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Fazit / Archiv | Beitrag vom 24.01.2018

Zeitgenössische Kompositionen in RotterdamWie stellt man Musik aus?

Benjamin Meyers im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Das Bild zeigt ein iPad auf einer Klavier-Tastatur. (picture-alliance / dpa / Maximilian Schönherr )
Das Witte de With Center in Rotterdam stellt Neue Musik aus. (picture-alliance / dpa / Maximilian Schönherr )

Ein Museum, aber die Wände bleiben weiß, keine Kunst ist zu sehen. Trotzdem sind die Räume gefüllt - mit Musik. Das ist das Konzept der „Kunsthalle for Music“, die im „Witte de With Center for Contemporary Art“ in Rotterdam eröffnet wird.

Ziel des Projektes sei es, ein neues Repertoire zeitgenössischer Musik zu finden. Wie eine Kunstsammlung habe er Musikstücke zusammengestellt, sagte Ari Benjamin Meyers.

"Wir haben ein Werk von Yoko Ono, wir haben Klassiker wie ‚In C‘ von Terry Riley, aber auch viele Werke von eher bildenden Künstlern, die aber doch in sehr verschiedener Weise Musik komponiert haben, zum Beispiel Anri Sala."

"Musik ist etwas Soziales, Mitmenschliches"

Die Musikstücke würden mehrere Stunden am Tag von insgesamt acht Musikern live vorgetragen. Dabei sei ihm vor allem die Interaktion mit dem Publikum wichtig, sagte der künstlerische Leiter. Deshalb säßen die Musiker nicht, sondern spielten ihre Instrumente beim Gehen und Stehen. Für ihn...

"... ist Musik etwas Soziales, etwas Mitmenschliches. Menschen musizieren ja zusammen."

Früher gab es nur Konzerte

Bevor die Schallplatte, die CD und der digitale Download erfunden worden seien, habe es nur zwei Arten von Musikrezeption gegeben: Selber machen oder ein Konzert besuchen.

"Das interessiert mich, dass wir Musik nicht behandeln wie etwas Fertiges, vorproduziert, auch nicht unbedingt etwas Perfektes, aber etwas Lebendiges."

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