Zentralkommitee der deutschen Katholiken mahnt Reformwillen an

    Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK)
    Irme Stetter-Karp, Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), mahnt Reformen an © pa/dpa/Bernd von Jutrczenka
    15.01.2022
    Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Stetter-Karp, sieht in der Kirche noch zu wenig Willen für grundlegende Reformen. Die katholische Kirche habe bislang wenig Übung darin, mit Transparenz, Machtbeschränkung und der Einbettung demokratischer Prinzipien umzugehen, sagte sie der "Rheinischen Post". Da gebe es viel nachzuholen. Obwohl "wir schon längst in einer schweren institutionellen Krise sind, halte ich weitere Erschütterungen für möglich", betonte Stetter-Karp und bezog sich auf das für Donnerstag erwartete Missbrauchsgutachten zum Erzbistum München und Freising, in dem es auch um mögliche Pflichtverletzungen des emeritierten Papsts Benedikt XVI. aus seiner Zeit als Erzbischof gehen könnte. Gleichzeitig will die ZdK-Chefin den gesellschaftlichen Vertretungsanspruch der Katholiken stärken, weshalb das Komitee von Bonn nach Berlin umgezogen ist.