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Chormusik | Beitrag vom 24.02.2021

Zum 50. Todestag des Dresdner Kreuzkantors Rudolf MauersbergerIm Herzen Romantiker

Von Claus Fischer

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Der ältere, freundliche Komponist sitzt bei einer Chorprobe mit einigen Jungs in einer gemütlichen Wohnzimmer-Atmosphäre und dirigiert. (picture-alliance / dpa | ADN Zentralbild)
Der Dirigent und Komponist Rudolf Mauersberger führte den Kreuzchor zum Weltruhm. (picture-alliance / dpa | ADN Zentralbild)

Der Dirigent Rudolf Mauersberger steht hier als Komponist im Zentrum. Er hat weit mehr komponiert als die Dresdner Gedenk-Motette "Wie liegt die Stadt so wüst", unbestreitbar sein bekanntestes Werk.

Rudolf Mauersberger wird bis heute von vielen Dresdnerinnen und Dresdnern als eine Art Lichtgestalt betrachtet, auch wenn manche Punkte in seiner Biographie heute mit Recht zu hinterfragen sind, wie zum Beispiel die Mitgliedschaft in der NSDAP und die "traditionell" ausgerichtete Erziehung der Knaben des Kreuzchors.

Lange Tradition

41 Jahre lang hatte Mauersberger das Amt des Kreuzkantors inne, von 1930 bis 1971, ein Rekord in der Geschichte der "Schola Crucis". In der Chorszene ist heute Mauersbergers Trauermotette "Wie liegt die Stadt so wüst" weit verbreitet. Doch das ist nur eines von vielen Chorwerken, die zwar auf dem Hintergrund eines "protestantischen Geistes" der Kriegs- und Nachkriegszeit entstanden sind, die aber zum Teil doch eine Sinnlichkeit aufweisen, die man bei Zeitgenossen wie Ernst Pepping oder Johann Nepomuk David nicht findet.

Verwurzelt in der Volksmusik

Gründe dafür mögen einerseits Mauersbergers "spätromantische" Prägung bei Karl Straube am kirchenmusikalischen Institut in Leipzig sein, anderseits auch eine freundliche Volkstümlichkeit, die vielleicht von seiner erzgebirgischen Herkunft herrührt.

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