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Konzert / Archiv | Beitrag vom 29.08.2017

Young Euro ClassicIm Südosten unterwegs

Aufzeichnung aus dem Konzerthaus Berlin

Der Dirigent Gabriel Bebeselea (macristudio.com)
Der Dirigent Gabriel Bebeselea (macristudio.com)

Jugendorchester der Welt zu Gast in Berlin - auch von der 18. Ausgabe von Young Euro Classic bringen wir einige Mitschnitte. Heute Abend der Beitrag des Nationalen Jugendorchesters der Republik Moldau - auch im Live-Stream.

Das Festival ist mittlerweile die wichtigste Plattform für den Orchesternachwuchs in Europa und darüber hinaus. Aus aller Welt kommen die jungen Musikerinnen und Musiker. Zweieinhalb Wochen, 14 Orchester, 18 Veranstaltungen – das Konzerthaus Berlin wird zum Basar der Kulturen.
Deutschlandradio Kultur ist von Beginn an - seit dem Jahr 2000 - als Medienpartner dabei. Auch während der 18. Festivalausgabe zeichnen wir wieder Konzerte auf, in diesem Jahr fünf, porträtieren Musikerinnen und Musiker, Solisten und Dirigenten, unternehmen musikalische Reisen: nach Russland, Japan, Portugal, Kuba und – heute – in die südosteuropäische Republik Moldau.

Das junge Land mit nicht mehr als reichlich drei Millionen Einwohnern, das seine Eigenständigkeit im Zerfallsprozess der alten Sowjetunion errang, hat eine lebhafte Vergangenheit mit vielen politischen Abhängigkeiten, aber auch positiven Wechselbeziehungen in die benachbarten Sprach- und Kulturräume. Heute spielt die Kultur und damit auch die Musik im Prozess der nationalen Identitätsfindung eine bedeutende Rolle – gerade, weil sie den durchaus auch vorhandenen Tendenzen zum Isolationismus ihre eigene Offenheit und Verwurzelung im europäischen Ganzen und dabei besonders im Kulturgeflecht Südosteuropas – den ehemaligen Grenzgebieten zwischen Habsburg sowie dem russischen und osmanischen Reich – gegenüberstellen kann.

Das betrifft nicht zuletzt auch den Austausch mit den unmittelbaren Nachbarländern Rumänien – mit dem man die Landessprache teilt – und der Ukraine. Beide Beziehungen reflektieren sich auch im Programm, das die jungen moldawischen Musiker mitgebracht haben: in der Komposition Enescus ebenso wie in den Momenten, wo Mussorgskis "Bilder einer Ausstellung" durch die Steppe streifen und am Ende die Vision des "Großen Tors von Kiew" beschwören. Dafür, wie sich inzwischen Nationales, Regionales und Gesamteuropäisches verschränken und verbinden, stehen schließlich auch die Protagonisten des Abends, beide gerade 30 und damit in jedem Sinne in die Zukunft weisend: der aus Siebenbürgen gebürtige Dirigent Gabriel Bebeselea, der seine Lehrjahre unter anderem in Amsterdam verbrachte und mittlerweile zwischen Moskau und Belfast dirigiert, und die in Moldawien selbst geborene Sopranistin Valentina Nafornia, die bereits zum Ensemble des Wiener Staatsoper gehört.


Young Euro Classic

Konzerthaus Berlin

Aufzeichnung vom 27.08.2017


Mieczysław Weinberg

Rhapsodie über moldawische Themen op. 47 Nr. 1

Wolfgang Amadeus Mozart

Konzertarie "Ah, lo previdi! - Ah, t’invola - Deh, non varcar" KV 272

Konzertarie "Bella mia fiamma, addio" C-Dur KV 528

George Enescu

Pastorale-Fantaisie (Deutsche Erstaufführung)

Modest Mussorgskij

"Bilder einer Ausstellung", orchestriert von Maurice Ravel


Valentina Nafornița, Sopran

Moldovan National Youth Orchestra (Republik Moldau)

Leitung: Gabriel Bebeselea

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