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Kulturnachrichten

Montag, 25. April 2016

Walter Renneisen wird mit Rheingau Musik Preis geehrt

Schauspieler wird für sein Lebenswerk geehrt

Der Schauspieler Walter Renneisen (76) erhält für sein Lebenswerk den Rheingau Musik Preis. Der Grimme-Preisträger stehe seit fast fünf Jahrzehnten auf den verschiedensten Bühnen sowie in zahlreichen Fernsehserien vor der Kamera und habe sich damit um das Schauspiel und die Kultur verdient gemacht, begründete die Jury in Oestrich-Winkel die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung. Renneisen zeichne sich durch seine Authentizität aus und bringe Menschen über Generationen hinweg zusammen. Der Rheingau Musik Preis wird bereits zum 23. Mal verliehen. Renneisen, der auch in Fernsehproduktionen wie "Tatort", "Der Alte" oder "Derrick" mitspielte, wird die Auszeichnung beim Rheingau Musik Festival erhalten. Ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Das Festival mit mehr als 150 Konzerten beginnt am 18. Juni und geht bis zum 27. August.

Spenden sollen Bonner Frauenmuseum retten

Museumsdirektorin äußert sich optimistisch

Das durch städtische Sparmaßnahmen bedrohte Frauenmuseum in Bonn sieht sich auf dem Weg der Rettung. "Wir haben Spenden und Spendenzusagen in Höhe von 500.000 Euro", sagte Museumsdirektorin Marianne Pitzen dem Evangelischen Pressedienst (epd). Mit dem Geld will die im Januar gegründete "Stiftung sichere Zukunft - Museum der Frauen GmbH" das Museumsgebäude von der Stadt Bonn abkaufen. Damit wäre die Zukunft des Museums gesichert, sagte Pitzen. Der Kaufpreis für das Haus stehe allerdings noch nicht fest. Die Museumsdirektorin hofft jedoch auf ein Entgegenkommen der Stadt. Derzeit droht dem Frauenmuseum laut eigenen Angaben das Aus, weil die Stadt Bonn ihre Förderung in Höhe von 120.000 Euro jährlich ab 2018 einstellen wolle. Die Planungen für die kommenden Jahre liefen auf jeden Fall weiter, sagte Pitzen. Das Haus war weltweit Vorbild für zahlreiche Frauenmuseen. Die International Association of Women's Museums hat ihren Sitz im Bonner Frauenmuseum.

Schauspieler Rudolf Wessely gestorben

Gebürtiger Wiener starb mit 91 Jahren in München

Der Schauspieler Rudolf Wessely ist tot. Der gebürtige Wiener sei im Alter von 91 Jahren in München gestorben, teilte das Residenztheater München mit. Als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler habe Wessely die Theaterlandschaft in den vergangenen Jahrzehnten stark geprägt, hieß es in der Mitteilung weiter. Als Schauspieler war er unter anderem am Burgtheater Wien (1972 bis 1987) sowie an den Münchner Kammerspielen (1987 bis 2001) engagiert. Einem breiten Publikum war Wessely auch aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen bekannt.

Einbruch bei Journalistin nach Festnahme in der Türkei

Wohnung in Amsterdam aufgebrochen und Computer gestohlen

Bei der niederländischen Journalistin, die in der Türkei wegen kritischer Äußerungen über Präsident Erdogan kurzzeitig festgenommen wurde, ist eingebrochen worden. Die Tür ihrer Wohnung in Amsterdam sei "mit viel Gewalt" aufgebrochen worden, sagte Ebru Umar der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. Ihr alter Computer sei gestohlen worden, ergänzte die Journalistin in der Zeitung "Metro". Die Polizei in Amsterdam war zunächst nicht für eine Bestätigung zu erreichen. Umar hatte für die Zeitung "Metro" kürzlich eine sehr kritische Kolumne über Erdogan verfasst und Auszüge daraus auf Twitter verbreitet. In der Nacht zum Sonntag wurde sie nach eigenen Angaben von der Polizei aus ihrer Wohnung im westtürkischenn Badeort Kusadasi geholt und zur Befragung durch einen Staatsanwalt gebracht. Nach wenigen Stunden wurde die 45-Jährige wieder freigelassen, sie darf die Türkei nach eigenen Angaben aber vorerst nicht verlassen.

Neue Folgen von Neo Magazin Royale angekündigt

Radiosendung "Sanft & Sorgfältig" wird aber eingestellt

Satiriker Jan Böhmermann will nach seiner Pause am 12. Mai mit einer neuen Folge seiner TV-Satire "Neo Magazin Royale" ins Fernsehen zurückkehren. Auf der Facebook-Seite der Sendung wurde der Termin der Aufzeichnung am 11. Mai bestätigt. Die Ausstrahlung im Sender ZDFneo ist einen Tag später vorgesehen. Ein ZDF-Sprecher sagte in Mainz, es bleibe bei dieser Planung. Danach seinen vier Ausgaben bis zum 2. Juni geplant, dann beginne die Sommerpause. Böhmermann hatte vor knapp vier Wochen gewaltigen Wirbel mit einem Schmähgedicht über den türkischen Präsidenten Erdogan entfacht. Die Bundesregierung gab darauf dem Wunsch der Türkei nach Strafverfolgung gegen Böhmermann wegen Beleidigung eines Staatsoberhauptes statt. Weiter teilte Böhmermann auf Facebook ohne nähere Begründung mit, dass es keine weitere Ausgabe der Radiosendung "Sanft & Sorgfältig" auf radioeins geben wird.

Ulrich Reimkasten erhält Halleschen Kunstpreis

Künstler ist seit 1995 Professor an Kunsthochschule Halle

Der "Hallesche Kunstpreis 2016" geht in diesem Jahr an den Künstler Ulrich Reimkasten. Der Maler und Textilgestalter werde für sein "lebendiges, vielgestaltiges Werk" geehrt, teilte der Hallesche Kunstverein mit. Die Arbeit des in der Stadt tätigen Künstlers verbinde "Ursprüngliches und Zeitbezogenheit" und stehe so gleichermaßen für Internationalität und regionalen Bezug, wurde das einstimmige Votum begründet. Reimkasten ist seit 1995 als Professor für Malerei und Textil an der Kunsthochschule Halle tätig. Der vom Halleschen Kunstverein ausgelobte und von der Stadt Halle unterstützte Hallesche Kunstpreis ist undotiert und soll am 15. November überreicht werden. Mit der Preisvergabe wird eine Ausstellung mit Malerei und textilen Arbeiten von Reimkasten im Stadtmuseum Halle eröffnet.

Erste Restaurierungs-Phase am Römer Kolosseum beendet

Arbeiten haben 6,5 Millionen Euro gekostet

Die Restaurierung der Fassade des Kolosseums in Rom ist laut einem Bericht der Tiroler Tageszeitung nach dreijähriger Arbeit abgeschlossen. "Die Fassade ist jetzt fast genauso wie in der Antike", sagte Rossella Rea, die Direktorin des Kolosseums. Die Arbeiten haben 6,5 Millionen Euro gekostet. Die nächste Phase der Restaurierung sieht die Erneuerung der Untergrundpassagen und Wandelgänge im Inneren des Amphitheaters vor. Im Laufe der Zeit seien dem Amphitheater dekorative Statuen und Metallschilder verlorengegangen. "Aber sonst sei das Kolosseum in einem ziemlich gutem Zustand", sagte Rea. Die Arbeiten hätten sogar neue Details hervorgebracht, etwa Zahlen an nummerierten Tribünen und Spuren von Reparaturen im dritten Jahrhundert.

Kulturrat verbittet sich Einmischung aus Türkei

Türkei fordert EU-Fördermittel für Konzertprojekt "Aghet" nicht auszuzahlen

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrats, Olaf Zimmermann, hat mit Befremden auf Berichte über eine Einflussnahme der Türkei wegen eines Dresdner Musikprojekts reagiert. Eine Einmischung der Türkei in deutsche Angelegenheiten dürfe es keinesfalls geben, sagte Zimmermann in Berlin dem Evangelischen Pressedienst (epd). Anlass war eine am Wochenende bekanntgewordene Forderung des türkischen EU-Botschafters, Fördermittel der Europäischen Union für das Konzertprojekt "Aghet" der Dresdner Sinfoniker nicht auszuzahlen. In dem Stück wird der Massenmord an den Armeniern vor 100 Jahren als Genozid bezeichnet. Die EU-Kommission war der Forderung zwar nicht nachgekommen, hatte aber eine "Entschärfung" der bisherigen Formulierungen auf ihrer Internetseite durchgeführt. Politiker verschiedener Parteien kritisierten am Wochenende die Vorgänge. Der Geschäftsführer des Kulturrates appellierte an die deutsche Öffentlichkeit, "nicht über jedes Stöckchen aus Ankara zu springen".

Markus Lüpertz feiert 75. Geburtstag

Geburtstags-Ausstellung im Deutschen Glasmalerei-Museum eröffnet

Der Maler und Bildhauer Markus Lüpertz ist 75 Jahre alt geworden. Er zählt zu den bekanntesten deutschen Künstlern der Gegenwart. Bekannt ist er für großformatige Bilder und Skulpturen, sowie von ihm gestaltete Kirchenfenster. Mit seinen Skulpturen im öffentlichen Raum sorgte er wiederholt für Skandale. Lüpertz studierte an der Kunstakademie Düsseldorf und war dort Rektor bis 2009. Das Glasmalerei-Museum in Linnich zeigt seit Sonntag die Sonderausstellung "Markus Lüpertz wird 75. Ein Geschenk für das Rheinland."

Jonas Kaufmann erhält Bundesverdienstkreuz

Auszeichnung wird am Mittwoch verliehen

Startenor Jonas Kaufmann erhält das Bundesverdienstkreuz. Bei einem Festakt wird ihm der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer die Auszeichnung an diesem Mittwoch verleihen, wie die Staatsregierung in München mitteilte. Der gebürtige Münchner Kaufmann zählt zu den weltweit gefragtesten Tenören und singt an den großen internationalen Opernbühnen. Mit seinen Musik-Alben wie "Nessun Dorma - The Puccini Album" oder "Du bist die Welt für mich" ist er auch auf dem Klassikmarkt sehr erfolgreich.

US-Sänger Billy Paul gestorben

"Me and Mrs. Jones" war sein größter Hit

Der Sänger Billy Paul ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Amerikaner erlag am Sonntag einem Krebsleiden, wie Ehefrau und Management mitteilten. Der 1935 im US-Bundesstaat Pennsylvania geborene Paul begann im Alter von elf Jahren mit dem Singen. Er hatte bereits etliche Platten aufgenommen, als er 1972 mit seinem Song "Me and Mrs. Jones" den Durchbruch schaffte: Das Lied erreichte Platz eins der US-Hitparade, brachte ihm eine Grammy-Auszeichnung und machte ihn auch international bekannt.

Nerudas Leichnam wird viertes Mal beerdigt

DNA-Untersuchungen wegen Verdacht auf Vergiftung noch nicht abgeschlossen

Mit einer öffentlichen Zeremonie wird die vierte Bestattung des Leichnams des 1973 verstorbenen Literaturnobelpreisträgers Pablo Neruda eingeleitet. Die Überreste waren 2013 exhumiert worden, um die bisher unklare Todesursache zu klären. Nerudas Krankenakte ist verschollen, die offizielle Theorie besagte, er sei an Prostatakrebs gestorben. Der Kommunist starb am 23. September 1973, zwölf Tage nach dem Putsch von Pinochet gegen Salvador Allende. Der Freund des Sozialisten Allende hatte eine Ausreise ins Exil nach Mexiko geplant. Er war zunächst in der Hauptstadt Santiago de Chile beerdigt worden. Nach einer Umbettung kamen 1992 seine Überreste schließlich zur Isla Negra, 110 Kilometer östlich von Santiago. Dort war er im Garten seiner Residenz in Richtung Meer mit seiner letzten Frau Matilde Urrutia beigesetzt worden. Nach der Zeremonie soll er dort am Dienstag endgültig seine letzte Ruhe finden. Es gab den Verdacht, dass er vergiftet worden sein könnte. In Gewebeproben konnten in Labors in Chile, den USA und Spanien keine Beweise einer Vergiftung festgestellt werden. Aber einige DNA-Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. 1971 erhielt der Poet den Literaturnobelpreis zugesprochen.

Afrikanischer Superstar Papa Wemba ist tot

Wemba brach während eines Konzertes zusammen und starb kurz darauf

Einer der größten Stars der afrikanischen Musikszene, der kongolesische Sänger Papa Wemba, ist tot. Der 66-jährige sei am Sonntag während eines Konzerts in der ivorischen Stadt Abidjan auf der Bühne zusammengebrochen und kurze Zeit später gestorben, sagte sein Sprecher auf Radio Okapi. Sanitäter des Roten Kreuzes hätten ihn nicht mehr retten können. Papa Wemba, der eigentlich Jules Shungu Wembadio Pene Kikumba hieß, begann seine Karriere Ende der 1960-er Jahre in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Als einer der ersten kombinierte er klassische kongolesische Klänge mit europäischer Tanzmusik und wurde so zum Vorreiter der Weltmusik. International bekannt wurde er durch seine Zusammenarbeit mit Peter Gabriel.

Erstes Museum für polnische Kunst außerhalb Polens

Museum Jerke zeigt polnische Avantgardisten

Das erste Museum für polnische moderne Kunst außerhalb Polens ist in Recklinghausen eröffnet worden. Das Museum Jerke zeigt auf zwei Etagen Werke der polnischen Avantgarde der 20er Jahre und der Nachkriegsmoderne ab 1960. Die Exponate stammen aus der rund 600 Arbeiten umfassenden privaten Sammlung von Werner Jerke, der 1981 aus dem oberschlesischen Pyskowice nach Deutschland kam. Neben der Präsentation von Gemälden, Skulpturen und Installationen aus der Sammlung sind Wechselausstellungen in Zusammenarbeit mit polnischen Galeristen geplant. Für Besucher steht das Museum in der Altstadt von Recklinghausen vom kommenden Freitag an offen.

PEN fordert Abschaffung des Blasphemie-Paragrafen

Resolution zum Abschluss der Jahrestagung in Bamberg

Die Schriftstellervereinigung PEN fordert die Abschaffung des Blasphemie-Paragrafen in Deutschland. "Wir verlangen die ersatzlose Streichung des Paragrafen 166", sagte der Präsident des deutschen PEN-Zentrums, Josef Haslinger. Es könne nicht sein, dass die Haltung einiger Länder zur Kritik am Islam Aufsehen errege, während Deutschland selbst einen Gotteslästerungs-Paragrafen im Strafgesetzbuch verankert habe. Das PEN-Zentrum verabschiedete zum Abschluss seiner Jahrestagung in Bamberg eine entsprechende Resolution.

Andreas Ecke erhält Europäischen Übersetzerpreis

Ecke übersetzt niederländische Literatur ins Deutsche

Der Literaturübersetzer Andreas Ecke ist mit dem Europäischen Übersetzerpreis ausgezeichnet worden. Der 1957 in Wuppertal geborene Ecke habe sich in der Literatur als "ein sehr einfühlsamer und vielseitiger Übersetzer" einen Namen gemacht, teilte die Jury zur Preisverleihung im badischen Offenburg mit. Gewürdigt werde mit dem Preis seine Übertragung niederländischer Literatur in die deutsche Sprache. Der Preis, der 2006 ins Leben gerufen wurde und alle zwei Jahre in Offenburg vergeben wird, ist mit 15 000 Euro dotiert.

Neuer Dresdner Stadtschreiber will Rassismus aufgreifen

Sachsens Ruf sei in Gefahr, so Peter Wawerzinek

Der Schriftsteller Peter Wawerzinek will sich als Dresdner Stadtschreiber 2016 mit Pegida, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in Sachsen auseinandersetzen. Er werde sich mit einem Kollegen "unter die Leute mischen", schreibt Wawerzinek im Berliner "Tagesspiegel". Aus seiner Kindheit und Jugend habe er sehr positive Erinnerungen an Dresden, betont der Schriftsteller. Nun sei jedoch Sachsens Ruf in Gefahr und Dresden kein freundlicher Ankunftsort mehr. Kollegen warf Wawerzinek zugleich Angst und Kleinmut vor. Er sei als Stadtschreiber genommen worden, weil sich für dieses Jahr deutlich weniger Autoren um das Amt beworben hätten als zuvor, schreibt er. Die Bewerberzahl sei von 100 um zwei Drittel auf 33 gesunken. "Da frage ich mich, was ist los mit unseren Schriftstellern."

Leiter der Uffizien in Florenz kündigt Veränderungen an

Weniger Wartezeiten, mehr Gastronomie, Apps statt Audioguides

In den Uffizien in Florenz soll sich einiges ändern. So müssten Besucher künftig weniger in Warteschlagen stehen, sagte Museumsleiter Eike Schmidt der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Auch solle der Verbindungsgang über den Ponte Vecchio wieder für die Allgemeinheit öffnen. Im Botticelli-Saal sollten nach der Renovierung weniger Bilder hängen: Vor dessen berühmtem Gemälde "Die Geburt der Venus" sei "das Gedränge am schlimmsten". Audioguides will das weltbekannte Haus künftig durch Apps ersetzen, möglicherweise kostenfreie. Auch soll der Aufschlag für online erworbene Eintrittskarten abgeschafft und das gastronomische Angebot ausgebaut werden. Mit knapp zwei Millionen Besuchern im Jahr sind die Uffizien das beliebteste Museum in Italien.

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