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Aus der jüdischen Welt / Archiv | Beitrag vom 15.08.2014

VorschauGaza-Krieg, Oskar Huth und "Salaam-Schalom"

Moderation: Miron Tenenberg

Von Wolfram Nagel, Peter Kaiser und Igal Avidan

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 Jüdische Gemeinde zu Berlin, 09.12.2002 (picture-alliance / ZB / Hubert Link)
Zum heiligen Schabbat wird der traditionelle Tisch gedeckt (picture-alliance / ZB / Hubert Link)

Jüdische Positionen zum Gaza-Krieg, ein Portrait des Widerständlers Oskar Huth, eine interkulturelle Initiative "Salaam-Schalom" in Berlin-Neukölln sind die Themen. Anschließend Musik zum Schabbat.

Jüdische Positionen zum Gaza-Krieg
Es ist wie ein großer gesellschaftlicher Reflex: Wenn sich Israel gegen den Beschuss von Raketen aus dem Gazastreifen wehrt, wird der jüdische Staat massiv von den einen kritisiert und den anderen unterstützt. Differenzierte Stimmen sind in solch einer aufgeladenen Situation kaum zu hören. Besonders jüdische Institutionen scheinen sich auf die Politik Israels und die Meinung des Zentralrats zu verlassen. Woran liegt das? Warum scheint Israelkritik unter Juden eher selten zu sein? Ein Grund sind die israelfeindlichen und teils antisemitischen Demonstrationen der vergangenen Wochen. Doch schaut man hinter die Kulissen, sieht die Sache ganz anders aus. Denn kritische Stimmen gibt es durchaus!
Von Wolfram Nagel

Für den Fall der Nüchternheit – Ein Porträt des Bohemien und Widerständlers Oskar Huth
Oskar Huth war vieles: Orgelbauer, Grafiker, Pianist, Wortkünstler, Trinker und Bohemien – doch vor allem war er ein Widerständler gegen das unmenschliche Regime der Nationalsozialisten. Er versorgte Untergetauchte, vielfach jüdische Mitbürger, mit Papieren und vor allem mit den begehrten Buttermarken. Denn Oskar Huth war auch ein begnadeter Fälscher und Wort-Akrobat, der es nicht nur einmal schaffte, den braunen Schergen zu entkommen. Am kommenden Donnerstag jährt sich sein Todestag nun zum 23. Mal. Seine Freunde und Bekannten gedachten seiner kürzlich in einer "Geisterstunde".
Von Peter Kaiser

Salaam-Schalom
Berlin-Neukölln ist ein Ort urbaner Vielfalt. Dennoch war der Berliner Verwaltungsbezirk, der etwas mehr Einwohner hat als Bonn, jüngst verschrien als Ortsteil, in dem Gewalt und Armut herrschen. Aufgrund der hohen Anzahl an gewaltbereiten jugendlichen Muslimen wurde sogar von einer Tabuzone für Juden gesprochen. Doch diesem Image widerspricht die interkulturelle Initiative Salaam-Schalom. Sie will die Angst vor dem Andersartigen und den Rassismus stoppen.
Von Igal Avidan

Anschließend spielen wir zum Schabbat "Leil Shimurim" aus einer Aufnahme der späten 50er-Jahre mit Alexander Kovács, Marcel Loránd und dem Loránd Trio. Das Lied thematisiert die Nachtwache und die Sicherheit vor dem ursprünglichen Pessach-Fest.

 

 

Aus der jüdischen Welt

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