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Kulturnachrichten

Sonntag, 21. Mai 2017

Weltausstellung Reformation wird in Wittenberg eröffnet

Freiluft-Ausstellung in der Lutherstadt

An den Altstadtgrenzen wird auf 500 Jahre Reformation und deren Folgen bis in die Gegenwart zurück geblickt. Dazu dienen sieben "Tore der Freiheit" bis Mitte September als Präsentationsfläche für mehr als 80 Aussteller. Wittenberg gilt seit dem für den 31. Oktober 1517 überlieferten Thesenanschlag Martin Luthers als Wiege der Reformationsbewegung, aus der die evangelische Kirche hervorgegangen ist. Am Auftaktgottesdienst zur Weltausstellung auf dem Wittenberger Marktplatz nehmen unter anderem Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, teil.

Spacey: "Politik ist heute echt schmierig"

US-Schauspieler staunt nur noch über Nachrichten

Kevin Spacey (57), Darsteller des intriganten Präsidenten Underwood in der US-Serie "House of Cards", hält nicht zuletzt wegen Donald Trump die echte Politik für die neue Realityshow: "Ich glaube, das ist mittlerweile relativ deutlich zu erkennen", sagte der Schauspieler der "Bild am Sonntag". Die Parallelen mit der realen Welt überraschten ihn immer wieder: "Kaum ein Tag vergeht, da du nicht mit Staunen auf die Nachrichten schaust", meint er. Bei der fünften "House of Cards"-Staffel über Macht, Lügen und Intrigen im Weißen Haus habe man nicht darauf geachtet, aktuell zu sein. "Das könnten wir auch gar nicht. Es wäre fast so, als müsste man in eine Kristallkugel schauen und erraten, was als Nächstes passiert", sagte Spacey. In die Politik wolle er selbst auf keinen Fall einsteigen, denn sie "kann noch heute ein echt schmieriges Geschäft sein". Dagegen wolle er die Serie gerne weiterdrehen, solange das Publikum weiter einschalte: "Ich habe die Zeit meines Lebens im Moment. So viel Spaß hatte ich nie zuvor bei einem Job", sagte er. Die neue Staffel startet ab 30. Mai.

Museen bringen Menschen zusammen

Internationaler Museumstag: 1600 Häuser machen mit

Bundesratspräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat Museen als lebendige Bildungs- und Kommunikationsorte gewürdigt. Bei der Auftaktveranstaltung zum Internationalen Museumstag sagte sie laut vorab verbreitetem Redetext: "Sie bringen uns unsere Geschichte näher und öffnen den Blick für aktuelle, auch kontroverse Themen." Unter dem Motto "Spurensuche. Mut zur Verantwortung!" beteiligten sich bundesweit mehr als 1600 Museen an der 40. Ausgabe des internationalen Museumstages. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer hat als Bundesratspräsidentin in diesem Jahr die Schirmherrschaft über den Museumstag übernommen. Ihre Präsidentschaft hat sie unter das Motto "Zusammen sind wir Deutschland" gestellt. Ihr sei es besonders wichtig, statt des Trennenden das Gemeinsame zu sehen und zu leben: "Gerade Museen leisten dazu einen großen Beitrag", erklärte sie.

Alfred-Kerr-Darstellerpreis für Michael Wächter

54. Berliner Theatertreffen geht zu Ende

Zum Abschluss des 54. Berliner Theatertreffens ist Michael Wächter vom Theater Basel mit dem mit 5000 Euro dotierten Alfred-Kerr-Darstellerpreis ausgezeichnet worden. Wächter ist in seiner Rolle des betrogenen Ehemanns Theodor in Tschechows "Drei Schwestern" aufgefallen. Regie bei der radikal modernen Version des Klassikers führte Simon Stone. Jurorin des Kerr-Preises für eine herausragende Leistung eines jungen Darstellers war die Film- und Theaterschauspielerin Imogen Kogge. Sie wählte den Preisträger aus einer der Inszenierungen aus, die zum Theatertreffen eingeladen waren. Wächter ist 1986 in Leipzig geboren, studierte an der Roosevelt High School of Performing Arts in Kalifornien und an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin.

UNESCO besorgt um die kulturelle Vielfalt

Kulturelle Vielfalt stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt

Gewaltbereite Extremisten hätten gemeinschaftliches kulturelles Erbe zerstört, sagte UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova anlässlich des heutigen Tages der kulturellen Vielfalt. Sie versuchten den Menschen die entscheidenden Verbindungen zu ihrer Geschichte zu nehmen. Insbesondere Minderheiten seien häufig Ziel Gewaltbereiter Extremisten, erklärte Bokova. Der Generaldirektor der UNO-Organisation für Migration, William Lacy Swing, rief Regierungen und Bürger vor allem westlicher Länder auf, den Themen Migration und Diversität und den damit verbundenen Herausforderungen offener zu begegnen und gemeinsame Perspektiven zu entwickeln. Die kulturelle Vielfalt habe die Kraft, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken, meint Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission: "In Zeiten, in denen der Zusammenhalt der Gesellschaft zunehmend unter Druck gerät, bieten Kunst und Kultur eine Plattform für Gespräche und Verständigung. Kulturelle Vielfalt fördert Kreativität und Innovation. Und Kreativität und Innovation haben ein großes Potenzial für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft. Das müssen wir nutzen", forderte sie.

Eliten in falscher Aura

Philosoph Liessmann hat kein Lob für die Eliten übrig

Das aktuelle Verständnis von Elite sei "aus dem neoliberalen Geist des Wettbewerbs" geboren und habe der Elite, obwohl sie vielfach versagt habe, eine falsche Aura verliehen, sagte Konrad Paul Liessmann im Deutschlandfunk. Der Wiener Philosoph schließt sich dem Lob der Elite nicht an, das im Bildungsbereich schon lange en vogue ist. Heutige Eliten gäben sich zwar liberal und fortschrittlich, stünden dem Volk, für das sie einzutreten versprechen, aber misstrauisch gegenüber und praktizierten eine Art aufgeklärten Absolutismus, meint er. Abgeschottet in einem Echoraum mit Gleichgesinnten hätten sie vergessen, wie es draußen zugeht. Wer aber die Demokratie und eine aufgeklärte Gesellschaft verteidigen will, muss nach Liessmanns Ansicht den artikulierten Wählerwillen auch der sogenannten Populisten ernst nehmen: "Manchmal ist das Volk klüger, als die Gebildeten unter seinen Verächtern glauben", sagte er.

Prince-Nachlass geklärt

Geschwister sollen erben

Bis zu 300 Millionen Dollar umfasst der Nachlass des im vorigen Jahr verstorbenen Popstar Prince, jetzt hat ein US-Richter entschieden: seine Schwester Tyka Nelson und fünf weitere Halbgeschwister sind die rechtmäßigen Erben. Prince war im April 2016 in seinem Anwesen Paisley Park in Minnapolis an einer Überdosis Schmerzmittel gestorben und hatte kein Testament hinterlassen. Die Geschwister sagten dem US-Magazin "People", sie seien erfreut und erleichtert über die Entscheidung.

Witwe von Chris Cornell bezweifelt Suizid

Möglicherweise sei der Sänger durch die Einnahme eines Beruhigungsmittels beeinträchtigt gewesen

Die Witwe des US-Grungemusikers Chris Cornell, Vicky Karayiannis Cornell, glaubt nicht, dass ihr Mann Suizid begangen hat. Möglicherweise sei er in seinen Handlungen durch die Einnahme eines Beruhigungsmittels beeinträchtigt gewesen. Der örtliche Gerichtsmediziner nannte als offizielle Todesursache Suizid durch Erhängen, die Cornell-Wiwe hofft dagegen, "dass weitere medizinische Berichte zusätzliche Details liefern". Weiter sagt sie, dass ihr Mann vor wenigen Tagen zwischen seinen Konzerten zur Familie zurückgekehrt sei. Er sei über den Muttertag am vergangenen Sonntag hinweg bei der Familie gewesen und erst kurz vor dem Konzert nach Detroit geflogen. In ihren Gesprächen vor diesem Auftritt sei es unter anderem um Urlaubspläne für Ende Mai gegangen, teilte die Witwe mit. Bei ihrem Telefonat nach dem Konzert habe ihr Mann dann mit undeutlicher Stimme gesprochen und "anders" gewirkt. Er habe ihr gesagt, dass er womöglich ein oder zwei Extra-Tabletten seines Medikaments eingenommen habe. Daraufhin habe sie das Sicherheitspersonal kontaktiert, damit es nach dem Rechten sehe.

Fernsehregisseur Claus Peter Witt gestorben

Witt war auch Schauspieler und Drehbuchautor

Wie erst jetzt bekannt wurde, starb Claus Peter Witt bereits am 8. Mai im Alter von 85 Jahren nach längerer Krankheit in einem Hamburger Krankenhaus. Das bestätigte seine älteste Tochter Josefine Grünberg. Der 1932 in Berlin geborene Witt arbeitete zunächst als Schauspieler und Regieassistent, später dann auch als Drehbuchautor und Fernsehregisseur. Eine seiner bekanntesten Produktionen ist der TV-Dreiteiler "Die Gentlemen bitten zur Kasse", für die er 1963 die Goldene Kamera erhielt. Auch bei Folgen der "Lindenstraße" und von "Schlosshotel Orth" führte er Regie.

Grütters verteidigt Kreuz auf neuem Berliner Stadtschloss

"Das Kreuz gehört dazu"

Kulturstaatsministerin Grütters hat das geplante vergoldete Kreuz auf der Kuppel des neuen Berliner Stadtschlosses gegen Kritik verteidigt. Die hiesige Kultur habe ihre Wurzeln in einem christlichen Menschenbild. Das Angebot eines offenen Hauses wie dem Humboldtforum sei nur glaubwürdig, wenn man sich dieser Identität bewusst sei und sie auch zeige, so Grütters in der Zeitung "Die Welt". Deshalb gehöre das Kreuz dazu. Grüne und Linkspartei, sowie die Stiftung Zukunft Berlin sehen dagegen den offenen Dialog der Kulturen gefährdet, wenn ein Kreuz oben auf der Kuppel die Richtung bereits vorgibt. Dies sei eine Hierarchisierung der Kulturen und Religionen und entspräche nicht dem humanistischen Grundgedanken dieses Ortes, der dem Austausch der Kulturen dienen solle.

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