Freistil, vom 12.07.2020, 20:05 Uhr

Wie James Bond-Filme die Welt erklärenDer Ethnologe ihrer Majestät

Alle Bond-Filme sind Weltreisen. Und die Welt, die der Zuschauer durch die Augen des Agenten kennenlernt, ist voller rassistischer Stereotype. Voll fieser Asiaten, dümmlicher Afrikaner, lebensfroher Latinos, raffinierter Französinnen und tumber Deutscher.

Daniel Graig im neuen James Bond Film: Keine Zeit zu sterben (imago images / ZUMA Press / MGM)
Der neue Bond-Film - der letzte mit Daniel Craig als 007 - ist erstmal auf November 2020 verschoben. (imago images / ZUMA Press / MGM)

1962, in der Hochphase der Dekolonisation, erscheint der erste Bond-Film. Das British Empire ist verloren - doch immerhin jettet 007 um die Welt und verteidigt mit der Walther PPK die postkoloniale Ordnung. Nebenbei spielt er den Reiseführer im unübersichtlichen globalen Dschungel, von dessen Bewohnern der Kinozuschauer der 60er-Jahre noch nicht allzu viel weiß.

Bond-Filme sind die Völkerschauen der Nachkriegszeit. Die in ihnen gezeigten Bilder von anderen Kulturen gehören vielleicht zu den prägendsten, die in der Massenkultur je entstanden sind.

Was für Bilder sind das, welche Hintergründe haben sie, und wie haben sie sich über die 007-Jahrzehnte verändert?

Der Ethnologe ihrer Majestät
Wie James Bond-Filme die Welt erklären
Von Christoph Spittler

Regie: Philippe Brühl
Es sprachen: Manuel Harder, Joachim Schönfeld und Marina Behnke
Ton und Technik: Jan Fraune
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2020

Der Ethnologe ihrer Majestät. Wie James Bond-Filme die Welt erklären (PDF)

Der Ethnologe ihrer Majestät. Wie James Bond-Filme die Welt erklären (Textversion)

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