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Interview / Archiv | Beitrag vom 14.07.2014

WM-SiegKomplette Alleskönner

Axel Hacke: Die deutsche Mannschaft ist gereift

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Der Autor und Kolumnist Axel Hacke, aufgenommen am 01.06.2014 in Köln. (picture alliance / dpa /  Horst Galuschka)
Ist stolz auf Lahm und Co: Vielschreiber Axel Hacke (picture alliance / dpa / Horst Galuschka)

Kolumnist und Buchautor Axel Hacke ("Fußballgefühle") ist restlos begeistert von der deutschen Nationalmannschaft und ihrem Auftritt in Brasilien.

"Es gab selten in der deutschen Fußball-Geschichte eine Mannschaft, über die man sich so freuen konnte, auf die man so stolz sein konnte", sagte Hacke im Deutschlandradio Kultur. "Wir wissen alle noch, wie in den 80er-Jahren der deutsche Fußball war, wie abstoßend die Mannschaften teilweise aufgetreten sind - und wie wir davon weggekommen sind, das finde ich ganz toll", sagte er.

Komplette Spieler, die alles können

Insbesondere lobte Hacke die sozialen Kompetenzen der DFB-Elf. Die Mannschaft bestehe aus Spielern, die ihren Sport komplett beherrschten "und alles können was dazu gehört". Zugleich würden sich Lahm und Co. aber "nicht überheben" und nicht triumphierend auftreten. So hätten die deutschen Spieler mit den Brasilianern im Halbfinale mitgelitten.

Die Nationalspieler stehen in einem Regen aus goldenen Papierschnipseln und halten den WM-Pokal in die Luft. (AFP / Adrian Dennis)Die deutsche Elf feiert ihren vierten WM-Sieg (AFP / Adrian Dennis)

Niemand sagt mehr "Schweini" und "Poldi"

Auch sportlich zieht Hacke ein rein positives Fazit. Die Mannschaft bei der WM 2006 habe bereits alle begeistert, sei aber noch unreif gewesen. Acht Jahre später sei sie nun erwachsen geworden, sagte Hacke. Schon lange sage niemand "Schweini" und "Poldi" mehr. "Die sind (...) darüber hinaus gewachsen", betonte der Bestseller-Autor.

Keine Schonzeit für Löw

Vor Kritik sieht Hacke Bundestrainer Joachim Löw trotz des WM-Gewinns künftig nicht gefeit: "Das geht alles wieder von vorne los. Fußball beginnt am nächsten Morgen wieder von Neuem." Das könne sehr tröstend sein, wenn man verloren habe – oder auch deprimierend, wenn man gewonnen habe, sagte Hacke.

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