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Fazit / Archiv | Beitrag vom 22.08.2018

Wechsel in der "Spiegel"-Chefredaktion Steffen Klusmann ersetzt Klaus Brinkbäumer

Steffen Grimberg im Gespräch mit Gabi Wuttke

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Das Bild zeigt Steffen Klusmann mit dunklem Anzug und Fliege bei einer Verleihung des Henri-Nannen-Preises. (dpa / Georg Wendt)
Der Journalist Steffen Klusmann ist der neue Mann an der Spitze des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" (dpa / Georg Wendt)

Seit 2015 war Klaus Brinkbäumer als "Spiegel"-Chefredakteur im Amt. Nun wird er ersetzt durch Steffen Klusmann, der derzeit das "Manager Magazin" führt. Auch "Spiegel"-Online-Chefin Barbara Hans und Reporter Ullrich Fichtner rücken in die Chefredaktion auf.

Steffen Klusmann wird neuer Chefredakteur des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel", wie der  Verlag mitteilte. Der 52-Jährige war bisher Chefredakteur des hauseigenen "Manager Magazins". Zuvor war Klusmann stellvertretender Chefredakteur des "Stern" und Chefredakteur der 2012 eingestellten "Financial Times Deutschland" (FTD). Er löst damit nach nur dreieinhalb Jahren den bisherigen Chefredakteur Klaus Brinkbäumer ab, dessen weitere Zukunft noch unklar ist.

Der bisherige "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. (picture alliance / Maurizio Gambarini / dpa)Der bisherige "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. (picture alliance / Maurizio Gambarini / dpa)

Dreier-Spitze ist "ganz entscheidendes Signal"

Zusammen mit Barbara Hans, bislang "Spiegel Online"-Chefredakteurin, und Ullrich Fichtner, bisher Spiegel-Reporter, soll Klusmann eine neue Team-Chefredaktion bilden, teilte das Blatt mit. Sie sollen die Integration von Print und Online beim Spiegel vorbereiten.

"Ich glaube, diese neue Dreier-Spitze ist ein ganz entscheidendes Signal", sagte der Medienjournalist Steffen Grimberg im Deutschlandfunk Kultur.  "Hier ist ganz klar das Bestreben, Print und Online jetzt zusammenzubringen und Steffen Klusmann kann da sicherlich auch unbefangener mit umgehen." Mit Klusmann komme jemand mit sehr viel Erfahrung mit "Change-Management", der Veränderungen und Umbauten vornehmen könne. Er habe die FTD vor deren Ende monatlich umbauen müssen. "Auch, wenn die Zeitung nicht überlebt hat, hat er da sehr, sehr viele  gute Ideen gehabt." Außerdem habe er es geschafft, die Redaktion fast immer mitzunehmen. Das werde jetzt auch beim "Spiegel" sehr entscheidend werden.

Das Verlagsgebäude vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in Hamburg (dpa / picture alliance / Marcus Brandt)Das Verlagsgebäude vom Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in Hamburg (dpa / picture alliance / Marcus Brandt)

"Spiegel Online" ist nicht mehr Anhängsel

Dass die Online-Chefin Hans jetzt Teil der Chefredaktion werde, mache die Veränderung deutlich, sagte Grimberg. "Spiegel Online" sei nicht mehr Anhängsel, sondern gleichberechtigtes Mitglied der Chefredaktion. Mit dem sehr guten Reporter Fichtner gebe es außerdem einen Garanten für den klassischen "Spiegel" und die große Recherche, große Reportage und gute Sprache.

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