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Sonntagmorgen | Beitrag vom 21.07.2019

Zu Hause bleibenUrlaub auf Balkonien

Von Hannah Heinzinger

Eine Frau sitzt mit Büchern und Sonnencreme auf einem Balkon und streckt ihre Beine der Sonne entgegen. (dpa / picture alliance / Horst Ossinger)
Eine Frau sitzt mit Büchern und Sonnencreme auf einem Balkon und streckt ihre Beine der Sonne entgegen. (dpa / picture alliance / Horst Ossinger)

Sommerzeit ist Reisezeit. Jeder, der kann, ist unterwegs. Die Städte sind leergefegt. Beste Bedingungen also, es sich zu Hause in der eigenen Stadt mal so richtig gemütlich zu machen.

Warum im Sommer eigentlich wegfahren? Wenn die Städte sich leeren, die Nachbarn sich für zwei Wochen verabschieden und es morgens endlich Sitzplätze in der Straßenbahn gibt, erfüllt zu Hause doch die besten Bedingungen, zu einem erholsamen Urlaubsort zu werden.

Den eigenen Kiez erkunden

Wer in den Sommerferien zu Hause bleibt, hat Zeit, die Sehenswürdigkeiten vor der Haustür zu erkunden, die man sich schon immer mal angucken wollte – aber weil man es eben immer kann, dann doch nie gemacht hat. Wer zu Hause bleibt, bekommt keinen Jetlag, verpasst keinen Zug, steht nicht im Stau und wird in den seltensten Fällen von Kakerlaken im Bad überrascht. Wer zu Hause bleibt, kann beim Italiener am Eck, an dem man sonst auf dem Weg zu Arbeit immer nur vorbeihastet, einen Kaffee in der Morgensonne trinken. Wer zu Hause bleibt, tut was fürs Klima. Und wer zu Hause bliebt, sieht danach seinen Heimatort vielleicht mit anderen Augen.

Das Zu-Hause-bleiben in all seinen Facetten

In einer Zeit, in der um die Welt jetten zum guten Ton gehört, ist es fast schon rebellisch, zu Hause sitzen zu bleiben. Aber langweilig ist das nur, wenn man nichts draus macht. Deswegen zelebriert der Sonntagmorgen diesmal das Zu-Hause-bleiben in all seinen Facetten: Der flauschige Teppich im Flur, das gemütliche eigene Bett, die Menschen, mit denen man zusammenlebt – und natürlich den eigenen Balkon.

Rätsel

Im Urlaub zu Hause bleiben ist natürlich nur dann schön, wenn man sich zu Hause einigermaßen wohlfühlt. Was wohnlich ist und gemütlich – da gehen die Vorstellungen weit auseinander. Die einen würden niemals ihr Leben mit Haus mit Garten auf dem Land aufgeben, die anderen bleiben lieber bei 2 Zimmern mit Balkon in der Innenstadt, wo Trubel vor der Haustür ist. Hauptsache es gefällt einem selbst dort, wo man ist.

Wir suchen eine amerikanische Prostest-Sängerin und Songwriterin, die ein Lied über die Ödnis und Gleichheit amerikanischer Vorstädte geschrieben und auch gesungen hat. Es ist von 1962 und ihr bekanntestes Lied, mittlerweile hat der Song es schon bis in Schulbücher für Englisch geschafft. 1900 wurde die gesuchte Sängerin und Aktivistin geboren, sie studierte in Berkeley unter anderem Musiktheorie. Sie sang über die amerikanischen Vorstädte, die alle gleich aussehen und die Menschen, die darin alle gleiche Leben führen.

Auflösung: Malvina Reynolds - "Little Boxes"

Sie erreichen das "Sonntagmorgen"-Team unter sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de oder per Post: Deutschlandfunk Kultur, Hans-Rosenthal-Platz in 10825 Berlin

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