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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 19.08.2016

Wer kann sich Wohnen noch leisten?Verdrängung und hohe Mieten

Moderation: Panajotis Gavrilis

Demo gegen hohe Mietpreise in der Innenstadt in Berlin (imago/stock&people/Christian Mang)
Demo gegen hohe Mietpreise in der Innenstadt in Berlin (imago/stock&people/Christian Mang)

Seit Jahren steigen die Mieten in Deutschland, insbesondere in den Ballungsräumen, in München, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart und auch die Hauptstadt Berlin, lange Jahre ein Eldorado für bezahlbare Mieten, zieht nach.

Längst schon ist es keine Ausnahme, dass Haushalte ein Drittel bis die Hälfte ihres Einkommens für die Wohnkosten zahlen. Familien mit Kindern verlassen die Innenstädte, gut verdienende, Singles und internationale Investoren, die von den steigenden Immobilienpreisen profitieren wollen, prägen einstmals lebendige Stadtzentren.

Was tun gegen diese Entwicklung? Die Länder kommen mit dem Bau bezahlbarer Wohnungen nicht mehr nach, Bundesbauministerin Barbara Hendricks will sogar das Grundgesetz ändern, um den Ländern unter die Arme zu greifen. Gleichzeitig meldet sich das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft mit wissenschaftlichen Erkenntnissen, die besagen, dass die Lage so schlimm nicht sei und sich die Deutschen immer größere Wohnungen leisteten. Zwar steigen die Mieten, die Einkommen aber auch. Stadtforscher und Mietervertreter widersprechen dem vehement.

Über diese und andere Fragen diskutieren im Wortwechsel:

Lukas Siebenkotten vom Deutschen Mieterbund
Kai Warnecke von Haus & Grund
Daniel Mullis von der Universität Frankfurt / Main
Ulrich Kelber, Parlamentarischer Staatssekretär

Moderation: Panajotis Gavrilis

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