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Kulturnachrichten

Freitag, 6. Mai 2016

Zeitung "The New Day" nach nur neun Wochen eingestellt

Letzte Ausgabe soll am Freitag erscheinen

Nur neun Wochen nach ihrem Start wird die britische Zeitung "The New Day" wieder eingestellt. Am Freitag solle die letzte Ausgabe der Zeitung erscheinen, schrieb ein Sprecher des Verlags Trinity Mirror, der auch den "Daily Mirror" herausgibt, in einer E-Mail an die Deutsche Presse-Agentur in London. Zum Start der Zeitung hatte der Verlag erklärt, der " The New Day" sei die erste eigenständige, landesweit erscheinende Tageszeitung seit dem "Independent"-Start 1986. Der "Independent" hatte seine Druckausgabe nach sinkenden Verkaufszahlen im März eingestellt. Mit dem "The New Day" wollte Trinity Mirror eine Auflage von 200 000 pro Tag erreichen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur PA zufolge sollen die Verkaufszahlen aber bei 40 000 Exemplaren gelegen haben.

Neuer Dirigent für Münchner Rundfunkorchester

Ivan Repusic ist gleichzeitig Generalmusikdirektor an der Staatsoper in Hannover

Das Münchner Rundfunkorchester hat einen neuen Chefdirigenten gefunden: Der Kroate Ivan Repusic tritt zur Spielzeit 2017/18 die Nachfolge von Ulf Schirmer an, der sein Amt dann nach elf Jahren abgibt. Der Hörfunkdirektor des Bayerischen Rundfunks, Martin Wagner, bestätigte heute einen Bericht des "Münchner Merkurs". Demnach hat Repusic (Jahrgang 1978) seinen Vertrag schon unterzeichnet. "Wir freuen uns und sind stolz, dass wir mit Ivan Repusic einen so herausragenden Künstler für das Amt des Chefdirigenten beim Münchner Rundfunkorchester gefunden haben", sagte Wagner. Das Orchester ist nicht das einzige für Repusic: Von der kommenden Spielzeit an ist er auch neuer Generalmusikdirektor an der Staatsoper in Hannover, wo er von 2010 bis 2013 Erster Kapellmeister war.

Komponistin Ursula Mamlok gestorben

Mamlok wurde 93 Jahre alt

Die deutsch-amerikanische Komponistin Ursula Mamlok, eine der führenden Vertreterinnen der US-Avantgarde-Musik, ist tot. Mamlok sei mit 93 Jahren am Mittwoch in Berlin gestorben, teilte ihr Verlag Edition Peters heute mit. Die 1923 in Berlin als Ursula Levy geborene Komponistin emigrierte im Zuge der Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten 1939 zunächst nach Ecuador, danach in die USA. Dort unterrichtete sie 40 Jahre an der Manhattan School of Music. 2006 kehrte sie in ihre Heimatstadt Berlin zurück. Bereits mit 17 Jahren erhielt Mamlok ein Stipendium an der Mannes School of Music in New York. Sie studierte Komposition beim österreichischen Komponisten Ernst Krenek und dem von Arnold Schönberg beeinflussten US-Avantgardisten Roger Sessions. Mamlok schrieb vor allem Werke für Kammermusik, Orchesterstücke sowie Musik zu Gedichten ihres Ehemannes Gerard Mamlok. Für ihr Werk erhielt Mamlok zahlreiche Auszeichnungen.

Red Hot Chili Peppers: erstes Album nach fünf Jahren

US-Rockband arbeitete nicht mehr mit langjährigem Produzenten Rubin zusammen

Nach fünf Jahren Pause bringen die Red Hot Chili Peppers Mitte Juni ein neues Album auf den Markt. Ihr elftes Studio-Album mit dem Titel "The Getaway" werde am 17. Juni veröffentlicht, teilte die alternative US-Rockband mit. Erstmals seit ihrem internationalen Durchburch mit dem Album "Blood Sugar Sex Magik" aus dem Jahr 1991 arbeitete die Band um Sänger Anthony Kiedis nicht mehr mit dem Produzenten Rick Rubin zusammen. An seiner Stelle holten sie den vielseitigen Rock- und Rap-Produzenten Danger Mouse mit an Bord. Er war auch an "25", dem aktuellen Hit-Album der britischen Sängerin Adele, beteiligt.

Trump spielt weiter Stones-Songs

US-Milliardär gibt sich unbeeindruckt von schriftlicher Aufforderung

Der voraussichtliche Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner, Donald Trump, hat sich unbeeindruckt von der Aufforderung der Rolling Stones gezeigt, ihre Lieder nicht in seinem Wahlkampf zu benutzen. "Wissen Sie, wir verwenden so viele Songs", sagte Trump der US-Sendergruppe CNBC. "Wir haben die Rechte, sie zu nutzen. Ich kaufe immer die Rechte." Bei einem Auftritt von Trump in Charleston im Bundesstaat West Virginia wurden auch prompt die Stones-Hits "Start Me Up" und "You Can't Always Get What You Want" (Du kannst nicht immer bekommen was Du willst) gespielt. Trumps Wahlkampfteam hatte in den vergangenen Monaten immer wieder Songs der britischen Kultband verwendet, um die Stimmung bei Wahlkampfveranstaltungen anzuheizen. Die Altrocker forderten den umstrittenen Milliardär jedoch auf, dies künftig zu unterlassen. Sie hätten dem Milliardär "zu keinem Zeitpunkt" erlaubt, ihre Songs zu nutzen, erklärten die Rolling Stones.

Doch kein Aus für Servus TV

Kündigungen zurückgenommen

Überraschende Wende bei Servus TV: Der von Red-Bull-Eigentümer Dietrich Mateschitz (71) gegründete Sender macht nun doch weiter, wie die Betreiber mitteilten. Die ausgesprochenen Kündigungen der Mitarbeiter wurden zurückgenommen. Nach Gesprächen hätten sich alle Beteiligten darauf verständigt, den in Salzburg ansässigen Privatsender fortzuführen. Die Lösung: Die Arbeiterkammer - die gesetzliche Interessenvertretung der Arbeitnehmer in Österreich - und die Gewerkschaften akzeptierten bei einem Krisentreffen die Ablehnung der Belegschaft, einen Betriebsrat zu gründen. Dies sei das Ergebnis eines "konstruktiven Gesprächs" gewesen, hieß es in der Firmenmitteilung.

Lars Henrik Gass: Kunst statt Kommerz

Festivalleiter der Kurzfilmtage Oberhausen appelliert an Filmförderer

Zur Eröffnung der 62. Internationalen Kurzfilmtage in Oberhausen hat Festivalleiter Lars Henrik Gass gestern Abend mehr Mut von deutschen Filmförderern verlangt. "In Deutschland müssen wieder persönliche, mutige und risikoreiche Filme entstehen." Wenn nur zehn Prozent der jährlichen Gesamtfördersumme von rund 250 Millionen Euro nach künstlerischen Kriterien vergeben würden, sei er bereit zu wetten, dass diese Filme innerhalb kürzester Zeit international eine "bessere Auswärtsbilanz" aufweisen würden als der gesamte Rest. Bei den Kurzfilmtagen werden bis kommenden Dienstag 550 Filme gezeigt, soviel wie noch nie.

53. Theatertreffen in Berlin beginnt mit Flüchtlingsdrama

Festspiel-Intendant Oberender: "Theater ist moderner denn je"

Der Intendant der Berliner Festspiele, Thomas Oberender, hat das Theater als besonderen Begegnungsort gewürdigt. Es könne ganz anders als Film und Literatur schneller und experimenteller reagieren, sagte Oberender im Deutschlandradio Kultur. Das sei zum Beispiel bei der Eröffnungsinszenierung "Schiff der Träume" der Regisseurin Karin Beier zu sehen, mit der am Abend das 53. Theatertreffen in Berlin eröffnet wird. Das Theater entwickele neue Erzählformen und andere Begegnungsformen mit dem Publikum. Twitter sei schneller als das Theater und auch die Tagesschau habe eine größere Reichweite, aber die Theater seien gut besucht, so Oberender. "Es ist vielleicht nicht das Leitmedium unserer Zeit, aber es ist eines der modernsten und wandlungsfähigsten Medien", sagte der Leiter der Berliner Festspiele. Gerade in den digitalen Medien und der virtuellen Realität schauten alle wieder auf das Theater und interessierten sich dafür, was dort entwickelt werde. "Das ist wegweisend, es ist kurioserweise nicht überholt, sondern moderner denn je." Bei dem Festival sind bis zum 22. Mai die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen der Saison aus dem deutschsprachigen Raum zu sehen. Dazu gibt es ein breites Veranstaltungsprogramm mit Diskussionen, Lesungen und Performances.

Sinfoniekonzert in antiker Oasenstadt

Russland feiert Befreiung Palmyras

Mit einem Sinfoniekonzert hat Russland die Befreiung der antiken syrischen Oasenstadt Palmyra aus der Hand der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat gefeiert. Waleri Gergijew dirigierte am Abend das Orchester des St. Petersburger Mariinski-Theaters im Amphitheater des Unesco-Weltkulturerbes. Bei dem Konzert mit dem Titel "Ein Gebet für Palmyra" wurden vor rund 400 Zuhörern Werke von Johann Sebastian Bach, Sergej Prokofjew und Rodion Schtschedrin gespielt. Der russische Präsident Putin bezeichnete das Konzert in einer Videoschalte als "erstaunlichen humanitären Akt". Russland, ein enger Verbündeter der syrischen Regierung unter Präsident Assad, hatte die syrischen Truppen mit Luftangriffen bei der Befreiung Palmyras vom IS unterstützt.

Gysi erster Gast bei Böhmermann nach Pause

Nächstes "Neo Magazn Royale" wird am 12. Mai gesendet

Der Linke-Politiker Gregor Gysi wird Gast in der ersten Satire-Show von Jan Böhmermann nach der Erdogan-Affäre sein. Das sagte ein Sprecher Gysis der Deutschen Presse-Agentur. Böhmermann hatte den Auftritt eines Politikers vorher in einem Facebook-Video angekündigt. Zu Gast sei "ein kleiner, lustiger, deutscher Politiker, in dessen Gegenwart man nicht das Wort Stasi sagen darf", sagte der Satiriker. Gysi, der bis vergangenen Herbst Oppositionsführer im Bundestag war, hat sich vor Gericht mehrfach erfolgreich gegen Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit dem DDR-Geheimdienst Staatssicherheit gewehrt. Das nächste "Neo Magazin Royale" wird am Donnerstag, 12. Mai, ausgestrahlt und am Tag zuvor aufgezeichnet.

Französischer Karikaturist Siné gestorben

87-jähriger starb nach einer Operation im Krankenhaus

Der französische Karikaturist Siné, früher Mitarbeiter der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo", ist tot. Der 87-Jährige starb nach einer Operation in einem Pariser Krankenhaus, wie seine Zeitschrift "Siné Mensuel" auf ihrer Facebookseite bekanntgab. Siné, mit bürgerlichem Namen Maurice Sinet, war für provokante Zeichnungen und markige Sprüche bekannt. In zwei Phasen arbeitete Siné mehr als 20 Jahre für "Charlie Hebdo", bis die Satirezeitschrift ihn 2008 entließ. Ihm war wegen einer bissigen Bemerkung über einen Sohn von Nicolas Sarkozy vor dem Hintergrund von dessen bevorstehender Hochzeit mit einer Jüdin Antisemitismus vorgeworfen worden. Siné startete daraufhin seine eigene Satirezeitung. Den Vorwurf des Antisemitismus wies er stets zurück und wurde auch vor Gericht freigesprochen - "Charlie Hebdo" musste ihm später Schadenersatz zahlen.

Rolling Stones verbieten Trump Nutzung ihrer Songs

Republikaner sei aufgefordert worden, dies künftig zu unterlassen

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump darf künftig keine Songs der Rolling Stones mehr bei seinen Wahlkampfauftritten spielen. Sie hätten dem Milliardär "zu keinem Zeitpunkt erlaubt, ihre Songs zu nutzen", erklärte die Band. Trump sei daher aufgefordert worden, dies künftig zu unterlassen. Der umstrittene Immobilienmagnat hatte die Stimmung bei seinen Wahlkampfauftritten unter anderem mit dem Stones-Klassiker "You Can't Always Get What You Want" angeheizt. Vor der britischen Band hatten sich bereits zahlreiche andere Musiker von Trump distanziert, der nach dem Ausscheiden seiner Rivalen inzwischen als Präsidentschaftskandidat der US-Republikaner feststeht. Der US-Rapper Everlast wehrte sich dagegen, dass Trump den Titel "Jump Around" seiner früheren Band House of Pain auf der Bühne spielt. Auch der Musiker Neil Young, die Band R.E.M und die britische Sängerin Adele wehrten sich dagegen, dass ihre Musik im Wahlkampf eingesetzt wird.

Rockband Midnight Oil wieder vereinigt

Tournee für nächstes Jahr geplant

Rund 14 Jahre nach ihrer Auflösung kommt die australische Rockband Midnight Oil wieder zusammen. Im nächsten Jahr sei eine Tournee geplant, kündigte sie auf Facebook an. Mit dabei seien die Original-Mitglieder Peter Garrett, Rob Hirst, Jim Moginie, Bones Hillman und Martin Rotsey. Midnight Oil wurde zwar schon 1976 gegründet, hatte die größten Erfolge aber erst in den 80er Jahren. Ihr größter internationaler Hit war 1987 "Beds are Burning" aus dem Album "Diesel and Dust". Die Gruppe war bekannt für ihr Umweltbewusstsein und gestaltete unter anderem einen Teil der Abschlussfeier der Olympischen Spiele in Sydney im Jahr 2000. Die Band löste sich 2002 auf, weil es Sänger Peter Garrett als Umweltaktivist in die Politik zog. Als die linke Labor-Partei von 2007 bis 2013 an der Macht war, wurde er erst Umwelt- und dann Erziehungsminister.

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