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Weltzeit / Archiv | Beitrag vom 01.08.2018

Weltstadt San FranciscoWo seit LSD alles möglich ist

Von Marcus Schuler, Nicole Markwald, Wolfgang Stuflesser und Katharina Wilhelm

Blick von einer Brücke auf die Skyline von San Francisco (Patrik Göthe / Unsplash)
Blick von einer Brücke auf die Skyline von San Francisco (Patrik Göthe / Unsplash)

Seit 1967 ist San Francisco weltweit ein Begriff. Damals veränderte die Hippie-Bewegung aus Kalifornien den Planeten. Gleiches gilt heute für die ansässigen Internetunternehmer. Hier erscheint alles machbar, auch die Fusion von Croissant und Taco.

Die Golden Gate Bridge ist 1995 zum modernen Weltwunder erklärt worden und gilt als das Wahrzeichen von San Francisco. Jeden Tag muss das knapp drei Kilometer lange Bauwerk von 1937 renoviert werden. Das erledigt der rund 100-köpfige Trupp einer kommunalen Baufirma, die Marcus Schuler für einen Tag begleiten durfte. Pullover nicht vergessen.

Im Weltzeit-Podcast hören Sie alle Folgen unserer Reihe über Weltstädte mit einer besonderen Geschichte: Nagasaki, Alexandria, San Francisco und Ceuta.

Insel der Engel und Einwanderer

Von 1910 bis 1940 sind rund eine halbe Million Einwanderer in die USA über Angels Island eingereist. Die kleine Insel in der Bucht von San Francisco ist vergleichbar mit Ellis Island in New York. Hier an der US-Westküste war Angels Island vor allem Anlaufpunkt für Asiaten, Australier und Südamerikaner. Chinesische Gedichte und andere Spuren sind noch heute an den Wänden der alten Unterkünften zu sehen. Später wurde die Insel vom US-Militär genutzt. Inzwischen ist sie ein Naturschutzpark, von dessen Existenz und Geschichte wenige wissen, erfuhr Nicole Markwald bei einem Besuch.

Die Herkunftsländer der Einwanderer auf Angels Island Anfang des 20. Jahrhunderts abgebildet auf einer Karte. (Nicole Markwald)Eine Karte mit den Herkunftsländern der Einwanderer über Angels Island Anfang des 20. Jahrhunderts. (Nicole Markwald)

Summer of Love begann mit LSD 1966

Im Golden Gate Park in San Francisco sitzen sie immer noch und machen Musik, so wie Mitte der 60er Jahre, als ihre Helden Jimi Hendrix und Janis Joplin hier kostenlose Konzerte gaben. Die Leute hätten damals eine andere Einstellung als heute gehabt, erzählt ein 68er-Veteran Wolfgang Stuflesser. Wobei alles schon im Januar 1966 begann, mit den ersten LSD-Partys, ein Jahr später folgte das erste Drogen- und Musik-Festival, besucht von 30.000 Leuten und auf einmal kamen Medien aus aller Welt nach San Francisco, um über die Hippie-Bewegung zu berichten - mit dem Höhepunkt 1968: dem Summer of Love.

"Blumenkinder" lagern 1967 auf einer Wiese in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien und geben sich dem "Flower Power"-Feeling hin. | (picture alliance / dpa / UPI)Hippies in San Francisco 1967. (picture alliance / dpa / UPI)

Essen, das auf Instagramm funktionieren muss

Es klingt verrückt, sieht aber gut aus und ist damit bestens geeignet für Instagramm: der Tacro. Die Fusion aus dem mexikanischen Taco und dem französischen Croissant ist das neuste Produkt der Food-Tüftler in San Francisco, das Katharina Wilhelm gefunden hat. Das Ziel: Neues schaffen, dass auch gut bei Influencern im Netz ankommt. Essen müsse heutzutage auch auf Instagramm funktionieren, sagen viele Restaurants. Die Fotos müssen gut aussehen, wenn sie als Werbung funktionieren sollen. Das verändere unsere Art zu essen. Regenbogen seien derzeit besonders trendy, so ein Restaurant-Besitzer. Vielleicht sehen wir das auch bald in Europa.

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