Weltzeit 

Judentum in AfghanistanZebulon allein zu Haus

Zebulov Simentov sitzt in seiner Wohnung auf dem Teppich und liest, vor sich zwei Porzellangefäße mit Nüssen. (Imago / ZUMA Press)

Einst lebten in Afghanistan tausende jüdische Familien. Heute ist in Kabul gerade noch eine Synagoge übrig: Dort wohnt Zebulon Simentov seit Jahren allein. Ein besonderer Mensch, für sich, für das Judentum und für Afghanistan. Ein Besuch.

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Lithium in BolivienDie Gier nach dem weißen Gold

Uyuni Salzebene in Bolivien, Arbeit mit dem Bohrer, 29. Oktober 2009  (AFP / Aizar Raldes )

Für Akkus von Smartphones und Elektroautos braucht die Welt Lithium. Große Mengen davon lagern in Bolivien. Der Profit mit dem Rohstoff soll nicht im Ausland landen, verspricht Präsident Evo Morales - der am Sonntag wiedergewählt werden will.

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Mangelland MosambikKrisen soweit das Auge reicht

Ein Mann läuft in Maputo an einer Wand entlang, die mit roten Plakaten des mosambikanischen Staatschefs Filipe Jacinto Nyusi von der Frelimo beklebt ist. (Imago / epd / Stefan Ehlert)

Armut, Katastrophen, Korruption, Gewalt: Mosambik in Ostafrika, wo heute gewählt wird, ist ein Land der Krisen. Seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1975 regiert die Befreiungsbewegung Frelimo - keine Erfolgsgeschichte, wie der Alltag zeigt.

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Polen nach der WahlDie "nationale Revolution" geht weiter

Jaroslaw Kaczynski hinter zwei Mikrofonen, im Hintergrund die polnischen Landesfarben  (picture alliance / ZUMA Press / JP Black )

Dank oder trotz des Gegenwindes aus Brüssel: Die regierende nationalkonservative PiS hat die Wahlen in Polen deutlich gewonnen. Sie ist gemeinsam mit der rechtsextremen "Konföderation" sehr beliebt bei Jüngeren. Wohin steuern unsere Nachbarn?

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Norwegen als RettungsankerAsyl für verfolgte Künstler weltweit

Der iranische Comic-Autor Ali Durani hat durch das Hilfsnetzwerk ICORN in Norwegen Asyl erhalten. In der Zentrale in Stavanger hält er einen Comic in der Hand. (Michael Frantzen)

Ihnen droht Knast, Gewalt oder Existenzverlust: Verfolgte Autoren und Künstler weltweit finden Zuflucht in 74 Städten, die Teil des norwegischen Hilfsnetzwerkes ICORN sind. Darunter Nobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch und Comic-Zeichner Ali Durani.

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Krieg in der Ostukraine„Niemals wird das jemand verzeihen“

"I love Sewerodonezk" - Installation vor dem Kulturpalast. (Elisabeth Lehmann)

Es gibt einen erneuten Versuch, den Krieg in der Ostukraine zu beenden. Für die Menschen vor Ort ist eine Versöhnung jedoch schwer vorstellbar. Das zeigt auch die Freundschaft zweier Frauen, die hält, obwohl die Frontlinie sie trennt.

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100 Tage EU-RatsvorsitzFinnland kämpft für ein klimaneutrales Europa

Morgendunst am Salajärvi in Finnland (imago/Photocase)

Erstmals seit Langem regiert in Finnland wieder eine linke Mehrheit mit grünem Anstrich. Den EU-Ratsvorsitz will man dazu nutzen, auch die EU bei der Nachhaltigkeit voranzubringen. Und Vorreiter in der Umweltpolitik ist nicht nur Helsinki.

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Kirche und AmazonasIndigene zwischen Ausbeutung und Anbetung

Frauen aus der Amazonas-Region stehen während der Messe in den Kirchenbänken. Daneben: Geistliche und Messdiener. (AFP/Tiziana FABI)

Gespannt blickt man am Amazonas in diesen Tagen auf Rom: 180 Bischöfe diskutieren dort über Umweltzerstörung, die Rechte der Indigenen und den Priestermangel. Damit die katholische Kirche in der Region ihren Einfluss behält, muss sich einiges ändern.

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Sri Lankas DrogenproblemHeroin, Todesstrafe und Gebete

Abendszene eines kargen, einstöckigen, blauen Gebäudes, in dessen Türeingang ein junger Mann mit dem Rücken zur Kamera steht. (Emre Çaylak)

Sri Lanka ist ein wichtiges Transitland für Drogenhändler, die Zahl der Süchtigen steigt. Präsident Sirisena will das Problem mit der Todesstrafe lösen. Prävention und Suchtbehandlung überlässt er vor allem religiös geprägten Organisationen.

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Polen vor der WahlDie scheinheilige Rolle der Kirche

Die golden gekrönte Christusstatue, erbaut in der Stadt Swiebodzin in Woiwodschaft Lubusz im Jahr 2010, gilt als die höchste Jesusstatue der Welt gilt. Um sie herum sind Felder zu sehen. (imago images / BE&W)

In Polen wird am 13. Oktober gewählt. In dem sehr katholischen Land spielt die Kirche traditionell eine große Rolle im Wahlkampf. Doch die jüngsten Missbrauchsskandale der Kirche könnten der Regierungspartei PiS Stimmen kosten.

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AfghanistanMehr als die Hälfte lebt in Armut

Eine Frau schleppt zusammen mit ihren Kindern Säcke über die Straße. (AFP/ Wakil Koshar)

Krieg, Terror, wirtschaftliche Not - mehr als 85 Prozent der Afghanen leiden unter ihrer Lebenssituation. Mehr als die Hälfte der Afghanen hat weniger als einen Dollar pro Tag zur Verfügung. In der Not müssen auch die Kinder mit anpacken.

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Der Brexit und seine FolgenBritisches Gesundheitssystem in Gefahr

Jugendliche Aktivisten von 'Our Future, Our Choice' haben vor dem "Department of Health and Social Care" in London Boxen mit Medikamentenrationen als Protestaktion gegen den Brexit aufgebaut. (Getty / Dan Kitwood)

Der EU-Austritt würde wöchentlich 350 Millionen Pfund in die Kassen des staatlichen Gesundheitssystems NHS spülen, versprach Boris Johnson vor dem Brexit-Referendum. Aber nun droht ausgerechnet der Brexit, dem NHS das Genick zu brechen.

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Arsen-Brunnen in BangladeschAus Hilfe wird Massenvergiftung

Das sichtbarste Zeichen einer Arsen-Vergiftung sind rissige und wunde Hände. Viele Dorfbewohner in Bangladesch leiden durch ihr Brunnenwasser darunter und halten ihre Hände hoch. (Thomas Kruchem)

Wer die Welt verbessern will, kann scheitern. Diese Erfahrung machten auch die Brunnenbauer in Bangladesch, die angetreten waren, Millionen Menschen endlich sauberes Trinkwasser zu geben. Andere Weltverbesserer in Schottland sind erfolgreicher.

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Deutsche Nonne in PakistanDie Mutter der Lepra-Kranken

Ruth Pfau wird von der Sonne angestrahlt. Sie trägt ein gelb-blaues Tuch auf dem Kopf, das im Wind weht. Im Hintergrund ist Wüste. (DAHW)

Am 25. September 2019 wird der „Alternative Nobelpreis“ verliehen. Wir wollten nicht auf die Right-Livelihood-Stiftung warten und haben selbst nach Menschen gesucht, die sich für die „Gestaltung einer besseren Welt“ einsetzen. Einige hatten Erfolg, wie Ruth Pfau.

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Textilindustrie in BangladeschMaschine verdrängt Näherin

Die 30-jährige Näherin Mina mit ihrem jüngsten Sohn, aufgenommen in Bangladesch (Caspar Dohmen)

Bangladesch exportiert Textilien im Wert von 30 Milliarden Euro – vor allem nach Europa. Seit dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 hat sich die Sicherheitslage dort verbessert. Doch es gibt eine neue Bedrohung für die Arbeiter: durch Maschinen.

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Utrecht probt Klimaschutz im KleinenBushaltestellen für Bienen

Detailansicht des Daches einer Bushaltestelle, das mit einer genügsamen Sukkulentenart bepflanzt wurde. (Picture Alliance / ANP / Koen van Weel)

Simpel, aber effektiv – in der holländischen Stadt Utrecht ließ die Verwaltung die Dächer von Bushaltestellen für Insekten begrünen. Das freut nicht nur die Bürger, sondern bekämpft Feinstaub, Artensterben und sorgt für ein besseres Klima.

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Neues Weltkulturerbe im IrakDie Ruinenstadt Babylon

Besucher laufen durch den Nachbau des Ishtar-Tores in den Ruinen von Babylon. (Picture Alliance / AP Photo / Anmar Khalil)

Einst Hochkultur, dann Ruine, später US-Militärlager – Babylon musste einiges aushalten. Nun steht ein Neubeginn bevor: Seit dem Sommer gehört die antike Stätte zum UNESCO-Weltkulturerbe. 30 Jahre lang hatten irakische Regierungen dafür geworben.

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Neuwahl in IsraelDer Unmut über die Strengreligiösen

Orthodoxe Juden beten an der Klagemauer in Jerusalem (picture alliance / Winfried Rothermel)

Premier Benjamin Netanjahu steht unter Druck. Nach den Wahlen im Mai konnte er keine Koalition bilden, weshalb die Israelis morgen zur Neuwahl gerufen sind. Netanjahu muss gewinnen, sonst landet er voraussichtlich im Gefängnis. Wegen Korruption.

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Österreich wähltNach dem Rechtsruck jetzt Schwarz-Grün?

Der österreichische Politiker Sebastian Kurz (ÖVP) bei der Elefanten-Wahlkampfrunde im Radio Ö1. (imago / photonews.at)

Am 29. September wird in Österreich gewählt. Nach dem Zusammenbruch der Rechts-Rechtsaußen-Koalition hat plötzlich eine ganz neue Konstellation Chancen: Schwarz-Grün. Auf den ersten Blick undenkbar. Doch Österreich ist bereits grüner, als man denkt.

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Afghanistans neuer ExportschlagerSafran statt Opium

Eine lilafarbene Safran-Pflanze steht auf einem Feld. (picture-alliance/ dpa / epa Altaf Qadri)

Die Opiumproduktion in Afghanistan ist eine wichtige Geldquelle für die Taliban. Was wäre, wenn die Bauern Safran statt Schlafmohn anbauen würden? Sie hätten eine neue Verdienstmöglichkeit und Perspektive. Aber auch davon würden die Taliban profitieren.

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Kanadas CannabiskonzerneEine Branche im Rausch

Cannabis-Blüten werden am Fließband gestutzt. (Nicolas Martin)

Seit knapp einem Jahr ist in Kanada der private Konsum von Cannabis legal. Ein expandierender Markt ist entstanden, auf dem sich mittlerweile recht große Konzerne tummeln. In der Branche herrscht Goldgräberstimmung. Der Boom hat aber auch Schattenseiten.

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Kobaltabbau im KongoKinderarbeit für Handyakkus

Kinder arbeiten auf dem Boden sitzend in einer Kobaltmine im Kongo. (picture alliance / Amnesty International / Thomas Coombes)

Etwa 200.000 Menschen arbeiten im Kongo in wilden Klein-Minen für Kobalt oder Kupfer, davon mindestens 22.000 Kinder. Eine gefährliche Knochenarbeit. Doch eine Schließung der illegalen Minen würde die Menschen hart treffen. Denn andere Jobs gibt es kaum.

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Teenager in Tansania Schulverbot bei Schwangerschaft

Portrait von drei Mädchen im Teenageralter in einer Schule in Tansania. Sie tragen Schuluniform, weiße Blusen und blaue Krawatten, und lächeln in die Kamera. (dpa / Sandra Gätke)

Armut, überholte Traditionen, fehlende Aufklärung: Die Gründe für Frühschwangerschaften bleiben, dennoch hat Tansanias Präsident das Schulverbot für betroffene minderjährige Teenager verschärft. Um die Ausgestoßenen kümmern sich private Helfer.

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China in ZentralasienWem nützt die Neue Seidenstraße?

Luftansicht von Nur-Sultan in Kasachstan, futuristische Hochhäuser und im Vordergrund ein Monument mit großer goldener Kugel auf der Spitze (picture alliance / dpa / TASS / Valery Sharifulin)

Eine riesige Region, noch dazu strategisch bedeutsam und voller Ressourcen: Deshalb ist Chinas Interesse an Zentralasien so groß. Von Europa unbemerkt vollzieht sich hier ein geopolitisch entscheidender Wandel - der vor Ort nicht unumstritten ist.

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