Freistil, vom 06.06.2021, 20:05 Uhr

Widerliches und Wertvolles vom SpeichelflussSpuck’s aus

Wer in die Hände spuckt, packt’s an. Wer in die Suppe spuckt, versaut’s. Wer die großen Töne spuckt, kann gehen. Auch als Geifer oder Sabber ist das Sekret der Speicheldrüse in die Sprache eingegangen und meint viel mehr als nur die Körperflüssigkeit.

Spucken verboten Schild in Neuseeland. (Imago / Westend61)
Spucken verboten! Ein Schild in Neuseeland. (Imago / Westend61)

Die Salivation, so der medizinische Begriff für den Speichelfluss, hat es in sich: wichtig zum Erhalt der Zähne, weil er hilft, Speisereste zu entfernen. Aufschlussreich für den Kriminalisten, um Täter zu überführen. Notwendig, da ohne ihn kein Schmecken, Schlucken, Sprechen gelänge.

Krankheiten kann die Spucke auch übertragen und daher mögen sich speiende Wesen bitte möglichst bedeckt halten - es sei denn sie begegnen uns als Brunnenfiguren.

Kulturell wird Sabbern oft als widerwärtig eingestuft und es ist als Garant für Angst unverzichtbar in den Horrorfilm eingeflossen. Zu Zeiten hoher Tröpfcheninfektionsgefahr wird der Speichelfluss gar als Feind betrachtet. Wohin also mit den ausgeworfenen Tröpfchen?

Spuck’s aus
Widerliches und Wertvolles vom Speichelfluss
Von Bettina Mittelstraß

Regie: Matthias Kapohl
Es sprachen: Hildegard Meier, Lisa Bihl, David Vormweg und Martin Bross
Ton und Technik: Hendrik Manook und Thomas Widdig
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Deutschlandfunk 2021

Spuck’s aus. Widerliches und Wertvolles vom Speichelfluss (PDF)

Spuck’s aus. Widerliches und Wertvolles vom Speichelfluss (Textversion)

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