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Sonntagmorgen | Beitrag vom 06.05.2018

Zum WeltlachtagKeep smiling

Von Oliver Schwesig

Weiß gekleidete Menschen treffen sich am 26.07.2014 zum "White Dinner" (Weißes Essen) am Olympiastadion in Berlin. Bei diesem Picknick unter freien Himmel sind alle Gäste weiß gekleidet. (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)
In bester Laune beim "White Dinner" in Berlin. (picture alliance / dpa / Hannibal Hanschke)

Noch bevor wir eine Sprache sprechen, können wir lachen und selbst Tiere tun es. Ein angeborener Reflex, der das Immunsystem stärkt, Stresshormone ab- und Glücksgefühle aufbaut. Wir lachen so gern, dass eine ganze Branche erfolgreich davon lebt, uns zum Lachen zu bringen.

Der 6. Mai ist der Tag des Lachens. Folgt man den Anhängern der Yoga-Lachbewegung, dann verabreden sich Lach-Freaks jedes Jahr am 6. Mai um Punkt 14 Uhr in Lachclubs und werden drei Minuten lang lachen. Das soll zunächst der Gesundheit gut tun, aber auf lange Sicht den Weltfrieden fördern. Ein kühnes Ziel, über das man auch schon wieder lachen könnte.

Unbestritten ist aber, dass es nach einer längeren "Lach-Session" einem besser geht. Das Gefühl kennt jeder. So manche schwere Situation wird durchs Lachen erträglicher. Nach der Droge Lachen ist der Mensch so süchtig, dass inzwischen eine ganze Branche rund ums Lachen entstanden ist. Comedians gehören in manchen Ländern zu den reichsten Menschen.

Man kann das Lachen sogar studieren

Die Gelotologie untersucht die Auswirkungen des Lachens auf Körper und Geist. Ähnlich wie Liebe oder Schmerz ist auch das Lachen in der Kunst ein beliebtes Dauerthema - seit Jahrhunderten. Nicht nur in Songs oder Karikaturen, Comics oder den zahllosen Filmkomödien, auch in der Literatur. Wilhelm Busch, Heinz Erhardt, Ludwig Thoma, sie alle haben uns in Zeilen und Reimen zum Lachen gebracht. Wohl keiner aber so witzig und pointiert wie Robert Gernhardt:

Paulus schrieb an die Apatschen:
Ihr sollt nicht nach der Predigt klatschen
Paulus schrieb an die Komantschen:
Erst kommt die Taufe, dann das Plantschen.
Paulus schrieb den Irokesen:
Euch schreib ich nichts, lernt erst mal lesen.

Rätsel

Gelacht wird, oder zumindest werden soll, im Fernsehen z. B. bei der Unterhaltungssendung "Verstehen Sie Spaß". Sie wissen schon: Unbedarfte Leute werden in peinliche Situationen gebracht und mit versteckter Kamera gefilmt, manchmal mit Hilfe eines Lockvogels. Seit 1980 flimmert die Veralberungs-Show über unsere Bildschirme. Knapp 300 Sendung liefen davon schon bereits und mit Kurt Felix, Frank Elstner oder Harald Schmidt waren auch große Figuren des deutschen TV-Betriebs unter den Moderatoren. Diese Show ist aber keine deutsche Erfindung, sondern hat eine ebenso legendäre Vorlage aus den USA, die noch viel älter ist. Unsere Frage: Wie heißt die US-Vorlage von "Verstehen Sie Spaß"?

Lösung: Die US-Vorlage von "Verstehen Sie Spaß" von Allen Funt heißt "Candid Camera".

Das "Sonntagmorgen"-Team erreichen Sie unter sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de oder per Post: Deutschlandfunk Kultur, Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin; Stichwort: Sonntagmorgen

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