Das Feature, vom 10.11.2020, 19:15 Uhr

Wie Marokko die Opposition mundtot machtKein sicheres Herkunftsland

Marokko ist ein beliebtes Reiseland, Die Bundesregierung möchte es als „sicheres Herkunftsland“ einstufen. Doch hinter der Kulisse von traditionellen Märkten und Surfer-Stränden verbirgt sich nicht nur Armut. Wer hier lebt, für den gelten andere Gesetze als für Touristen.

Demonstranten in Marokkos Hauptstadt Rabat fordern die Bekämpfung von Korruption und Arbeitslosigkeit. (STRINGER / AFP)
Demonstranten in Marokkos Hauptstadt Rabat fordern die Bekämpfung von Korruption und Arbeitslosigkeit. (STRINGER / AFP)

Nawal Benaissa engagiert sich für bessere Krankenhäuser im Norden Marokkos. Sie schließt sich sozialen Protesten im Rif-Gebirge an. Mit ihren Facebook-Videos wird sie dabei schnell zur Influencerin. Sie dokumentiert die Protestbewegung - und die Repression. Bis sie ins Visier der Polizei gerät und in die Niederlande fliehen muss.

Anführer der Protest-Bewegung müssen für 15 oder 20 Jahre ins Gefängnis, viele berichten von Folter. Ein Zustand, über den Deutschland und die EU hinwegsehen, um politisch Verfolgten die Flucht nach Europa weiter zu erschweren.

Kein sicheres Herkunftsland
Wie Marokko die Opposition mundtot macht
Von Judith Michaelsen

Regie: Thomas Wolfertz
Es sprachen: Rebecca Madita Hundt, Sigrid Burkholder, Susanne Pätzold, Bruno Winzen und Daniel Wiemer
Ton und Technik: Gunther Rose und Roman Weingardt
Redaktion: Wolfgang Schiller
Produktion: Deutschlandfunk 2020

Kein sicheres Herkunftsland. Wie Marokko die Opposition mundtot macht (PDF)

Kein sicheres Herkunftsland. Wie Marokko die Opposition mundtot macht (Textversion)

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