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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 10.11.2017

Zukunft der deutschen AußenpolitikEuropäische Großmacht wider Willen?

Moderation: Marcus Pindur

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Das Bundeskanzleramt wird in der blauen Stunde der Abenddämmerung in Berlin beleuchtet und spiegelt sich in der Spree. (picture alliance / dpa / Paul Zinken)
Bundeskanzleramt in Berlin: Mehr Verantwortung übernehmen? (picture alliance / dpa / Paul Zinken)

Rückzug der USA aus der globalen Ordnung, Aufstieg des Rechtspopulismus in vielen Ländern: Vor welchen Herausforderungen steht die deutsche Außenpolitik?

Die Europäische Union scheint in einer Sinnkrise. Weitere Integrationsschritte sind nicht in Sicht. Die amerikanische Führungsrolle ist in Zeiten von Trump unsicher geworden. Die USA sind nicht mehr willens, den Großteil der Kosten für die Aufrechterhaltung der globalen Ordnung zu zahlen. TTIP liegt auf Eis. Währenddessen unterstützt Putin rechtspopulistische und linksradikale Parteien in ganz Europa und führt einen Krieg in der Ukraine. China ist in Asien zu einer halb-imperialen Macht geworden. Und die Lage im Nahen Osten kann immer wieder zu erneuten Flüchtlingsströmen führen.

Wie muss sich die deutsche Außenpolitik künftig positionieren? Kann der vielbeschworene deutsch-französische Motor wieder ins Laufen gebracht werden? Ist Deutschland eine europäische Großmacht, ohne es eigentlich zu wollen? Müssen wir mehr Verantwortung übernehmen – und was soll das konkret heißen?

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

-       Marieluise Beck, B90/Grüne, Osteuropa-Expertin, Ex-MdB, jetzt Zentrum für die liberale Moderne
-       Dr. Norbert Röttgen, CDU, MdB, Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages
-       Jan Techau, Direktor des Richard C. Holbrook Forums an der American Academy, Berlin
-       Niels Annen, außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

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