Das Feature, vom 13.09.2019, 20:10 Uhr

Was Mon Chéri meiner Mutter wirklich bedeutetDie 13. Fee

Wir lieben unsere Eltern. Hinter verschlossenen Türen ebenso wie in der Öffentlichkeit. Wir können nichts Schlechtes über unsere Väter und Mütter sagen. Sie haben viel geleistet und es bestimmt nicht immer leicht gehabt. Eltern geben stets ihr Bestes und wir danken ihnen dafür. Danke, Mama. Danke, Papa. Wer etwas anderes sagt, ist ein Nestbeschmutzer.

Ein glückliche Familie sitzt im Garten vor Ihrem Haus. (imago / Westend61)
Das perfekte Familienglück: Drei Generationen auf einer Wiese (imago / Westend61)

Diesen Nestbeschmutzern schenkt das Künstlerkollektiv Hofmann&Lindholm in seiner neuesten Produktion volle Aufmerksamkeit. Dabei kommen Kinder zwischen 18 und 80 Jahren zu Wort, die versuchen, mit dem höchst wirksamen Tabu bedingungsloser Liebe zu brechen und die Loyalität gegenüber ihren Eltern für einen Moment aufzukündigen.

Menschen, die den selbstzufriedenen Best-Agern die Pest an den Hals wünschen und Wohnmobile mit dem Aufkleber „Wir verprassen das Erbe unserer Kinder“ nicht länger unkommentiert hinnehmen wollen. Die sich im Schutz der Anonymität Raum für Rachefantasien nehmen, in die Rolle der 13. Fee schlüpfen oder sich fragen, wo sie ihre Eltern aussetzen würden, wenn die Hänsel und Gretel wären.

Die 13. Fee
Oder: Was Mon Chéri meiner Mutter wirklich bedeutet
Ein Radiostück von Hofmann&Lindholm

Regie: die Autoren
Ton und Technik: Peter Harsch
Redaktion: Tina Klopp
Produktion: Dlf/WDR/NDR 2019

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