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Stunde 1 Labor | Beitrag vom 26.04.2020

Wendejahr 1990Chronologie einer Zeitenwende

Moderation: Tobias Lehmkuhl

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In Leipzig-Connewitz sitzen Jugendliche im Mai 1990 im Hinterhof eines Abrisshauses. (dpa-Zentralbild/ Waltraud Grubitzsch)
Mit der Wende wurde viele leerstehende Häuser von sogeannten Instand-Besetzern bezogen und diskutiert über die Zukunft. (dpa-Zentralbild/ Waltraud Grubitzsch)

Das Jahr 1989 endete in Euphorie. Das Jahr 1990 brachte weitaus vielfältigere Gefühle zum Vorschein: neben Hoffnung und Enthusiasmus auch Trauer, Angst und Wut. Ein Blick zurück lohnt sich, wie der Publizist Jan Wenzel zeigt.

Ja, das Jahr 1990 war das aufwühlendere und intensivere - zumindest in den beiden Deutschlands. Es war gefühlt das längere Jahr. So viel ist in diesem Jahr passiert, so viel hat sich in ihm entschieden und das Leben von Millionen auf Jahrzehnte hinaus bestimmt

Beeindruckende Kombination

Es kommt einer archäologischen Mammutaufgabe gleich, all die verschiedenen Erinnerungs- und Gefühlsschichten freizulegen und zugleich die reiche Chronologie der Ereignisse im Blick zu behalten. Jan Wenzel hat sich dieser Aufgabe gestellt und zeigt in dem von ihm herausgegeben Band "Das Jahr 1990 freilegen" wie nebenbei, was das Medium Buch in der Kombination von Text und Bild alles vermag.

Mit dem Autor diskutieren Ute Mahler, Fotografin und Gründerin der Fotoagentur Ostkreuz, sowie der in Leipzig lebende Journalist und Dichter Jörg Schieke. Es moderiert Tobias Lehmkuhl.

Aus dem Literarischen Colloquium Berlin
Lesung: Jan Wenzel
Gäste: Ute Mahler, Jörg Schieke
Moderation: Tobias Lehmkuhl
Produktion: Deutschlandfunk 2020

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