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Fazit / Archiv | Beitrag vom 01.10.2019

Zum Tod von Eric PleskowVom Kaufmannssohn zum Filmmogul

Eva Rotter im Gespräch mit Gabi Wuttke

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Am 26.02.2007 erhlt der Filmproduzent Eric Pleskow die Ehrenbürgerurkunde von Wien. (imago stock&people)
Filmproduzent Eric Pleskow (imago stock&people)

Der oscarprämierte Produzent und Viennale-Präsident Eric Pleskow ist im Alter von 95 Jahren in den USA gestorben. Nach seiner Flucht vor den Nazis aus Wien wurde er dort zu einem der mächtigsten Filmtycoone von Hollywood.

Viele Filmklassiker, darunter "Platoon", "Einer flog über das Kuckucksnest" oder "Der Stadtneurotiker" sind unter der Verantwortung von Eric Pleskow entstanden. Viele Jahre arbeitete er für die Produktionsfirma United Artists und war auch Präsident des Unternehmens. Auch das internationale Filmfestival in Wien, die Viennale, leitete er über viele Jahre.

Bis zuletzt sei Eric Pleskow sehr humorvoll und auch sehr politisch gewesen, sagt Eva Rotter, die Geschäftführerin der Viennale. Obwohl er durch die Verfolgung der Nazis Wien 1938 verlassen und die Schule abbrechen musste, sei er sehr gebildet gewesen. Über die weltweite Tagespolitik sei er immer bestens informiert gewesen.

Gespür für gute Drehbücher

Dass er nach dem Krieg den Auftrag erhielt, die Münchner Bavaria Studios wieder aufzubauen, habe ihn besonders stolz gemacht, sagt Rotter:

"Das hat ihm natürlich sehr gut gefallen, dass er wieder zurückkehrte in dieser Position. Sein Leben lang war er immer stolz, überlebt zu haben. Er wollte sozusagen der Gesellschaft zeigen, dass er lebt und was er alles schafft und erreichen kann. Für ihn war die Rückkehr nach Deutschland natürlich extrem spannend."

Seine Stärke sei gewesen, dass er sehr gut einschätzen konnte, ob ein Drehbuch zu einem erfolgreichen Film werden konnte. Auch bei der Auswahl der Schauspieler sei er immer maßgeblich beteiligt gewesen. Auch der Gewinn vieler Oscars und dass er Präsident von United Artists wurde, sei auch ein Beleg für seine herausragenden Fähigkeiten, so Rotter.

(mle)

 

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