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Breitband | Beitrag vom 17.01.2009

Was nützt das Geld (nur) in Gedanken? Neue Paid-Content Modelle

David Carr fordert in der New York Times ein "iTunes for News":
 "Is there a way to reverse the broad expectation that information, including content assembled and produced by professionals, should be free? If print wants to perform a cashectomy on users, it should probably look to what happened with music, an industry in which people once paid handsomely for records, then tapes, then CDs, that was overtaken by the expectation that the same product should be free.

Jeff Jarvis warnt jedoch auf seinem Blog Buzzmachine: "Informationen sind keine Kunst. Meinungen erst recht nicht."  Nachrichten und Kommentare könnten nicht mit der Einzigartigkeit eines Musiktitels verglichen werden. Zudem hätte sich gerade Carr auf das Scheitern von TimesSelect, dem kostenpflichtigen Online-Angebot der New York Times, besinnen müssen. Der Paid-Content Bereich für Leitartikel und Kolumnen wurde 2007 wieder entfernt, nachdem die  Online-Nutzung signifikant abnahm.
Bezahlmodelle versus Kostenloskultur bleiben der Zankapfel des Internets. Wobei die Andrian Kreye in der Süddeutsche Zeitung wieder einmal eine wenig überraschende Position vertritt:
"Die Aushebelung der Urheberrechte schafft jetzt schon ein Zweiklassensystem mit einem tiefen Graben zwischen Stars und einem kulturellen Prekariat.( ... ) Patente lassen sich vermarkten. Tantiemen sind dagegen nur ein kultureller Gesellschaftsvertrag. Der ist nun in Gefahr."
Auch passend zum Thema:  Ein Gespräch mit Chris Anderson (Chefredakteur Wired) und James Boyle (Jura-Professor Duke University) über "Free For All".
Und für Einsteiger in die Debatte noch eine Videoempfehlung: Der Elektrische Reporter: Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?

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