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Kulturnachrichten

Sonntag, 26. September 2021

Yard Act gewinnt Newcomer-Preis

Das britische Post-Punk Quartett Yard Act hat den begehrten Preis für talentierte Newcomer des Hamburger Reeperbahn-Festivals gewonnen. "Unbestreitbar authentisch", sagte der britische Musiker und Juror Tom Odell über die Sieger bei der Verleihung des Anchor-Awards im St. Pauli Theater. Nachdem die Veranstaltung vergangenes Jahr im Hybrid-Format stattfand, waren dieses Jahr wieder alle Juroren und Acts vor Ort. Auch Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda (SPD) betonte in seiner Rede: "Ich freue mich, dass wir in Hamburg wieder die Welt zusammen bringen können, um Musik und Kunst zu feiern."

Interkulturelle Woche der christlichen Kirchen eröffnet

Mit einem gemeinsamen Appell der christlichen Kirchen zu einer offenen und vielfältigen Gesellschaft ist am Sonntag in Rostock unter dem Motto "#Offengeht" die bundesweite Interkulturelle Woche eröffnet worden. Bis zum 3. Oktober sollen dabei in rund 5000 Veranstaltungen in mehr als 500 Städten und Gemeinden klare Positionierungen gegen Rassismus, Rechtsradikalismus und völkisch nationale Gesinnungen erarbeitet werden. Die Interkulturelle Woche wird von der katholischen, evangelischen und griechisch-orthodoxen Kirche sowie von Kräften der Zivilgesellschaft wie Kommunen, Verbänden oder weiteren Religionsgemeinschaften gestaltet.

Erstmals Jüdische Kulturtage in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt beginnen am Sonntag die ersten Jüdischen Kulturtage des Landes. Geplant ist ein Programm rund um jüdisches Leben, Geschichte, Kultur und Religion, teilte die Jüdische Gemeinde Halle mit. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Jubiläums "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland" statt. Besucher und Besucherinnen können an Konzerten, Führungen, Vorträgen, Filmvorführungen, Ausstellungen und Tagungen teilnehmen. Außerdem öffnen sich jüdische Gemeinden für Begegnungen bei gemeinsamem Essen und Trinken. Organisiert werden die Jüdischen Kulturtage durch den Verein Leopold Zunz. Dieser ist nach eigener Aussage der "Erforschung und Bekanntmachung jüdischer Gegenwart und Geschichte in Mitteldeutschland" verpflichtet.

Argentinische Paare gewinnen Tango-Weltmeisterschaft

Bei der Tango-Weltmeisterschaft in Buenos Aires haben sich zwei argentinische Paare durchgesetzt. Emmanuel Casal und Yanina Muzyka gewannen in der Kategorie Bühnentango, Agustín Agnez und Bárbara Ferreyra in der Kategorie Salontanz. Das Finale fand vor dem Obelisken statt - dem Wahrzeichen von Buenos Aires. Insgesamt nahmen 800 Tänzer und Tänzerinnen aus 25 Ländern an dem Wettstreit teil. Einige wurden aufgrund der Corona-Pandemie virtuell zugeschaltet. Das "Campeonato Mundial de Baile de Tango" findet seit 2003 jedes Jahr in Buenos Aires statt. Teilnehmen können Amateure und Profis aus der ganzen Welt. Seit 2013 sind auch gleichgeschlechtliche Paare zugelassen. Anlässlich der diesjährigen Weltmeisterschaft wurden in der argentinischen Hauptstadt die Milonga-Salons wiedereröffnet, die wegen der Corona-Pandemie 18 Monate geschlossen waren.

Status Quo-Bassist Alan Lancaster ist tot

Der Mitgründer der britischen Rockband Status Quo, Alan Lancaster, ist tot. Der Bassist sei im Alter von 72 Jahren gestorben, teilte die Gruppe am Sonntag auf ihrer Internetseite mit. Lancaster litt seit Jahren an Multipler Sklerose. Der Sänger der Band, Francis Rossi, wird mit den Worten zitiert: "Alan war ein zentraler Bestandteil des Sounds und des enormen Erfolgs von Status Quo in den 1960er und 1970er Jahren." Lancaster hatte die Band 1985 verlassen und anschließend auch juristische Auseinandersetzungen mit seinen früheren Band-Kollegen geführt. Für eine Reunion-Tour 2013/14 spielte der Bassist aber noch einmal mit der Stammbesetzung.

"Global Citizen": Musikstars singen für Impfgerechtigkeit

Für Impfgerechtigkeit, Klimaschutz und den Kampf gegen Armut sind am Wochenende zahlreiche internationale Musikgrößen aufgetreten. Elton John sang vor dem Pariser Eiffelturm, Billie Eilish trat im New Yorker Central Park auf und die südkoreanische Boygroup BTS eröffnete den Stream des "Global Citizen Live" aus Seoul mit ihrem Hit "Permission to Dance". Insgesamt kamen laut Angaben der Initiative "Global Citizen" circa 1,1 Milliarden US-Dollar für den guten Zweck zusammen - es spendeten Regierungen, Unternehmen und Wohltätigkeitsorganisationen. Den Auftakt des 24-stündigen Konzerts rund um den Globus bildete Elton Johns Auftritt in Paris. Die Tickets hatten die Besucher durch ihr Engagement gewonnen - etwa weil sie in Tweets und Petitionen Unternehmen und Staaten zum Handeln für globale Gerechtigkeit aufforderten. John forderte mit Blick auf die Impfstoffe, man dürfe "niemanden zurücklassen". Auch die Black Eyed Peas und Ed Sheeran sangen in Paris. In New York brachten u.a. Lizzo, Coldplay und Jennifer Lopez das Publikum in Stimmung. Dort warben der britische Prinz Henry und Herzogin Meghan für eine gerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen.

Preisverleihung beim Filmfestival von San Sebastián

Den Hauptpreis des Filmfestivals von San Sebastián, die Goldene Muschel, hat der rumänische Film "Crai Nou" erhalten. Darin erzählt Alina Grigore in ihrem Regiedebüt von einer jungen Frau, die gerne studieren möchte, sich aber dem Alltag ihrer Familie nur schwer entziehen kann. Den Preis für die beste Regie erhielt die Dänin Tea Lindeburg für "Du som er i himlen", angesiedelt im ländlichen Dänemark Ende des 19. Jahrhunderts. Hauptdarstellerin Flora Ofelia Hofmann Lindahl wurde für ihre schauspielerische Leistung ausgezeichnet, ebenso wie Jessica Chastain für ihre Rolle in "The Eyes of Tammy Faye". Der Spezialpreis der Jury ging an Luci Hadzihalilovic für die britisch-französisch-belgische Ko-Produktion "Earwig". Mit dem Preis für das beste Drehbuch wurde der Brite Terence Davies für seinen Film "Benediction" ausgezeichnet. Den Preis für die beste Nebenrolle erhielt das ganze Ensemble des spanischen Beitrags "Quién lo impide" von Jonas Trueba. Die Französin Claire Mathon wurde mit dem Preis für die beste Kamerarbeit in dem Film "Enquete sur un scandal d'état" von Thierry de Pereti geehrt. Das Filmfestival von San Sebastian gehört zu den wichtigsten in Europa und ist das größte in der spanischsprachigen Welt.

Preisverdächtiges Projekt: "Kinder lesen Katzen vor"

Das Nachilfeprojekt "Kinder lesen Katzen vor" ist für den diesjährigen Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Kinder könnten im Rahmen des Projekts ungestört lautes Lesen üben, sagte die Sprecherin des Tierheimes, Annette Rost. Die Katzen hätten dadurch Gesellschaft und würden ihr Sozialverhalten verbessern. Das Projekt richtet sich an Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren, die Schwierigkeiten beim Lesen haben. Die Lesestunde gibt es seit August 2019. Die Idee dafür kam aus den USA. Das Tierheim hat für sein Leseprojekt bereits zwei Preise erhalten.

Heidenreich hält Gendersprache für vorübergehend

Die Schriftstellerin Elke Heidenreich hält gegenderte Sprache für ein vorübergehendes Phänomen. "Ich glaube, dass sich diese Genderei wieder beruhigt", sagte Heidenreich der "Augsburger Allgemeinen" vom Samstag. Sie halte auch nichts davon, dass man nachträglich alte Bücher auf das heutige angepasste Reden und Denken frisierte. "Das ist Schwachsinn, und das wird hoffentlich wieder aufhören", fügte sie hinzu. Wichtiger sei für Heidenreich laut Zeitung, dass Frauen im Literaturbetrieb eine immer größere Rolle spielten. "Autorinnen sind sehr auf dem Vormarsch", betonte sie. Die Dichterin Amanda Gorman etwa, die bei der Amtseinführung von US-Präsident Biden aufgetreten ist, sei das weltweit größte deutliche Zeichen dafür.

Humperdinck-Tagebücher an Siegburg übergeben

Der frühere "Bild"-Chefredakteur Kai Diekmann überlässt der Stadt Siegburg 48 Tagebücher von Wolfram Humperdinck, dem Sohn des Komponisten Engelbert Humperdinck. Diekmann hat das Konvolut aufgekauft und stellt es dem Siegburger Stadtarchiv als Dauerleihgabe zur Verfügung. Siegburg ist der Geburtsort von Engelbert Humperdinck (1854-1921). Sein Sohn Wolfram (1893-1985) war Regisseur und Intendant. Die Tagebücher stammen aus den Jahren 1933 bis 1983. Sie seien eine wichtige Fundgrube nicht nur für die Humperdinck-Rezeption während der Nazi-Zeit und in der Nachkriegszeit, sondern auch für das Musikleben dieser Zeit ganz allgemein, teilte die Stadt Siegburg mit.

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