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Zeitfragen / Archiv | Beitrag vom 22.04.2016

Vor 400 Jahren starb Miguel de Cervantes An einem Ort der Mancha

Eine Hommage von Cornelia Derichsweiler

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Don Quijote mit Sancho Pansa vor einer Windmühle. (picture-alliance / dpa / Antonius)
Don Quijote mit Sancho Pansa vor einer Windmühle. (picture-alliance / dpa / Antonius)

Auch 400 Jahre nach dem Tod seines Erfinders findet man in der Mancha Spuren von Don Quijote: in einer kargen Region mitten in Spanien mit Burgen und Windmühlen. Hier ließ Miguel de Cervantes den traurigen Ritter samt Begleiter Sancho Pansa Kämpfe und Niederlagen erleben.

Weithin sichtbar auch die unzähligen Windmühlen, gegen die Don Quijote einen vergeblichen Kampf führte. Die ganze Region gleicht einer Romanlandschaft: Viele Eingangsschilder der Ortschaften grüßen mit literarischen Zitaten. Manche Dörfer streiten sich regelrecht darum, wer denn nun wann den berühmten Romanhelden samt Knappen beherbergt haben soll.

Verklärter Idealismus und bauernschlauer Realismus

Wenn man in der Mancha unterwegs ist, dann merkt man, wie fest Don Quijote in den Köpfen der Menschen verankert ist. So fest, dass viele davon überzeugt sind, der illustre Held sei einmal einer von ihnen gewesen. Schließlich galt der Roman des Miguel de Cervantes schon immer als eine Definition des spanischen Nationalcharakters: In Quijote und seinem Helfer Sancho Pansa treffen verklärter Idealismus und bauernschlauer Realismus aufeinander. Charaktereigenschaften, in denen sich die Spanier bis heute wiedererkennen.

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