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Echtzeit | Beitrag vom 23.01.2021

Wider den Corona-KollerFenster zum Glück

Moderation: Katja Bigalke

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Durch ein Fenster mit fast ganz zugezogenen, grünen Vorhängen lässt sich eine bergige Landschaft erkennen. (imago images / Westend61 / Maria Maar)
Zimmerreisen, schöne Ausblicke und einsame Inseln: ein Ausweg in der Coronakrise. (imago images / Westend61 / Maria Maar)

Corona lässt unseren Lebensraum auf wenige Quadratmeter zusammenschrumpfen. Es muss doch einen Ausweg geben. Um kleine, pandemiekonforme Fluchten aus den eigenen vier Wänden geht es in dieser Echtzeit.

Keine Kontakte, keine Kinobesuche – und noch nicht mal Arbeitskollegen. Die Coronazeit ist bekanntlich eher arm an äußeren Reizen. Wie also dem Lagerkoller entkommen? In dieser Echtzeit stellen wir ein paar pandemiekonforme Möglichkeiten vor.

Umschauen in fremden Lebenswelten

Ein schöner Ausblick ist von jeher eine feine Sache. In Zeiten der verordneten Häuslichkeit wird er plötzlich zum Stützpfeiler der mentalen Gesundheit. Immobilien-Experten vermelden eine gestiegene Nachfrage nach Hochhauswohnungen. Doch selbst wer nicht mit einem Blick auf urbane Skylines oder, sagen wir, den Vierwaldstättersee gesegnet ist, kann sich dank des Portals "Windowswap" eine Aussicht seiner Wahl verschaffen. Spektakuläre Fensterblicke aus aller Welt stehen zur Wahl. Zur Verfügung gestellt von anderen Stubenhockern.

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Wer sich mit dem voyeuristischen Blick in die Nachbarwohnung nicht begnügen mag, kann in Berlin auch auf "Zimmerreise" gehen. Eine Initiative von Künstlerinnen und Künstlern vermittelt solche Besuche in wildfremden Wohnungen – auch in der Coronazeit. Denn Begegnungen finden nicht statt, der Besucher oder die Besucherin darf sich ganz allein in der fremden Lebenswelt umschauen.

Festival-Feeling aus der Ferne

Ein Hobby, das bei gelangweilten Kindern gerade hoch im Kurs steht, ist das "slimen" oder "schleimen", also das Herstellen verschiedenster schleimartiger Konsistenzen aus mehr oder weniger gesundheitsbedenklichen Chemikalien oder Küchenvorräten. Klingt eklig. Ist es auch. Finden zumindest die Erwachsenen. Wir lassen uns von zwei Kindern erklären, warum ihnen gerade diese glibberig-klebrige Angelegenheit so viel Spaß macht.

Und zum Schluss noch ein Ausblick aufs Göteborg Filmfestival, das nächste Woche einen noch anonymen Filmenthusiasten beziehungsweise eine Enthusiastin auf eine einsame Insel schickt, zum ausdauernden Binge-Watching unter Beobachtung der Filmcommunity. Ein Corona-Experiment der besonderen Art!

Fazit

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