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Filme der Woche / Archiv | Beitrag vom 16.12.2009

"Wo die wilden Kerle wohnen"

Jörg Taszman über einen liebenswerten Kinderfilm

Max und einer der Kerle (AP)
Max und einer der Kerle (AP)

Ein Junge begegnet den großen pelzigen Trollen auf einer einsamen Insel. Nachdem er ihnen als Leckerbissen entkommen ist, soll er ihr König werden.

Sie sehen aus wie riesengroße Trolle: pelzig und irgendwie knuffig und als der neunjährige Max diesen wilden Kerlen auf einer einsamen Insel begegnet, ist er sofort begeistert von der kindlichen Zerstörungslust und Verspieltheit dieser "wilden Kerle". Als Max von ihnen entdeckt wird, muss er sie jedoch zunächst davon überzeugen, ziemlich ungenießbar zu sein, um nicht als kleiner Happen zwischendurch zu enden. Und Max hat Glück - die wilden Kerle suchen einen Anführer, einen König. Der Traum eines jeden kleinen Jungen geht zunächst in Erfüllung, aber König sein auf Dauer ist schwer und undankbar.

In den USA ist das Kinderbuch "Where the wild things are" von Maurice Sendak Kult. Mit Regisseur Spike Jonze, bekannt durch innovative Filme wie "Being John Malkovich", konnte auch ein Filmemacher gewonnen werden, der den Stoff optimal für die Leinwand adaptiert hat. Die wilden Kerle als überlebensgroße Puppen aus dem Hause Jim Henson sind optisch gelungen, der kleine Junge nicht zu niedlich und es gibt wirklich schöne Momente. Und doch fehlt es ein wenig an Handlung in diesem Film, der auf einem Buch basiert, das nur aus 340 Wörtern bestand. Liebens- und sehenswert, aber ein wenig zu lang und repetitiv.

Wo die wilden Kerle wohnen, USA 2009, Regie: Spike Jonze, Hauptdarsteller: Max Records, Catherine Keener, Mark Ruffalo, ab sechs Jahren

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