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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 02.11.2015

"Zeitfragen"-Serie"Tolerant, aber ... "

Scrabblespiel mit den Worten Einwanderungspolitik, Einwanderung, Migration, Asyl, Integration, Europa, Toleranz, Flucht, Leid (imago / Steinach)
Scrabblespiel mit den Worten Einwanderungspolitik, Einwanderung, Migration, Asyl, Integration, Europa, Toleranz, Flucht, Leid (imago / Steinach)

Für Toleranz plädieren? Schon lange gibt es Toleranz, die auch unterdrückt. Selbst ernannte Verteidiger des Abendlandes predigen Intoleranz, obwohl doch Toleranz zu den Werten dieses Abendlandes gehört. Wir begeben uns ins Dickicht aus Erdulden, Anerkennen und Ablehnen.

Montag, 2.11.2015

7:20 Uhr Politisches Feuilleton

Toleranz - Warum Intoleranz manchmal nötig ist
(Deutschlandradio Kultur, Politisches Feuilleton, 02.11.2015)
Von Alexander Kissler

Toleranz braucht Grenzen. So nötig Toleranz für einen friedlichen Umgang auch ist: Wer sie mit Ignoranz verwechselt, schadet ihr. Echte Toleranz ist ohne Haltung und ohne das Bewusstsein ihrer Grenzen nicht zu haben.

19:07 Uhr Zeitfragen Magazin

Sie neobolschewistischer Landeskorrespondent
Intoleranz in Hörermails
Von Henry Bernhard

"Tolerant, aber..." - Aus dem Alltag eines Polizisten
Von Katja Bigalke

Agrarprofit – Toleranz gegenüber Geiz-ist-geil-Konsumenten?
Von Maximilian Klein

19:30 Uhr Zeitfragen Feature

Zehn Etagen Toleranz
Von Adama Ulrich

Das Refugium Lichtenberg ist eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge der Arbeiterwohlfahrt Berlin. Auf zehn Etagen leben dort etwa 350 Menschen. Die meisten Bewohner kommen aus Serbien, Albanien, Syrien, Bosnien-Herzegowina, Afghanistan; die wenigsten aus Eritrea, Somalia oder Weißrussland. Sie alle können dort für ungefähr drei Monate wohnen, dann werden sie auf andere Gemeinschaftsunterkünfte verteilt. Neue Flüchtlinge ziehen ein. Wie lebt es sich so multikulturell, zum Teil traumatisiert, auf zehn Etagen? Wie tolerant müssen die Bewohner ihren Nachbarn gegenüber sein, um Streitigkeiten zu vermeiden?

Taxis stehen Schlange am Flughafen in München (Bayern). (picture alliance / dpa/ Armin Weigel)Wie tolerant kann man als Taxifahrer sein? (picture alliance / dpa/ Armin Weigel)

Dienstag, 3.11.2015

19:07 Uhr Zeitfragen Magazin

"Tolerant, aber..." - Aus dem Alltag eines Taxifahrers
Von Katja Bigalke

"Frei von..." - Geschäft mit der Intoleranz
Von Ernst Ludwig von Aster

Toleranz und Konformitätszwang in der Wirtschaft
Von Thomas Klug

19:30 Uhr Zeitfragen Feature

Ohne Regeln - ohne Hemmungen?
Eine Normenkontroll-Sendung
Von Paul Stänner

Nahezu sprichwörtlich sind die Gurkendirektiven der Europäischen Union. Einerseits werden Normen gebraucht, um den Handel über große Strecken überhaupt möglich zu machen - die Einführung von genormten Containern hat den Welthandel explodieren lassen. Ohne Normen gäbe es den Binnenmarkt der EU nicht, ohne die Vereinheitlichung von Standards wäre das europäische Einheitsprojekt Airbus nicht denkbar. Andererseits verhindern unterschiedliche nationale Vorschriften den Warenverkehr aus nationalem Kalkül. Brisant wird das Beharren auf nationalen Eigenheiten, wenn bei Verhandlungen wie dem zum Handelsabkommen TTIP Gesundheits- und Rechtsstandards in Gefahr geraten, nur um den Markt zufriedenzustellen.

Zwei Gläser mit kalten Getränken (deutschlandradio.de / Daniela Kurz)Kalte Getränke (deutschlandradio.de / Daniela Kurz)

Mittwoch, 4.11.2015

19:07 Uhr Zeitfragen Magazin

"Tolerant, aber..." - Aus dem Alltag einer Barfrau
Von Katja Bigalke

19:30 Uhr Zeitfragen Feature

"Dulden heißt beleidigen"
Der Toleranzgedanke und seine Grenzen
Von Walter van Rossum

Sind wir tolerant, wenn wir uns über das bunte Treiben im multikulturellen Kreuzberg freuen? "Wenn wir an dem, was andere tun oder denken, nichts auszusetzen haben und das freudig als etwas Fremdes und Bereicherndes begrüßen, dann ist das nicht Toleranz", sagt der Philosoph Rainer Forst und ergänzt: "Aber es gibt einen Kern des Begriffs: Wir tolerieren nur dann Dinge, die andere tun oder sagen, wenn das, was sie sagen oder tun, uns stört." Wie weit wir von dieser Toleranz entfernt sind, zeigt sich im bundesdeutschen Alltag - mehr als wir gemeinhin wahrnehmen.

Eine "Vielfaltampel" zeigt am 13.07.2015 in Hamburg ein Pärchen, das Händchen hält. Zwei Ampeln im Stadtteil St. Georg zeigen künftig schwule und lesbische Ampelpärchen und sollen damit ein Signal für mehr Toleranz, Offenheit und Akzeptanz von gleichgeschlechtlicher Liebe in der Stadt geben. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)Ein schwules Ampelpärchen in Hamburg (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)

Donnerstag, 5.11.2015

19:07 Uhr Zeitfragen Magazin

Total normal - Kinder mit gleichgeschlechtlichen Eltern
Von Tim Wiese

Akustische Überwachung
Von Janosch Delcker

"Tolerant, aber..." - Aus dem Alltag eines Türstehers
Von Katja Bigalke

19:30 Uhr Zeitfragen Feature

Warum Schwule nicht zuhören und Muslime schlecht einparken
Über die Erforschung von Vorurteilen
Von Eva Raisig

Jungs sind gut in Mathe, Frauen parken schlecht ein, der Südländer ist temperamentvoll und der Deutsche pünktlich und diszipliniert. Auch über Muslime, Chefinnen oder Schwule grassieren Vorurteile, die der Einzelne häufig nicht teilt. In welchen Situationen haben solche gesellschaftlich transportierten Bilder trotzdem Auswirkungen auf unser Verhalten? Wie lassen sich verborgene Voreingenommenheiten messen? Und wie können wir ihnen entgegenwirken?

 

Freitag, 6.11.2015

7:20 Uhr Politisches Feuilleton

Flüchtlinge, Toleranz und Integration
Von Ahmad Mansour

Wertevermittlung ist mindestens so wichtig wie Sprachkurse; er warnt vor dem Antisemitismus der Syrer; er findet es absurd, wenn ausgerechnet die mäßig integrierten Türken den neuankommenden Muslimen bei der Integration helfen sollen.

 

Zeitfragen

Neustart für die EnergiewendeHeizen ohne Öl und Gas
Babyklamotten hängen im Badezimmer an einem Handtuchheizkörper zum Trocknen. (dpa-Zentralbild/ Fernando Gutierrez-Juarez)

70 Prozent aller Heizungen in Deutschland werden noch mit Erdgas oder Öl betrieben. Das ist schlecht für das Klima. Alternativen sind längst vorhanden, doch bürokratische Vorschriften, fehlende Anreize und mangelndes Know-how erschweren den Umstieg.Mehr

Globale UnternehmenssteuerEin Modell mit Schwächen
Unterschiedliche Banknoten von Europäischer Währung. (PantherMedia / Torsten Krüger)

Ab 2023 sollen in etlichen Ländern eine einheitliche Mindeststeuer von 15 Prozent für Unternehmen gelten. Doch gelingt es dadurch, Steueroasen auszutrocknen und große Unternehmen wie Facebook und Google zur Kasse zu bitten?Mehr

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