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Kulturnachrichten

Montag, 17. Dezember 2018

"Welt"-Literaturpreis an Virginie Despentes

Ehrung für Gesamtwerk

Die französische Schriftstellerin Virginie Despentes (49) ist mit dem Literaturpreis der Tageszeitung "Die Welt" ausgezeichnet worden. Damit werde eine "außergewöhnlich radikale Frau" für ihr literarisches, filmisches und feministisches Gesamtwerk geehrt, teilte der Axel Springer Verlag mit. "Bei Virginie Despentes stehen gesellschaftlicher Durchblick, Abgeklärtheit und Empathie in bestem dialektischen Verhältnis", sagte die Autorin Helene Hegemann in ihrer Laudatio. Zu Despentes' bekanntesten Werken gehört die Roman-Trilogie "Das Leben des Vernon Subutex", in dem sie viele gesellschaftlichen Themen anspricht und eine Bestandsaufnahme der nationalen Ängste in Frankreich macht. Mit dem Nachwuchspreis "Welt von Morgen" wurde die 24-jährige Peregrina Walter geehrt. Der "Welt"-Literaturpreis für Virginie Despentes ist mit 12 000 Euro dotiert.

Wuppertal beschließt Pina-Bausch-Zentrum

Neue Kultureinrichtung soll 2025 eröffnet werden

Der Stadtrat von Wuppertal hat den Bau eines Pina-Bausch-Zentrums beschlossen. Ab 2025 sollen dann dort Aufführungen des Tanztheaters Wuppertal Pina Bausch, ein Archiv und Erinnerungen an die 2009 verstorbene weltberühmte Choreographin gebündelt werden. Auch die Stiftung soll im neuen Gebäude unterkommen. Salomon Bausch hatte das künstlerische Erbe seiner Mutter mitsamt 38 000 Fotos, 3900 Videos und weiteren Dokumenten in die Stiftung eingebracht. Stadt und Land wollen mit dem Zentrum das Werk der Künstlerin als nationales und internationales Kulturerbe pflegen. Das rund 60 Millionen Euro teure Vorhaben wird vom Bund, von Nordrhein-Westfalen und der Stadt Wuppertal finanziert. Das neue Pina-Bausch-Zentrum wird im denkmalgeschützten Schauspielhaus der Stadt sowie in einem noch zu bauenden Erweiterungsbau unterkommen.

PEN verurteilt Gewalt gegen Journalisten in Nicaragua

Schriftstellervereinigung fordert Engagegment der Bundesregierung

Die Schriftstellervereinigung PEN-Zentrum hat das Vorgehen der nicaraguanischen Behörden gegen Medien und Zivilgesellschaft verurteilt. Zuletzt habe die Polizei am Freitag die Büros der Onlinezeitschrift "Confidencial" und mehrerer Fernseh-Programme durchsucht und verwüstet, erklärte die Organisation. Auch in die Räumlichkeiten von mehreren nichtstaatlichen Organisationen sei die Polizei eingedrungen. Das Vorgehen sei ein nicht hinnehmbarer Angriff auf die Freiheit des Wortes. Das PEN-Zentrum rief die Bundesregierung auf, sich bei der nicaraguanischen Regierung für ein Ende der Gewalt gegen Journalisten einzusetzen. Seit April geht die Regierung von Präsident Daniel Ortega gegen Kritiker vor. Damit reagiert sie auf Proteste von Studenten und Umweltschützern gegen den autoritären Führungsstil. Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind die Sicherheitskräfte für mehr als 500 Tote verantwortlich.

Gemäldegalerie in Freiburg geschlossen

Grund ist ein Pilzbefall

Die Gemäldegalerie im Freiburger Augustinermuseum bleibt bis auf weiteres geschlossen. Ursache seien Pilze, die das Holz im Dachtragwerk zerstören, teilte die Stadt Freiburg mit. Den Angaben zufolge könnte der Pilz die Statik beeinträchtigen, sollte er unbehandelt bleiben. Zunächst wollen die Verantwortlichen den Schaden genau analysieren und prüfen, mit welchen Maßnahmen sie den Befall in den Griff kriegen. Über Dauer der Sperrung und voraussichtliche Kosten der Pilzentfernung ließen sich noch keine Aussagen machen. Die anderen Bereiche des Augustinermuseums bleiben geöffnet. Bis zum 17. März 2019 wird die Doppel-Ausstellung "Faszination Norwegen" gezeigt, mit "Landschaftsmalerei von der Romantik bis zur Moderne" in der Ausstellungshalle und "Edvard Munch" im Haus der Graphischen Sammlung.

Berlinale-Ehrenbär für Charlotte Rampling

Sie wird für ihr Lebenswerk geehrt

Bei der Berlinale 2019 wird die britische Schauspielerin Charlotte Rampling für ihr Lebenswerk geehrt. Die 72-Jährige bekommt am 14. Februar den Goldenen Ehrenbären verliehen. Zudem widmen die 69. Internationalen Filmfestspiele Berlin ihr die Reihe "Hommage" mit zehn Filmen mit oder über die Schauspielerin. Der scheidende Berlinale-Direktor Dieter Kosslick würdigte Rampling als "großartige Künstlerin". Mit ihrer Arbeit stehe sie "für ein unkonventionelles und aufregendes Kino". Charlotte Rampling war 2006 Präsidentin der Berlinale-Jury und gewann 2015 den Silbernen Bären als Beste Darstellerin für "45 Years".

Google baut Standort in New York aus

Investitionssumme liegt bei mehr als eine Milliarde Dollar

Nach Amazon und Apple hat auch Google eine milliardenschwere Standort-Investition in den USA angekündigt. In New York werde für mehr als eine Milliarde Dollar ein neuer Campus entstehen, teilte der Internet-Konzern mit. In der Metropole arbeiteten bereits 7000 Angestellte. Diese Zahl könne sich durch die neuen Investitionen in den kommenden zehn Jahren verdoppeln. Für New York als Standort spreche die große Zahl der Talente von Weltrang und deren Diversität. Der Einzug in die neuen Gebäude solle bis 2020 beginnen. Apple hatte am Donnerstag angekündigt, für eine Milliarde Dollar ein neues Firmengelände für mehr als 15.000 Angestellte in Texas zu bauen. Im November gab Amazon bekannt, für fünf Milliarden Dollar gleich zwei neue Hauptsitze zu errichten, einen davon ebenfalls in New York. Die Steuerreform von Präsident Donald Trump begünstigt durch einen niedrigeren Steuersatz und Abschreibungsmöglichkeiten Investitionen in den USA.

Kind von AfD-Politiker an Waldorf-Schule abgelehnt

Senat kritisiert die Entscheidung

Eine Berliner Waldorfschule lehnt die Aufnahme eines Kindes eines AfD-Abgeordneten ab und hat damit eine heftige Debatte ausgelöst. Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) hat die Entscheidung kritisiert. Die Senatsschulverwaltung werde um eine Stellungnahme des Schulträgers bitten. Das Kind des AfD-Abgeordneten besucht zusammen mit einem Geschwisterkind den Waldorf-Kindergarten, der zur Schule gehört. Nach einem Bericht der "Berliner Zeitung" soll es schon seit Monaten einen Streit geben, bei dem sich Eltern und Lehrer gegen die Aufnahme des Kindes stellen. Die Schule sehe keine Möglichkeit, das Kind mit der nötigen Unvoreingenommenheit und Unbefangenheit aufzunehmen - beides seien Grundvoraussetzungen, um die Entwicklung des Kindes angemessen zu fördern. Die Senatsschulverwaltung erklärte, grundsätzlich könnten private Schulen selbst entscheiden, welche Schüler sie aufnehmen. Allerdings gelte in Berlin das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.

Ältester Fürstenmord der Welt endeckt

Bronzezeitlicher Herrscher wurde vor 3846 Jahren ermordet

Der bronzezeitliche Herrscher aus dem Grabhügel von Helmsdorf (Landkreis Mansfeld-Südharz) ist vor 3846 Jahren dem ältesten, bislang bekannten Fürstenmord der Welt zum Opfer gefallen. Umfangreichen Forschungsergebnisse sollen in der ersten Jahreshälfte 2019 veröffentlicht werden. Die rechtsmedizinische Untersuchung der Knochen habe nachweislich drei Verletzungen ergeben. Bei der Tatwaffe könnte es sich um einen Dolch handeln, mit einer Klinge von etwa 15 Zentimetern.

Mitbegründer von Vine ist tot

Colin Kroll ist mit 34 Jahren gestorben

Colin Kroll, der Mitgründer des Kurzvideodienstes Vine und der Quiz-App HQ Trivia, ist leblos im Schlafzimmer seiner Wohnung in Manhattan aufgefunden worden. Das sagte ein Sprecher der New Yorker Polizei. Als Todesursache wird demnach eine Überdosis Drogen vermutet. Offiziell bestätigt ist das noch nicht. Der Unternehmer hatte 2012 die Kurzclip-App Vine mitbegründet, mit dem bis zu sechs Sekunden lange Videos geteilt werden konnten. Vine wurde später von Twitter übernommen und 2016 eingestellt. Kroll war auch an der Gründung der Quiz-App HQ Trivia beteiligt. Das Spiel kam 2017 auf den Markt und hatte zeitweise zwei Millionen Nutzer. Rus Yusupov, der gemeinsam mit Kroll Vine und HQ Trivia gegründet hatte, schrieb bei Twitter, er werde sich immer an die "gute Seele und das große Herz" seines Freundes und Mitgründers erinnern. "Er hat die Welt und das Internet zu einem besseren Ort gemacht. Ruhe in Frieden, Bruder."

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