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Einstand | Beitrag vom 28.06.2021

Zentrum für Alte Musik Köln fördert junge EnsemblesKreativ ohne Limit

Von Sylvia Systermans

Die beiden Musiker liegen Kopf an Kopf in Lederkleidung, garniert mit Radichio, Zwiebeln, Aubergine u.a. Gemüse  (Foto: Frederike Wetzels)
Das katalanische Duo LoDesconcert (Foto: Frederike Wetzels)

Die Alte-Musik-Szene ist jung und wächst. Doch wie gelingt der Übergang vom Studium in die Freiberuflichkeit? "Zamus:advanced"fördert maßgeschneidert junge Ensembles, die am Durchstarten sind.

"The Present" heißt ein junges A-Cappella-Vokalensemble aus Berlin - und dieser Name ist Programm. Die acht Sängerinnen und Sänger teilen die Leidenschaft für Klänge und die Lust auf Experimente in ihren Konzertprogrammen. Deshalb verschränken sie Alte und Neue Musik, stellen ganz selbstverständlich Bach neben Berio und Cage neben Gesualdo. Seit seiner Gründung 2017 ist das Ensemble erfolgreich unterwegs. Die Konzertbesucher lassen sich gern ein auf diese überraschenden musikalischen Verbindungen und die unerwarteten Hörerlebnisse. 

Die acht Musik im Porträt vor einer weißen Wand  (Foto: Theresa Pewal )Der Vokalensemble "The Present" (Foto: Theresa Pewal )

Doch reicht es, eine berufliche Zukunft allein auf innovative Konzepte und großes Engagement zu bauen. Wie lernen junge Musiker, Förderanträge zu stellen oder Gelder zu akquirieren? Wie verkauft man eigentlich ein Konzert? Wie sollte eine Pressemappe aussehen? Die Musikhochschulen haben in den letzten Jahren neben der exzellenten künstlerischen Ausbildung, auch zunehmend die ganz praktischen Aspekte auf dem Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit in den Focus genommen. Ist das genügend?

Wir sind auch Manager

Das Förderprogramm den Zentrums für Alte Musik in Köln "zamus:advanced" bietet jungen Ensembles "maßgeschneiderte" Unterstützung an. In einer einjährigen Residenz erhalten die Musikerinnen, nachdem sie eine internationale Jury ausgewählt hat, Unterstützung in finanzieller, künstlerischer und organisatorischer Art und Weise, damit der Einstieg in die freie Szene gelingt. 

Die Sopranistin und der Lautenist im Konzert  (Foto: Kacper Montusiewicz)Das Duo Cerine Tinney & Lukas Henning (Foto: Kacper Montusiewicz)

Der Einstand hat die drei diesjährigen Artist-in-Residence-Ensembles, das Vokalensemble "The Present", das katalanische Duo LeDesconcert sowie die Sopranistin Crine Tinney und den Lautenisten Lukas Henning getroffen und mit der Geschäftsführerin des ZAMUS Köln, Mélanie Froehly, gesprochen. 

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