei. Die Pinakothek der Moderne erhält nach eigenen Angaben für seine Sammlung Moderne Kunst das fünfteilige Werk "Jäger und Gejagter im deutschen Wald" von 1972, das dort ab sofort zu sehen ist. Sechs weitere Arbeiten gingen an das Museum Brandhorst, das diese im Rahmen der Ausstellung "Spot On: German Pop" zeigen wird.

Klavier-Festival Ruhr sagt alle Konzerte ab

Wegen der Corona-Krise sagt das Klavier-Festival Ruhr alle zwölf bis zum Jahresende noch geplanten Konzerte ab. Intendant Franz Xaver Ohnesorg erklärte in Essen, "die aktuelle Entwicklung des Infektionsgeschehens an den Festspielorten und die damit einhergehenden wöchentlich strikter werdenden Einschränkungen für die Durchführung der Konzerte lassen dem Festival leider keine andere Wahl". Ursprünglich waren in diesem Frühjahr und Sommer rund 70 Konzerte namhafter Pianistinnen und Pianisten vorgesehen. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Termine allerdings verschoben werden. Zunächst startete das Festival mit Online-Konzerten, im Juni und Juli folgten unter Einhaltung der Hygieneschutzauflagen analoge Konzerte.

Filme der Nordischen Filmtage per Stream zu sehen

Mit weniger Filmen und weniger Zuschauerplätzen, dafür aber mit einem Online-Angebot präsentieren sich in diesem Jahr die 62. Nordischen Filmtage Lübeck. Vom 4. bis zum 8. November werden nach Angaben der Künstlerischen Leiterin Linde Fröhlich 160 Filme aus Skandinavien und den baltischen Staaten gezeigt, von denen 135 auch deutschlandweit als Online-Stream abrufbar sind. Im Mittelpunkt des Festivals steht der Spielfilmwettbewerb, in dem 16 Filme unter anderem um den mit 12 500 Euro dotierten NDR-Filmpreis wetteifern.

Akademie für Journalismus und Technologie gegründet

Axel Springer hat eine neue Akademie für Journalismus und Technologie ins Leben gerufen. Ziel der "FreeTech - Axel Springer Academy of Journalism and Technology" sei es, die eigene Technologie-Kompetenz langfristig auszubauen und Journalismus und Technologie "in einzigartiger Weise" miteinander zu verbinden, erklärte das Medienunternehmen in Berlin. Zugleich solle die Grundlage für eine enge Zusammenarbeit von Journalisten und Tech-Experten gelegt werden. Die Leitung der Akademie übernimmt demnach die derzeitige stellvertretende Chefredakteurin der Deutschen Presseagentur (dpa), Niddal Salah-Eldin. Sie war bereits früher für Springer tätig und kehrt im September 2021 dorthin zurück.

Stipendium für Fotograf Ferhat Bouda

Die Akademie der Künste vergibt das Ellen-Auerbach-Stipendium für Fotografie 2020 an Ferhat Bouda. Die Verleihung findet am 25. Oktober 2020 in Berlin statt. Das Lebensprojekt Ferhat Boudas gelte den Berbern, heißt es in der Pressemitteilung. Seine Mission sei es, die Singularität der Berber-Kultur mit Bildern und im Bild zu schützen. Boudas Bilder "sind von einer bewegenden menschlichen Suche geprägt, ein optisches Abtasten, das mit jeder Belichtung die Frage nach der Menschlichkeit stellt", begründet die Jury ihre Entscheidung. Der 1976 in Algerien geborene Bouda lebt seit 2005 als freier Fotograf in Frankfurt am Main. Seine Arbeiten wurden u. a. beim Fotofestival Visa pour L'Image in Perpignan (Frankreich) und in der Galerie SCAM in Paris ausgestellt. Das mit 20.000 Euro dotierte Ellen-Auerbach-Stipendium für Fotografie wird aus dem Nachlass von Ellen Auerbach finanziert und alle zwei Jahre vergeben.

Erinnerung an Wormser Reichstag vor 500 Jahren

Die Stadt Worms und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) erinnern 2021 mit einem umfangreichen Programm an Martin Luthers Auftritt vor dem Wormser Reichstag 1521. Von April bis Oktober seien rund 120 Veranstaltungen und ein Kulturangebot geplant, teilten EKHN und Stadt mit. Im Mittelpunkt soll Luthers Weigerung stehen, seine Kirchenkritik zu widerrufen - und welche Impulse davon für die Gewissensfreiheit als Menschenrecht ausgingen. Der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU) und der Präses der Kirchensynode der EKHN, Ulrich Oelschläger, wollen das Programm am 28. Oktober in Worms vorstellen. Luther hatte im Oktober 1517 in Wittenberg 95 Thesen zur Kirchenreform veröffentlicht, 1520 folgten programmatische Schriften. 1521 verhängte der Papst den Kirchenbann über ihn. Luther widerrief die Thesen in Worms nicht, worauf Kaiser Karl V. die Reichsacht über ihn verhängte und seine Schriften verbot.

Spatenstich für Senkenberg-Campus in Görlitz

In Görlitz entsteht ein moderner Forschungs- und Sammlungscampus für das Senckenberg Museum für Naturkunde. Der erste Spatenstich erfolgte im Beisein von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Die Kosten beziffert das sächsische Finanzministerium auf etwa 60 Millionen Euro. Mehr als 17 Millionen Euro stammen demnach aus Fördermitteln des Bundes. Die Fertigstellung des Senckenberg-Campus in einem Stadtquartier aus der Gründerzeit ist für Ende 2023 geplant. Der Umzug der rund 6,5 Millionen Sammlungsobjekte soll im Sommer 2024 beginnen. Derzeit sind die Wissenschaftsbereiche mit ihren Sammlungen und Laboren zu den Schwerpunkten Zoologie, Geologie und Botanik sowie die universitäre Lehre auf sieben Häuser über die Görlitzer Innenstadt verteilt.

Prozess gegen Sängerin Hozan Cane geht weiter

In der türkischen Stadt Edirne geht der Prozess gegen die Kölner Sängerin Hozan Cane weiter. Die Deutsch-Kurdin ist wegen Terrorvorwürfen angeklagt. Nach Angaben ihrer Anwältin wird am Dienstag das Plädoyer der Staatsanwalt erwartet. Cane selbst werde auch an der Verhandlung teilnehmen. Die Sängerin war kurz vor den Präsidenten- und Parlamentswahlen im Juni 2018 in Edirne festgenommen worden. Im November desselben Jahres wurde sie zu sechs Jahren und drei Monaten Haft wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verurteilt. Im August 2020 wurde das Verfahren neu aufgerollt, nachdem das höchste Berufungsgericht das Urteil nicht bestätigt hatte. Es gebe keine klaren Beweise für die unterstellte Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, hieß es zur Begründung. Die Anklage hatte sich unter anderem auf Inhalte von Facebook- und Twitter-Profilen gestützt.

Kreuzchor entlässt Sänger wegen Nazi-Videos

Ein 15-jähriger Kruzianer ist wegen Nazi-Videos aus dem Dresdner Kreuzchor ausgeschlossen worden. Das bestätigte die Sprecherin des Chores, Nina Bewerunge, in Dresden. Der Zehntklässler habe auf der Internetplattform Youtube insgesamt fünf Filme mit einer Länge zwischen fünf und neun Minuten eingestellt, die den Chor mit dem Nationalsozialismus in Verbindung bringen und Gewaltfantasien beinhalten. Zudem seien darin Mitschüler gemobbt, Behinderte und Ausländer lächerlich gemacht worden. Eine erste Sequenz soll bereits vor etwa anderthalb Jahren online gestellt worden sein. Insgesamt seien die Filme 500 Mal angeklickt worden. Der Schüler habe sie inzwischen alle gelöscht. Das Material sei allerdings zuvor durch das Alumnat sichergestellt worden. Es werde derzeit vom Rechtsamt der Stadt geprüft, sagte Bewerunge. Ob der Vorfall auch juristische Konsequenzen haben werde, sei derzeit noch offen.

Forscher rekonstruieren Massenaussterben

Wissenschaftler haben die genauen Abläufe bei dem bislang größten Massenaussterben in der Erdgeschichte rekonstruiert. Forschende am Helmholtz-Zentrum in Kiel und Potsdam vollzogen durch geochemische Analysen von fossilen Schalen muschelähnlicher Tiere sowie Modellrechnungen am Computer die Prozesse in Ozeanen und Atmosphäre nach, die vor rund 250 Millionen Jahren am Übergang zwischen den Erdzeitaltern Perm und Trias zum Verschwinden eines Großteils aller Lebewesen führte. Auslöser der Ereignisse waren demnach die Ausbrüche gigantischer sogenannter Schildvulkane im heutigen Sibirien. Dadurch kam es zu einem Treibhauseffekt durch CO2, der die globale Temperatur stark steigen ließ und weitere komplexe Rückkopplungsprozesse in Gang setzte.

US-Raumsonde kurz vor der Landung

Nach jahrelanger Reise durch den Weltraum soll die Raumsonde "Osiris-Rex" am Dienstag kurz auf dem Asteroiden Bennu landen und dort Proben sammeln. Dadurch will die US-Raumfahrtbehörde Nasa Erkenntnisse über die Entstehung von Planeten und des Lebens gewinnen. Vor vier Jahren, am 8. September 2016, war die Sonde vom US-Raumfahrtbahnhof in Cape Canaveral mit einer Atlas-V-Rakete ins All gebracht worden. Ihr Ziel, der nach einem altägyptischen Gott benannte Asteroid Bennu, war mit Bedacht aus den 500.000 bekannten Asteroiden ausgewählt worden. Der mehr als 4,5 Milliarden Jahre alte Himmelskörper ist relativ erdnah, kohlenstoffreich und hat mit rund 490 Metern Durchmesser ideale Maße.

Fischer will keine neuen Buchverträge mit Monika Maron

Der S. Fischer Verlag wird der Autorin Monika Maron über die bestehenden Verträge und einen für 2021 geplanten Essayband hinaus keine neuen Buchverträge anbieten. Über die Gründe habe es in den vergangenen Monaten einen intensiven Austausch mit der Autorin beziehungsweise ihrer Agentur gegeben, teilte der Verlag in Frankfurt am Main mit. Man könne nicht bei S. Fischer und gleichzeitig im Buchhaus Loschwitz publizieren, das mit dem Antaios Verlag kooperiert, hieß es von Siv Bublitz, der Verlegerischen Geschäftsführerin der S. Fischer Verlage. Maron hat in der Reihe "Exil" der Edition Buchhaus Loschwitz einen Essayband veröffentlicht. Vertrieben wird die "Exil"-Reihe im Antaios-Verlag des Verlegers Götz Kubitschek. Der Verfassungsschutz zählt ihn und sein "Institut für Staatspolitik" zum Netzwerk der "Neuen Rechten". Monika Maron hatte am Sonntag in der "Welt" gesagt: "Dass der politisch mir ferne Kubitschek die Bücher vertreibt, wusste ich nicht".

Disney-Klassiker mit Rassismus-Warnungen

Das US-Medienunternehmen Disney hat Filmklassiker mit zusätzlichen Rassismus-Warnungen versehen. Nutzerinnen und Nutzer der Streamingplattform "Disney+" sehen bei Produktionen wie "Peter Pan" oder "Aristocats" einen Text, der sie auf die herabwürdigende Darstellung von Minderheiten in den Zeichentrickfilmen aufmerksam macht. Die Stereotype in Disney-Filmen "waren damals falsch und sind es auch heute noch", heißt es in den neuen Einblendungen. Zuschauerinnen und Zuschauer können die Hinweise nicht überspringen und sehen die neuen Einblendungen zum Beispiel, wenn Peter Pan im Film von 1953 Schmuck von indigenen Völkern anlegt. Im Film "Aristocats" von 1970 erscheint der Text, wenn eine schielende, ostasiatisch aussehende Katze singt. Disney betont in den Hinweisen, es wolle die Inhalte nicht entfernen, sondern ihre "schädliche Wirkung" anerkennen. Man wolle "daraus lernen und zu Gesprächen anregen".

Nominierungen für deutschen Buchhandlungspreis

118 unabhängige und inhabergeführte Buchläden in Deutschland sind für den diesjährigen Deutschen Buchhandlungspreis nominiert. Die Auszeichnung von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) wird in diesem Jahr zum sechsten Mal verliehen. 426 Bewerbungen wurden eingereicht. Grütters würdigte die Buchläden am Dienstag als "Schatzkammern voll geistiger Reichtümer", die allen offenstünden. Alle Buchläden erhalten ein Gütesiegel sowie ein Preisgeld. Je 7.000 Euro gehen an bis zu einhundert hervorragende Buchhandlungen, 15.000 Euro an bis zu fünf Buchhandlungen, die besonders herausragen, und 25.000 Euro an die drei Besten der Nominierten. Die Ergebnisse der Kategorien werden erst bei der Preisverleihung bekannt gegeben.

Sachsen-Anhalt ehrt Pianistin Ragna Schirmer

In Sachsen-Anhalt geht der Landesmusikpreis 2020 an die Pianistin Ragna Schirmer aus Halle. Damit werde eine erfolgreiche Konzertvirtuosin, Musikpädagogin und engagierte Kulturbotschafterin geehrt, teilte die Staatskanzlei mit. Die Auszeichnung soll der international bekannten und mehrfach mit Preisen bedachten Künstlerin im November in Magdeburg überreicht werden. Sachsen-Anhalt vergibt den Landesmusikpreis seit 2015 und seit 2016 alle zwei Jahre. Er ist mit 10 000 Euro dotiert.

Ägypten setzt Legalisierung von Kirchen fort

Ägypten legalisiert weitere 100 Kirchen und zugehörige Nutzbauten. Seit Beginn der Kampagne seien damit 1.738 bislang ohne Erlaubnis operierende christliche Gotteshäuser nachträglich genehmigt worden, schreibt die Zeitung "Al-Ahram" unter Berufung auf Kabinettsprecher Nader Saad. Schätzungen zufolge sind zwischen zehn und 14 Prozent der rund 101 Millionen Einwohner Ägyptens Christen. Der größte Teil mit acht bis zwölf Millionen gehört der koptisch-orthodoxen Kirche an, die ihre Anfänge auf den Evangelisten Markus zurückführt.

Fotograf Roger Melis bekommt Archiv in Berlin

Die Berliner Akademie der Künste will dem Fotografen Roger Melis (1940-2009) ein Archiv einrichten. Er sei bereits in den 1960er Jahren als einfühlsamer Porträtist von Dichtern und Künstlern bekannt geworden und habe zu den bekanntesten Modefotografen der DDR gehört, teilte die Akademie mit. Seine Reportagefotos aus dem Osten oder Paris füllten ganze Bildbände. Die Akademie werde schrittweise seinen künstlerischen Nachlass übernehmen, dazu gehörten etwa Fotoabzüge, Negative, Korrespondenzen und Kalender.

"Charlie Hebdo"-Journalist bekommt Auszeichnung

Philippe Lançon wird mit dem Prix de l'Académie de Berlin geehrt. Der französische Journalist und Schriftsteller ist Überlebender des Attentats auf das Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo". In seinem Buch "Der Fetzen" verarbeitet er seine Erinnerungen an den Anschlag von 2015. Mit dem Buch habe er "ein Zeugnis des Lebens- und Freiheitswillens abgelegt, das auch in Deutschland viele Leser gefunden hat", hieß es. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und soll am 3. Dezember in Berlin überreicht werden. Die Académie de Berlin wurde im Jahr 2006 gegründet und engagiert sich für die "Belebung und Vertiefung der Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich". Im Vorstand sitzen der frühere ARD-Journalist Ulrich Wickert und die Politikwissenschaftlerin Gesine Schwan (SPD).

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