Das Feature, vom 14.08.2009

Von Lottemi Doormann

Fernando Pessoa, der wichtigste portugiesische Dichter der Moderne, hat zu Lebzeiten nur sehr wenig veröffentlicht. Seine Jugend verbrachte der 1888 in Lissabon Geborene im südafrikanischen Durban, wo sein Stiefvater Konsul war. Mit 17 Jahren kehrte er für immer nach Lissabon zurück. Nach seinem Tod im Jahr 1935 entdeckte man in einer Holztruhe den umfangreichen literarischen Nachlass. Erst 47 Jahre später erschien eines seiner Hauptwerke: das "Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Bernardo Soares".

Fernando Pessoa, "Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Soares", Coverausschnitt (Amman Verlag)
Fernando Pessoa, "Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters Soares", Coverausschnitt (Amman Verlag)

Pessoas Lissabon ist ebenso farbig und faszinierend wie das Dublin des James Joyce oder das Prag Kafkas. Ständig wechselte der Dichter, der seinen Lebensunterhalt als Handelskorrespondent verdiente, seine Logierzimmer. Seine Spuren führen uns kreuz und quer durch die Stadt, zu Kaffeehäusern, Kneipen, Straßen und Plätzen, die Pessoa zum Schreiben inspirierten.

Produktion: Deutschlandfunk 2009