Freispiel, vom 11.02.2021, 22:03 Uhr

Warum Gender-Vielfalt einer Gesellschaft nütztAlles queer, alles gut?

Von Sabine Rohlf

"Queer" ist für die meisten Menschen in Deutschland zwar mittlerweile kein Fremdwort mehr, aber was es genau bedeutet, ist vielen nicht klar. Sabine Rohlf geht der Frage nach: Was heißt "queer"? Ein Aufklärungsversuch.

(unsplash / Delia Giandeini)
Ist Diversität heute schon selbstverständlich oder immer noch eine vernachlässigte Herausforderung? Auch dieser Frage geht Sabine Rohlf nach. (unsplash / Delia Giandeini)

Heidi Klum schickt trans* Models über den Catwalk, Deutschland hat homosexuelle Minister, im Pass steht neuerdings auch "divers". Auch aufgrund dieser verstärkten Sichtbarkeit von queeren Personen ist für die meisten Menschen in Deutschland der Begriff "queer" kein Fremdwort mehr. Doch was er genau bedeuten kann, ist vielen trotzdem nicht ganz klar.

Gleichzeitig ist Gewalt gegen queere Personen Alltag, die Zahlen von Gewalttaten gegen Homo- und Bisexuelle sowie trans- und intergeschlechtliche Personen steigen deutschlandweit, und die AfD möchte die Gender-Vielfalt verbieten. Manche geben sich überfordert von den neuen Begriffen oder gendergerechter Sprache, andere sprechen abwertend von "Lifestyle"-Entscheidungen und einer Verhunzung der Sprache. Viele lehnen es ab, den Betroffenen zuzuhören.

",Queer‘ kann Dinge verschieben, mehreren Spuren folgen und Perspektiven wechseln, viele Stimmen hören. Also gut, dann hören wir zu", findet Sabine Rohlf und geht den Fragen nach: Was heißt "queer" überhaupt? Und ist Diversität heute schon selbstverständlich oder immer noch eine vernachlässigte Herausforderung? Die Autorin nimmt uns an die Hand und startet einen Aufklärungsversuch.

Die Schwerpunktseite Perfectly Queer finden Sie hier.


Schwerpunkt: Perfectly Queer
Alles queer, alles gut?
Von Sabine Rohlf
Regie: Ulrich Bassenge
Mit: Werner Härtl, Beate Himmelstoß, Hemma Michel
Technik: Daniela Röder
Produktion: BR 2020
Länge: 54'08


Sabine Rohlf arbeitet als freie Autorin in Berlin. Sie promovierte 2001 mit der Studie "Exil als Praxis – Heimatlosigkeit als Perspektive? Lektüre ausgewählter Exilromane von Frauen" an der Humboldt Universität zu Berlin. Ihre Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Literatur der Weimarer Republik und des Exils, Gender Studies, feministische/queere Theoriebildung und Gegenwartsliteratur. Sie unterrichtete an der Humboldt Universität sowie an der Universität Hamburg, arbeitete in verschiedenen Redaktionen und schreibt für wissenschaftliche und journalistische Medien (u.a. Berliner Zeitung, Frankfurter Rundschau, Missy Magazin). Zusammen mit Walter Fähnders gab sie den Sammelband "Annemarie Schwarzenbach. Analysen und Erstdrucke" (2005) heraus.

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