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Länderreport / Archiv | Beitrag vom 23.08.2012

Wenn Opa irgendwie anders wird

Der Demenz-Service in Nordrhein-Westfalen unterstützt Angehörige von Erkrankten

Von Friederike Schulz und Thorsten Poppe

Wohngemeinschaft für demenzkranke Senioren (picture alliance / dpa /Bernd Thissen)
Wohngemeinschaft für demenzkranke Senioren (picture alliance / dpa /Bernd Thissen)

Bis 2050 soll sich die Zahl der Demenz-Erkrankungen in Deutschland verdoppeln. Das Land Nordrhein-Westfalen hat schon vor acht Jahren den Demenz-Service mit Niederlassungen in jeder größeren Stadt gegründet. Die Büros arbeiten vernetzt mit Kliniken und Pflegeeinrichtungen und sind eine Anlaufstelle für Angehörige.

Die Prognosen sind alarmierend: Bis 2050 soll sich die Zahl der Demenz-Erkrankungen in Deutschland verdoppeln, und das Gesundheitssystem ist auf die Versorgung dieser Patienten nur unzureichend vorbereitet.

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr will mit dem neuen Pflegegesetz immerhin dafür sorgen, dass Familien von Betroffenen etwas mehr finanzielle Unterstützung bekommen. Doch die Betreuungs- und Pflegeangebote reichen für die mehr als eine Million Erkrankten nicht aus.

Hinzu kommt, dass viele Angehörige nicht wissen, an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen. Um dieses Problem anzugehen, hat die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen bereits vor acht Jahren die Landesinitiative Demenz-Service gegründet. Die hat in jeder größeren Stadt eine Niederlassung, versteht sich als zentrale Anlaufstelle für Angehörige zu allen Fragen rund um die Krankheit und vernetzt Kliniken und Pflegeeinrichtungen.

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