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Sonntagmorgen | Beitrag vom 13.05.2018

Zum MuttertagMama-Songs zwischen Kitsch und Wirklichkeit

Von Olga Hochweis

Der niederländische Kinderstar Heintje, eigentlich Hein Simon ("Mama"), in einer Fernsehsendung des SFB (Sender Freies Berlin) "Wenn der weiße Flieder wieder blüht". Undatierte Aufnahme (picture alliance/dpa/Reiss)
"Maaaama" – tausende von Mütterherzen schmolzen dahin, wenn der kleine Heintje sang - hier in einer Fernsehshow des damaligen SFB. (picture alliance/dpa/Reiss)

Von Heintjes "Maaaamaaaa" bis "Hey Mama" von Rapper Kanye West: die Popgeschichte ist voll von Mutter-Songs. In unserem "Sonntagmorgen" stellen wir einige von ihnen vor und fragen außerdem, wie viel Stereotyp in unserem Mutterbild steckt.

Dabei gibt es wenige Worte im Deutschen, die so oft mit Negativ-Attributen kombiniert werden wie der Begriff der "Mutter" – von der unsäglichen Vokabel "Rabenmutter" über die "Helikopter-Mutter" bis hin zur "Öko-" oder "Latte-Macchiato-Mutter" sind das Spektrum und die Vielfalt hämischer Schubladen groß.

Viel seltener kommen leider griffige Synonyme für positive Müttertypen vor. Und auch die Mütter selbst machen es sich oft schwer, wenn sie äußeren Erwartungen und Idealen der grenzenlosen Mutterliebe um jeden Preis – manchmal auf Kosten eigener Bedürfnisse - gerecht werden wollen. Zuspitzungen und Diskussionen mit Titeln wie "Kind oder Karriere" oder "Regretting Motherhood" nivellieren die Komplexität des Mutterseins. Denn das umfasst eben Lust und Last, Freude und Sorge, Euphorie und Frust gleichermaßen.

Der Mutterkult geht zurück bis in die Antike

1914 wurde der Muttertag erstmals in den USA als gesetzlicher Feiertag begangen. Doch mit zunehmender Kommerzialisierung distanzierte sich seine Initiatorin, die "Mutter des Muttertags", Ann Maria Jarvis von diesem Ereignis. Die Nazis instrumentalisierten den Muttertag für ihre ideologischen Zwecke und trieben den Mutterkult auf die Spitze, indem sie etwa Frauen Orden verliehen, wenn sie viele Kinder geboren hatten.

Die Ursprünge des Mutterkults lassen sich bis in die griechische Antike hinein verfolgen. Laut mythologischer Überlieferung überreichte Rhea, die Mutter von Zeus, dem Kindsvater Kronos statt dem neugeborenen Kind einen Stein in Windeln. Denn aufgrund der göttlichen Prophezeiung sollte er seine Kinder sofort nach der Geburt verschlingen. Rhea war es also zu verdanken, daß Zeus zum strahlenden Göttervater heranwachsen konnte. Die Griechen feierten Rhea als Urmutter schlechthin mit einem großen Frühlingsfest.

Wir feiern den Muttertag im Sonntagmorgen mit vielen Songs rund um einen unumstösslichen Fakt: die Mutter ist die erste Person, mit der wir es im Leben zu tun haben. In der Regel kennt uns kaum jemand besser als sie.

Rätsel

In der Sendung hörten Sie eine Rock-Musikerin, die erzählte, wie sie zu ihrem ganz eigenen Gesangsstil gekommen ist, der auch zu ihrem Markenzeichen wurde. Und bei der Entdeckung dieses Stils spielte ihre Mutter durchaus eine Rolle - sie ist ihrerseits Schauspielerin, Sängerin, Malerin und Autorin. Wir wollen von Ihnen wissen, wie die Tochter heißt, die auch für ihre deutliche, sehr plastische Sprachebekannt ist.

Lösung: Nina Hagen 

Das "Sonntagmorgen"-Team erreichen Sie unter sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de oder per Post: Deutschlandfunk Kultur, Hans-Rosenthal-Platz, 10825 Berlin; Stichwort: Sonntagmorgen

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