Freistil, vom 15.12.2019, 20:05 Uhr

Von Verstrickungen und FreiheitenIns Netz gegangen

Von Bettina Mittelstraß

Vernetzung und Netzwerke sind die Stichworte der Stunde. Der Raum, den Maschen, Systeme und Verbindungen begrenzen, wird dichter und enger. Nichts darf entrinnen, niemand durchfallen - keine Beute, kein Verbrecher, kein Nutzer, kein Gedanke, kein Sozialfall. Und ist man einmal drin, führen Selbstbefreiungsversuche meist zu noch größeren Verstrickungen.

Die Erde im Zentrum des globalen Kommunikationsnetzwerks (www.imago-images.de)
Die Erde im Zentrum des globalen Kommunikationsnetzwerks. (www.imago-images.de)

Rosenblätter, Senf und ein Fuß von einem Wiesel im Netz sollen dem Fischglück dienen, und wer sich ein Weib fängt und es behalten will, der werfe am Hochzeitstag symbolisch ein Netz über die Braut.

Am Aberglauben hängt fast keiner mehr, im Netz aber hängt jeder. Im sozialen Netz? Ein Netz mit immer größer werdenden Löchern. Wer da durchfällt, kann nicht von Glück reden. Bleibt als Rettungsnetz nur Geld auf dem Konto …

Das thematische Spektrum des Features umfasst alles, was Netz ist: echte Fischer und Verkehrsplaner, Gedanken zur Netzmetapher und Rasterüberwachung, Wissenschaftsgeschichte und soziale Netzwerke.
Die verschiedenen Netze sind auch zu hören: von Fischernetzen bis hin zu gemessener elektromagnetischer Strahlung.

Ins Netz gegangen
Von Verstrickungen und Freiheiten
Von Bettina Mittelstraß

Regie: Susanne Krings
Redaktion: Klaus Pilger
Produktion: Dlf 2017

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