Seit 18:30 Uhr Hörspiel

Sonntag, 15.12.2019
 
Seit 18:30 Uhr Hörspiel

Kulturnachrichten

Samstag, 21. September 2019

Weiter Ärger wegen Ai Weiwei im Haus der Kunst

Im Haus der Kunst in München ist der Ärger zwischen dem kaufmännischen Direktor Bernhard Spies und der Belegschaft weiter eskaliert. Nachdem der chinesische Künstler Ai Weiwei für Aufsichten demonstriert hatte, die von Outsourcing bedroht sind, und Spies ihn des Hauses verwiesen hatte, verschickte dieser nach Informationen der Süddeutschen Zeitung ein hausinternes Rundschreiben. Darin droht er demnach allen, die sich an der Aktion beteiligt haben, mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen und macht Mitarbeiter für die Finanzschwierigkeiten des Hauses verantwortlich. Nach Kritik an diesen Vorwürfen ließ Spies dann öffentlich erklären, die Nerven bei allen Beteiligten im Haus der Kunst seien höchst angespannt. Er habe einen externen Mediationsprozess vorgeschlagen.

Oper!Award verliehen

Das Leipziger Maler-Ehepaar Neo Rauch und Rosa Loy ist mit dem Oper!Award ausgezeichnet worden. Die beiden Künstler erhielten den erstmals verliehenen Preis für die Ausstattung der Lohengrin-Inszenierung bei den Bayreuther Festspielen im vergangenen Jahr. Zum besten Opernhaus wurde das Opernhaus Zürich gekürt. Den Preis als beste Sängerin erhielt die US-Amerikanerin Joyce DiDonato, als bester Sänger wurde der Tenor Piotr Beczala ausgezeichnet. Der "Oper!Award" wurde vom Fachmagazin "Oper!" ins Leben gerufen und soll künftig jährlich verliehen werden - in insgesamt 20 Kategorien; unter anderem an Orchester, Dirigenten und Regisseure.

Tausende feiern Steuben-Parade in New York

Mit Lederhosen, Dirndl und Blasmusik sind Tausende Menschen bei der traditionellen Steuben-Parade durch den New Yorker Stadtteil Manhattan gezogen. Sie wurde im Jahr 1957 ins Leben gerufen. Mit ihr wollten deutschstämmige Amerikaner die Traditionen ihrer Vorfahren pflegen. Die Parade ist nach Friedrich Wilhelm von Steuben benannt, einem preußischen Offizier und späteren amerikanischen General. Von Steuben hatte einen großen Anteil an dem Sieg der US-Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg.

250 Darsteller spielen die Göhrdeschlacht nach

Die Göhrdeschlacht von 1813 haben rund 250 Darsteller östlich von Lüneburg nachgestellt. Das Gefecht aus der Zeit der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft wird alle zwei Jahre am Originalschauplatz bei Lüben als sogenanntes Reenactment gezeigt, also eine möglichst detailgetreue Darstellung des Geschehens. Einige Darsteller kamen auch aus dem Ausland, so waren mehrere Dänen dabei. Eine Darstellerin, die planmäßig vom Pferd fallen sollte, verletzte sich dabei leicht, sagte Thorsten Morgendahl von der Napoleonischen Gesellschaft. Bei dem sonnigen Wetter kamen am Samstag nach Schätzungen der Veranstalter rund 2500 Zuschauer in die Göhrde. In der Schlacht besiegte eine zahlenmäßig überlegene Allianz aus Preußen, Engländern und Russen am 16. September 1813 die französischen Einheiten.

Posthumes Album von Leonard Cohen erscheint

Drei Jahre nach dem Tod von Leonard Cohen erscheint ein neues Album des kanadischen Singer-Songwriters. "Thanks For The Dance" sei kein Gedenkalbum mit B-Seiten und Outtakes, sondern enthalte neun neue Songs, teilte sein Label Sony Music mit. Die Platte, die am 22. November veröffentlicht wird, sei eine Fortsetzung von Cohens Arbeit in seinen letzten Lebensjahren. Die Aufnahmen stammen demnach aus der Zeit kurz vor Cohens Tod mit 82 Jahren im November 2016. Im Oktober jenes Jahres war sein bislang letztes Album "You Want It Darker" erschienen. Cohen hatte seinen Sohn Adam Cohen laut Sony-Mitteilung gebeten, weitere Stücke, zu denen oft nur der Gesang vorlag, noch zum Abschluss zu bringen.

Opernstar: Nachwuchs muss gut aussehen

Der Druck durch die sozialen Medien geht nach Ansicht der Sopranistin Melanie Diener auch am Opernnachwuchs nicht vorbei. "Eine schöne Stimme allein ist heute nicht mehr ausreichend, um auf der Bühne bestehen zu können", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Technik, Kondition, Musikalität und Ausstrahlung - junge Opern-Musiker müssten auch diese Fähigkeiten mitbringen. "Und immer wichtiger wird auch das Auftreten", sagte Diener. Das Visuelle spiele ebenfalls eine immer größere Rolle. Gemeinsam mit dem US-Bariton Thomas Hampson wird die 52jährige Melanie Diener in der kommenden Woche die 1. Internationale Opernwerkstatt Waiblingen leiten, die dann jährlich von der Stadt angeboten werden soll.

Hannes Jaenicke mit Courage-Preis ausgezeichnet

Der Schauspieler Hannes Jaenicke ist mit dem Bad Iburger Courage-Preis ausgezeichnet worden. Damit werde er für sein Eintreten für Umwelt-, Natur- und Tierschutz und gegen Ignoranz, Intoleranz und Rassismus ausgezeichnet, teilte der Verein Komitee Courage Bad Iburg mit. Jaenicke engagiere sich seit vielen Jahren leidenschaftlich für die Umwelt und bedrohte Tierarten, hieß es weiter. Der mit 5000 Euro dotierte Courage-Preis wird seit 1996 von Bürgern der bei Osnabrück gelegenen Stadt an Prominente für soziales und politisches Engagement verliehen. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Königin Silvia von Schweden, Reinhold Messner und Iris Berben.

Das 186. Oktoberfest ist eröffnet

O'zapft is: Mit erneut zwei Schlägen hat Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier auf der Wies'n angezapft und damit das 186. Oktoberfest eröffnet. Die erste Maß Bier reichte er Ministerpräsident Markus Söder (CSU), um mit ihm auf eine friedliche Wies'n anzustoßen. Danach bekamen auch die Wies'n-Gäste in den Zelten das erste Bier. Die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Viele Gäste, die meisten in Dirndl und Lederhose, hatten seit dem frühen Morgen auf den Einlass gewartet. Die Ersten kamen noch bei Dunkelheit, um ganz vorne dabei zu sein. Bis zum 6. Oktober werden gut sechs Millionen Gäste erwartet.

Barbara Kruger erhält den Kaiserring der Stadt Goslar

Die US-Konzeptkünstlerin Barbara Kruger wird heute mit dem Kaiserring der Stadt Goslar ausgezeichnet. Seit mehr als 40 Jahren untersuche Kruger in großformatigen Bildern, Installationen, Videos und Werken im öffentlichen Raum die komplexen Zusammenhänge zwischen Macht und Gesellschaft, heißt es in der Begründung der Jury. Kruger gehöre zur ersten Generation feministischer Künstlerinnen. Der undotierte Kaiserring gilt als eine der international wichtigsten Auszeichnungen für moderne Kunst und wird seit 1975 verliehen.

Berliner Ensemble eröffnet neue Spielstätte

Mit der Uraufführung von "Mütter und Söhne" hat das Berliner Ensemble seine neue, zweite Spielstätte eröffnet. Nach mehr als einem Jahrhundert bekommt das Theater am Schiffbauerdamm damit nun eine dauerhafte Zweitbühne. Regisseurin Karen Breece setzt sich in ihrem neuen Stück mit rechter Radikalisierung auseinander. Die Autorin sprach vorab mit Müttern von Rechtsextremen, mit Aussteigern, Hilfsorganisationen und auch Polizisten. Daraus setzt sie einen zweistündigen Theaterabend zusammen. Sie stellt die Frage, wie man sich verhalten soll, wenn Söhne rechtsextrem werden.

Breitbach-Preis für Schriftsteller Thomas Hettche

Der Schriftsteller Thomas Hettche hat eine der höchstdotierten deutschen Auszeichnungen für Literatur bekommen. Im Theater Koblenz erhielt er am Freitagabend den mit 50 000 Euro verbundenen Joseph-Breitbach-Preis. Hettche, geboren 1964 im mittelhessischen Treis an der Lumda, lebt als freier Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz. Die Jury würdigte ihn als einen "eminenten Stilisten", der die gesellschaftlichen Entwicklungen und ästhetischen Debatten der letzten Jahrzehnte in innovativer Form mitgestaltet habe und seit seinem 1989 erschienenen Romandebüt "Ludwig muss sterben" zu den herausragenden Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur gehöre. Seit 2018 ist der Autor auch Honorarprofessor am Institut für Philosophie, Literatur-, Wissenschafts- und Technikgeschichte der Technischen Universität Berlin.

"Goldene Henne" für Leipziger Montagsdemonstranten

In Leipzig ist zum 25. Mal der Publikumspreis "Goldene Henne" verliehen worden. Der elfjährige Schauspieler Julius Weckauf wurde als "Aufsteiger des Jahres" ausgezeichnet. Er spielt in dem Film "Der Junge muss an die frische Luft" den jungen Hape Kerkeling. Zum 30. Jahrestag der friedlichen Revolution wurden die ersten Leipziger Montagsdemonstranten im Herbst 1989 in der Kategorie Politik ausgezeichnet. Die Laudatio hielt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. Der 44-Jährige sagte, auch er sei damals als Jugendlicher bei Montagsdemonstrationen gewesen, die in seiner Heimatstadt Görlitz allerdings immer donnerstags gewesen seien. Die "Goldene Henne" ist der 1991 gestorbenen DDR-Entertainerin Helga "Henne" Hahnemann gewidmet.

Eva Raabe leitet Frankfurter Weltkulturen-Museum

Die Ethnologin Eva Raabe ist neue Leiterin des Frankfurter Weltkulturen-Museums. Der Magistrat habe dem Vorschlag von Kulturdezernentin Ina Hartwig (SPD) zugestimmt, teilte die Stadt in Frankfurt am Main mit. Ihre neue Funktion werde Raabe ab dem 1. Oktober wahrnehmen. Sie hatte 1985 als Kustodin ihre Laufbahn am Weltkulturen-Museum begonnen. 2011 wurde sie zur stellvertretenden Direktorin gewählt und vier Jahre später nach dem Ausscheiden von Clémentine Deliss als kommissarische Leitung eingesetzt.

Nach Protesten: Moskauer Schauspieler Ustinow frei

Ein Gericht in Moskau hat den zu dreieinhalb Jahren Straflager verurteilten Schauspieler Pawel Ustinow am Mittag aus der Haft entlassen. Sieben Wochen nach seiner Festnahme kam Ustinow unter Auflagen frei, darf Moskau aber nicht verlassen. In den letzten Tagen hatte es außergewöhnlich umfangreiche Proteste gegen Justizwillkür in Russland gegeben. Selbst kremltreue Kreise und die orthodoxe Kirche hatten gegen die Schärfe des Urteils protestiert. Ustinow soll einem Polizisten bei einer nicht erlaubten oppositonellen Kundgebung die Schulter ausgekugelt haben. Beweise für diese Behauptung gibt es nicht. Ein Urteil über Ustinow will das Gericht nächste Woche verkünden.

Kulturnachrichten hören

September 2019
MO DI MI DO FR SA SO
26 27 28 29 30 31 1
2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 15
16 17 18 19 20 21 22
23 24 25 26 27 28 29
30 1 2 3 4 5 6

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur